80.000 Fachbesucher kamen zur EMO 2025

EMO 2025
Bild: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Fünf Tage lang war Hannover Schauplatz der EMO. 80.000 Fachbesucher aus aller Welt, davon mehr als die Hälfte aus dem Ausland, kamen zur Messe. Mehr als 1.600 Aussteller aus 45 Ländern und ein vielfältiges Rahmenprogramm präsentierten eine Fülle von Lösungen für Modernisierung der Fertigung. Im Mittelpunkt standen vor allem die Themen Automation und künstliche Intelligenz.

Besucher aus dem Ausland gaben in einer Besucherbefragung zu mehr als 60% an, dass sie investieren wollen. In Deutschland sind es weniger als die Hälfte. Das korrespondiert mit der aktuellen Entwicklung ausländischer Bestellungen in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie, die in den ersten sieben Monaten 2025 um 6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind. Die Nachfrage aus Deutschland ist im gleichen Zeitraum um 22% gefallen. Dennoch berichten EMO-Aussteller von Verkäufen. Norbert Teeuwen, Managing Director of Okuma Europe sagt: „Unser Messeauftritt war ein voller Erfolg – drei Messemaschinen wurden direkt vom Stand an begeisterte Kunden verkauft.“

50% der befragten Besucher interessierten sich dafür, wie sie mit Automatisierung ihre Fertigung produktiver machen können. „Automatisierung ist hier allgegenwärtig und macht einen großen Unterschied“, sagt etwa Aaron Morrill, CNC-Mechaniker aus den USA. Dabei wächst die Bedeutung des Robotereinsatzes wie rund 140 Roboterhersteller auf der EMO eindrucksvoll zeigen. Klaus Winkelmann, CEO von Fanuc Europe, sagt: „Wir sehen auch, dass Roboter in der Werkzeugmaschinenindustrie an Bedeutung gewinnen werden. Dabei werden Industrieroboter auch mit menschlichen Bedienern koexistieren. Sie werden in Zukunft die effizientesten Lösungen bieten.“

Schnittstellen zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Mehr als ein Drittel der Fachbesucher wollten Neues zu Digitalisierung und KI erfahren. „Wir sehen den Mehrwert der KI in den Prozessen, in denen alle Möglichkeiten zur Verarbeitung von Daten aus den Sensoren genutzt werden. Dafür ist KI nützlich und verbessert die Qualität in der Fabrik“, sagt Jan Otoupakik, CEO von 4dot Mechatronics, einem Startup aus Tschechien. Das spiegelt auch der Zuspruch bei den P.O.P Talks wider, die täglich auf der erstmals zentralen angelegten Innovation Stage geführt wurden und zahlreiche Aspekte der KI in der Produktion beleuchtet haben. In der Forschung und beim Nachwuchs steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs. „Wir arbeiten an verschiedenen Lösungen. Ein sehr wichtiges Beispiel ist die Reduzierung des Energieverbrauchs der Produktionssysteme, beispielsweise durch den Kühlmittelfluss, um nur so viel Kühlmittel wie nötig und nicht so viel wie möglich zu verbrauchen. Das war die Strategie in der Vergangenheit. Dadurch können wir bis zu 95% der Pumpenergie, der elektrischen Energie und bis zu 60% des gesamten Energieverbrauchs des Produktionssystems einsparen. Das ist also ein großer Schritt“, sagt Professor Berend Denkena von der Leibniz Universität Hannover.

Insgesamt haben 93% der Besucher ihre Besuchsziele erreicht. 98% bewerten die EMO mit sehr gut bis befriedigend. Das spiegelt sich auch im Urteil der Aussteller wider. Irene Bader, Vorständin beim deutsch-japanischen Unternehmen DMG Mori, bringt es auf den Punkt: „Was wir 2025 auf der EMO präsentiert haben, ist ein Blick in die Zukunft der Fertigung. Die Begeisterung und das wertvolle Feedback unserer Kunden haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch für echte Innovation ist.“

Die nächste Ausgabe der Fachmesse findet vom 4. bis 8. Oktober 2027 in Mailand statt.



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