BSI sieht Cybersicherheit durch CRA signifikant gestärkt

Young man with mobile phone turning on modern robot vacuum cleaner at home
Bild: ©Pixel-Shot/stock.adobe.com

Saugroboter, smarter Katzenfutterautomat, die meisten Apps auf mobilen Geräten oder Smart-TVs – die steigende Zahl vernetzter Hard- und Softwareprodukte bringt neben Komfort und Automation auch Risiken und neuartige Angriffsvektoren. Das gilt in den eigenen vier Wänden wie auch im professionellen Einsatz. Aus Sicht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist der nun verabschiedete Cyber Resilience Act (CRA) ein wichtiger Schritt, um die Cybersicherheit dieser Produkte und Anwendungen signifikant zu erhöhen. Ab November 2027 müssen Produkte mit digitalen Elementen die im CRA enthaltenen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen erfüllen, um in der EU verkauft werden zu dürfen.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Künftig müssen Hersteller über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte und Anwendungen die Verantwortung für deren Cybersicherheit übernehmen. Damit wird die Sicherheit digitaler Produkte und auch das Vertrauen in die Digitalisierung erheblich gestärkt. Davon profitieren alle Anwenderinnen und Anwender und letztlich auch die Hersteller, denn ihre Produkte werden qualitativ hochwertiger und sicherer.“

Durch die horizontale und risikobasierte Ausrichtung des CRA wird erstmalig ein einheitlicher Rechtsrahmen für den Marktzugang dieser umfassenden aber heterogenen Produktpalette geschaffen. Ein Großteil der vom CRA regulierten Produkte wird bereits jetzt regelmäßig in Privathaushalten eingesetzt.

Den im CRA verankerten Grundsatz, den geforderten Supportzeitraum für ein digitales Produkt an dessen individuelle Lebensdauer zu koppeln, unterstützt das BSI. Darüber hinaus werden mit dem CRA Herstellern, Händlern und Importeuren weitreichende Informations-, Transparenz- und Aufklärungspflichten auferlegt. Damit sei, so das BSI, der Weg für transparente und klare Handlungsanweisungen im Fall von Sicherheitslücken geebnet.

Wie das BSI weiter mitteilt, bereitet sich die Behörde mit der Verabschiedung des CRA nun auf die nationale Umsetzung und die Übernahme möglicher Aufgaben vor. Mit dem IT-Sicherheitskennzeichen hat das BSI Behörde ein Instrument für Hersteller geschaffen, um sich bereits heute auf die bevorstehende Regulierung vorzubereiten und die Sicherheit von IT-Verbraucherprodukten gemeinsam mitzugestalten. Die Behörde hat sich zudem bereits im Gesetzgebungsprozess aktiv bei der Formulierung adäquater Cybersicherheitsanforderungen im Rahmen von Standards und Normen, die für eine effiziente Umsetzung des CRA erforderlich sind, eingebracht und wird diese Arbeit nun intensivieren. Des Weiteren unterstützt das BSI durch die Herausgabe technischer Richtlinien wie beispielsweise der TR 03183, die die allgemeinen Anforderungen des CRA und der Softwarestückliste (SBOM) abdeckt.



  • Geschäftsklima in der Chemischen Industrie verschlechtert sich

    Geschäftsklima in der Chemischen Industrie verschlechtert sich

    Zuletzt stieg der Ifo-Index der Chemischen Industrie vier Mal in Folge. Im Juni hat sich die Stimmung jedoch wieder verschlechtert.

    mehr lesen: Geschäftsklima in der Chemischen Industrie verschlechtert sich

  • Siemens simuliert Akustik des Großen Festspielhauses in Salzburg

    Siemens simuliert Akustik des Großen Festspielhauses in Salzburg

    Neben der Industrie kann auch die Kultur- und Kreativbranche vom digitalen Zwilling profitieren. Wie? Das zeigt Siemens am Beispiel des Großen Festspielhauses in Salzburg.

    mehr lesen: Siemens simuliert Akustik des Großen Festspielhauses in Salzburg

  • Fraunhofer-Forscher machen altes Schmiedeverfahren fit für die Zukunft

    Fraunhofer-Forscher machen altes Schmiedeverfahren fit für die Zukunft

    Das Gesenkschmieden ist ein traditionsreiches Fertigungsverfahren zur Herstellung von Metallteilen mit komplexen Formen. Sollen große Metallteile hergestellt werden, sind robuste und schwere Gesenke erforderlich. Deren Wechsel dauert oft mehrere Stunden…

    mehr lesen: Fraunhofer-Forscher machen altes Schmiedeverfahren fit für die Zukunft

  • Joachim Herz Stiftung investiert in Weidmüller

    Joachim Herz Stiftung investiert in Weidmüller

    Weidmüller hat bekannt gegeben, dass sich die Hamburger Joachim Herz Stiftung im Rahmen einer Kapitalerhöhung an dem Unternehmen beteiligt.

    mehr lesen: Joachim Herz Stiftung investiert in Weidmüller

  • Wenige Fertiger haben strenge DMARC-Richtlinien

    Wenige Fertiger haben strenge DMARC-Richtlinien

    Trotz zunehmender Cyberangriffe haben Fertigungsunternehmen laut einer Studie von EasyDMARC Defizite beim Schutz gegen Phishing- und Spoofing-Angriffe.

    mehr lesen: Wenige Fertiger haben strenge DMARC-Richtlinien

  • Unternehmen können KI-Erwartungen des Managements nicht erfüllen

    Unternehmen können KI-Erwartungen des Managements nicht erfüllen

    Deutsche Führungskräfte wollen dem Hype um künstliche Intelligenz (KI) folgen, so das Ergebnis einer Studie von IFS. Die Unternehmen sind jedoch noch nicht in der Lage, die Erwartungen an die…

    mehr lesen: Unternehmen können KI-Erwartungen des Managements nicht erfüllen

  • Trumpf und SiMa.ai statten Lasersysteme mit KI-Chips aus

    Trumpf und SiMa.ai statten Lasersysteme mit KI-Chips aus

    Die Unternehmen Trumpf und SiMa.ai entwickeln KI-Chips und Software zur Verbesserung von Schweiß-, Schneid- und Markierprozessen. Die Technologie soll für effizientere Laseranwendungen sorgen.

    mehr lesen: Trumpf und SiMa.ai statten Lasersysteme mit KI-Chips aus

  • Werkzeugbahnen im virtuellen Raum planen und skizzieren

    Werkzeugbahnen im virtuellen Raum planen und skizzieren

    Werkzeugbahnen für Zerspanprozesse in CAM-Systemen zu planen erfordert Expertenwissen. Viele Parameter müssen bestimmt und geprüft werden, um die Bahnplanung Schritt für Schritt zu optimieren. Im Projekt CAMStylus arbeiten die Beteiligten…

    mehr lesen: Werkzeugbahnen im virtuellen Raum planen und skizzieren

  • Automatisierungstreff wieder erfolgreich

    Automatisierungstreff wieder erfolgreich

    Die Agentur Strobl als Veranstalter des Automatisierungstreffs hat für die diesjährige Ausgabe im April ein positives Fazit gezogen.

    mehr lesen: Automatisierungstreff wieder erfolgreich

  • TXOne ernennt neuen CRO

    TXOne ernennt neuen CRO

    Stephen Driggers, zuletzt CRO bei Nozomi Networks, heuert bei TXOne Networks an und übernimmt dort ebenfalls die Position des Chief Revenue Officers.

    mehr lesen: TXOne ernennt neuen CRO

  • VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

    VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

    Auf dem 25. VDI-Kongress Automation haben die mehr als 350 Teilnehmenden unter dem Motto ’AI beats Automation?‘ über Zukunftstrends diskutiert.

    mehr lesen: VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

  • Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit

    Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit

    Durch NIS2 und KRITIS-Dachgesetz erweitert sich die Zahl der regulierten Organisationen auf über 30.000. Der Eco Verband gibt Unternehmen daher Tipps an die Hand, wie sie die Cyber-Resilienz ihrer industrieller…

    mehr lesen: Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit