USA führend bei Digitalinnovationen

Business hand holding glowing light bulb against. 3d rendering
Bild: ©Sergey Nivens/stock.adobe.com

In Technikbereichen mit Bezug zur künstlichen Intelligenz und zur digitalen Vernetzung durch Mobilfunk sowie in der Halbleitertechnologie stieg die Zahl veröffentlichter Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Laut Deutschem Patent und Markenamt waren in allen betrachteten Technologiebereichen die Vereinigten Staaten führend. Die Bilanz für deutsche Anmelder ist zwiespältig: In einigen Technologiefeldern legte die Zahl deutscher Anmeldungen deutlich zu, in anderen fiel Deutschland zurück. Die Analyse zur Entwicklung der Patentanmeldungen für Digitaltechnologien ist Teil des DPMA-Jahresberichts 2023, den DPMA Angang Juni veröffentlicht hat. Anmeldestärkstes Technologiefeld war demnach die Digitale Kommunikationstechnik mit 18.364 veröffentlichten Patentanmeldungen (+12,2 Prozent). Führend sind die Vereinigten Staaten mit 5.822 Anmeldungen (+17,7 Prozent), vor China (5.231, +14,2 Prozent). Auf Rang 3 liegt die Republik Korea (1.671, +29,9 Prozent). Deutschland belegt in diesem Technologiefeld den sechsten Platz mit 695 Anmeldungen (-9,2 Prozent). Viele Anmeldungen in der Digitalen Kommunikationstechnik stehen in Zusammenhang mit dem Mobilfunkstandard 5G und mit künftigen Mobilfunkstandards und sind damit wichtig für die digitale Vernetzung in etlichen Schlüsseltechnologien. Zweitstärkster Bereich war die Computertechnik mit 17.648 Anmeldungen (+4,9 Prozent). Auch hier belegen die den Vereinigten Staaten mit 6.421 Anmeldungen (-4,7 Prozent) den ersten Rang. China folgt mit 2.645 Anmeldungen (+15,5 Prozent) auf Platz 2. Auf Rang 3 liegtDeutschland mit 1.943 Anmeldungen (+8,2 Prozent). Zur Computertechnik zählt das DPMA u.a. Erfindungen zur Bilddatenverarbeitung, Spracherkennung oder Informations- und Kommunikationstechnik. Viele dieser Entwicklungen setzen künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen ein. Das Technologiefeld mit den drittmeisten Anmeldungen waren die Halbleiter (5.946, +8,6 Prozent). Hinter den Vereinigten Staaten (1.272, +18,0 Prozent) liegen dabei Japan (1.177, +9,2 Prozent) und die Republik Korea (889, +15,0 Prozent). Hier liegt Deutschland auf Rang 5 mit 587 Anmeldungen (+0,2 Prozent). Halbleiterbauelemente machen die Verarbeitung und Speicherung von Daten und damit die fortschreitende Digitalisierung überhaupt erst möglich. Die viertmeisten Anmeldungen verzeichneten DPMA und Europäisches Patentamt in der Audiovisuellen Technik (5.744, -3,8 Prozent). Die Vereinigten Staaten führen hier mit 1.329 Anmeldungen (-10,7 Prozent). Auch hier liegt China auf Rang 2 (1.203, +3,4 Prozent), dahinter folgt Japan (852, -11,6 Prozent). Deutschland liegt mit einem deutlichen Zuwachs (+11,2 Prozent) und 644 Anmeldungen auf Rang 5. Diesem Bereich werden u.a. Erfindungen aus den Gebieten der virtuellen Realität (Virtual Reality, VR) und der erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) zugeordnet. Im fünftstärksten Technologiefeld Datenverarbeitungsverfahren für betriebswirtschaftliche Zwecke (2.497 Anmeldungen, -4,1 Prozent) führen die Vereinigten Staaten mit 920 Anmeldungen (-5,7 Prozent). Auf Platz 2 folgt mit deutlichem Abstand Japan (438, +9,2 Prozent). Auf Rang 3 liegt Deutschland (324, -2,4 Prozent). In diesem Technologiefeld werden etwa Verfahren für Dienstleistungen wie Reservierungen und Veranstaltungsbuchungen, zur Steuerung von Arbeitsabläufen, zur Unternehmens- oder Organisationsplanung oder für die Material- oder Warenwirtschaft angemeldet. Für die Analyse wurden veröffentlichte Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland beim DPMA und beim Europäischen Patentamt ohne Doppelzählungen betrachtet. Patentanmeldungen werden nach 18 Monaten veröffentlicht. Im Jahr 2023 neu angemeldete Erfindungen sind daher noch nicht enthalten. Untersucht wurden die Technologiefelder ’Digitale Kommunikationstechnik’, ’Computertechnik’, ’Audiovisuelle Technik’, ‘Halbleiter’ und ’„Datenverarbeitung für betriebswirtschaftliche Zwecke’.



  • Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

    Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

    Im Rahmen der Logimatwurde der Preis ‚Logimat Best Product‘ in drei Kategorien verliehen.

    mehr lesen: Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

  • Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

    Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

    Im Rahmen des KI-Leuchtturmprojekts ‚Eki‘ hat ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Paderborn an der Verbesserung der Energieeffizienz von KI-Systemen gearbeitet und Methoden entwickelt, mit denen sich der Energieverbrauch…

    mehr lesen: Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

  • Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

    Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

    Wibu-Systems, ein Spezialist für Softwareschutz, Lizenzierung und Cybersicherheit, hat Prof. Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.

    mehr lesen: Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

  • SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

    SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

    Im Rahmen der Fachmesse Logimat haben SEW-Eurodrive und Safelog eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben.

    mehr lesen: SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

  • KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

    KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

    Ein neuartiges Bauteil, das durch eine fortschrittliche Fertigungstechnologie eine sehr schnelle, sparsame und verlässliche Datenübertragung ermöglicht, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der École Polytechnique Fédérale de…

    mehr lesen: KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

  • PTC tritt dem ZVEI bei

    PTC tritt dem ZVEI bei

    PTC ist dem ZVEI beigetreten und will in diesem Rahmen seine Expertise in den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, industrielle künstliche Intelligenz (KI) und datenbasierte Wertschöpfung in die Verbandsarbeit einbringen.

    mehr lesen: PTC tritt dem ZVEI bei

  • Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

    Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

    Laut einer Untersuchung von TE Connectivity treibt die deutsche Industrie den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Automatisierung mit hoher Geschwindigkeit voran.

    mehr lesen: Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

  • Ein Chatbot für den Wissenstransfer

    Ein Chatbot für den Wissenstransfer

    Wenn Fachkräfte ein Unternehmen verlassen, geht auch oft Knowhow verloren. Im Projekt ‚Stark‘ untersuchen Forschende des Fraunhofer IPK gemeinsam mit der BSP Business and Law School – Hochschule für Management…

    mehr lesen: Ein Chatbot für den Wissenstransfer

  • Quantencomputer und klassische Rechner optimieren gemeinsam

    Quantencomputer und klassische Rechner optimieren gemeinsam

    Klassische Computer können viele Optimierungsprobleme wie etwa das ‚Problem des Handlungsreisenden‘ nur näherungsweise knacken, aber nicht vollständig und oft nur unter langer Laufzeit.

    mehr lesen: Quantencomputer und klassische Rechner optimieren gemeinsam

  • Digitale Kreislaufwirtschaft in dezentraler Fabrik

    Digitale Kreislaufwirtschaft in dezentraler Fabrik

    Im Projekt ‚Panda‘ setzen die Beteiligten auf digitale Produktpässe und künstliche Intelligenz (KI), um Recycling und Demontage von Produkten effizienter zu machen.

    mehr lesen: Digitale Kreislaufwirtschaft in dezentraler Fabrik

  • Ein kurzer Blick auf CRA, EU-Maschinenverordnung und NIS-2

    Ein kurzer Blick auf CRA, EU-Maschinenverordnung und NIS-2

    Gezielte Cyberangriffe auf Anlagen und Maschinen sind längst Realität. Mit CRA, NIS2 und der neuen EU-Maschinenverordnung reagiert der Gesetzgeber nicht nur mit klaren Empfehlungen, sondern auch mit konkreten Meldepflichten, Vorgaben…

    mehr lesen: Ein kurzer Blick auf CRA, EU-Maschinenverordnung und NIS-2

  • Konferenz beleuchtet IT als ‚Architektin der Zukunft‘

    Konferenz beleuchtet IT als ‚Architektin der Zukunft‘

    Beim Strategiegipfel IT-Management, der am 14. und 15. April 2026 im Hotel Palace in Berlin stattfindet, diskutieren IT-Verantwortliche darüber, wie IT zu einem strategischen Enabler werden kann.

    mehr lesen: Konferenz beleuchtet IT als ‚Architektin der Zukunft‘