86 Prozent finden DSGVO-Umsetzung schwierig

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Bild: Piwik PRO GmbH

Nach einem Bericht von Piwik Pro finden 86 Prozent der deutschen Unternehmen die Umsetzung der DSGVO schwierig. Dieser Wert ist der höchste unter den befragten Ländern in der EU. Gleichzeitig glauben 90 Prozent der Befragten, dass es möglich ist, DSGVO-Compliance mit Marketingaktivitäten zu vereinbaren.

Herausforderungen und Vorteile

Die größten Herausforderungen im Bereich der Datenaktivierung sind Sicherheit und Compliance (57 Prozent) sowie ungenaue Daten (55,3 Prozent). Zu den größten Vorteilen zählen die Datenintegration aus mehreren Quellen (56,3 Prozent) und die Erstellung vollständiger Kundenprofile und Segmentierung (50,7 Prozent). Die Ergebnisse können unterstreichen, wie ernst deutsche Unternehmen die Regelungen nehmen. 82,4 Prozent halten die Regelungen sogar für leicht verständlich.

Vertrauen und Compliance

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hält sich an die DSGVO und die Compliance-Regeln, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewinnen (82,3 Prozent). Für 52,3 Prozent seien Unternehmenswerte ein Motivationsfaktor, für 55,3 Prozent die rechtliche Verpflichtung. Nur 17,3 Prozent hielten sich aus Angst vor Bußgeldern an die DSGVO, ergab jedenfalls die Umfrage

Datenmanagement und Kontrolle

Über 85 Prozent der deutschen Unternehmen wissen, wo alle Daten ihres Marketing-Stacks gespeichert sind. Der Studiendurchschnitt liegt bei 70,7 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Wert in Frankreich bei 68,7 Prozent. Deutsche Unternehmen zeigen sich sehr zufrieden mit der Einhaltung der Vorschriften in ihrem Marketing-Stack. 85,3 Prozent äußern sich zufrieden, 7,7 Prozent sind unsicher.

Datenspeicherung innerhalb der EU

Nur 11 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass ihr Marketing-Stack Daten außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet. Mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen würden einen Wechsel zu europäischen Analyselösungen in Betracht ziehen. Der Preis sei dabei nicht der entscheidende Faktor, gaben die Umfrageteilnehmenden an. Die Nutzung europäischer und in der EU gehosteter Marketingplattformen wird beliebter, auch aufgrund der jüngsten Aufregung um die Nutzung von Facebook und Google Analytics in Europa.

Verlagerung zu europäischen Anbietern

Magdalena Pawlitko, Global Head of Sales bei Piwik Pro, kommentiert, dass Unternehmen zunehmend Wege fänden, mit den Datenschutzbestimmungen erfolgreich zu arbeiten. Datenschutz werde als Geschäftsvorteil angesehen und verbessere die Kundenerfahrung. Besonders bemerkenswert sei die Verlagerung hin zu europäischen Analytics-Anbietern, die im Gegensatz zu Big-Tech-Unternehmen die Privatsphäre der Nutzenden und die Datensicherheit in den Vordergrund stellen würden.

Methodik der Befragung

Der Report basiert auf den Antworten von 1800 Befragten aus 27 europäischen Ländern. Die Gruppe bestand aus Geschäftsführenden und Marketingleitenden mittelgroßer und großer Unternehmen. Die meisten Befragten kamen aus Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Die Umfrage wurde im April 2024 mit der computergestützten Web-Interview-Methode (CAWI) durchgeführt.



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