„Erfolgreiche souveräne KI-Ökosysteme aufzubauen, gestaltet sich als zeitaufwändig und sehr teuer“, mahnt Heider. „Obwohl solche Vorhaben in mancher Hinsicht weniger komplex sind als die Konzeption und der Bau von Halbleiterfabriken, erfordern sie weit mehr als nur lokale Subventionen zu sichern.“ Hyperscaler und andere große Technologieunternehmen könnten weiterhin in KI-Projekte vor Ort investieren, die ihnen erhebliche Wettbewerbsvorteile versprechen.

Ebenso könnten Small Language Models (SLMs), die Algorithmen wie RAG (Retrieval-Augmented Generation) und Vektoreinbettungen (numerische Darstellungen von Daten) verwenden, an Bedeutung gewinnen. Denn Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Lieferanten zu managen, den Datenschutz sicherzustellen und die Gesamtkosten im Griff zu behalten. Diese SLMs übernehmen einen Großteil der Rechen-, Netzwerk- und Speicheraufgaben in der Nähe der gespeicherten Daten.

Softwareentwicklung unter Druck

Die zunehmende Verbreitung generativer KI drängt Softwareentwickler gleichzeitig dazu, ihre Effizienz zu steigern. So kann diese Technologie durchschnittlich etwa 10 bis 15 Prozent der gesamten Entwicklungszeit einsparen, wie eine Bain-Befragung von mehr als 200 US-Unternehmen aus verschiedenen Branchen ergeben hat. Doch viele würden nutzen diese Vorteile laut Bain bislang nicht optimal nutzen.

Zudem waren Softwareentwickler zuletzt mit stockender wirtschaftlicher Entwicklung konfrontiert. So ging das jährliche Umsatzwachstum einer Gruppe von weltweit rund 90 börsennotierten Software-as-a-Service (SaaS)-Unternehmen laut Bain-Report in den letzten zwei Jahren um 16 Prozentpunkte zurück. In der Folge habe hat die Branche ihre Ausgaben zum Teil erheblich reduziert, so die Analysten. Der prozentuale Anteil der Vertriebs- und Marketingbudgets am Umsatz der SaaS-Unternehmen ist von 41 Prozent im Jahr 2022 auf nur mehr 33 Prozent im laufenden Jahr gesunken. Dagegen gingen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im gleichen Zeitraum lediglich um drei Prozentpunkte – von 21 auf 18 Prozent des Umsatzes – zurück.

Seiten: 1 2



  • Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.

    mehr lesen: Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

  • Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

    Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

    CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.

    mehr lesen: Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

  • Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

    Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

    Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gehen laut aktueller ZEW-Zahlen im Oktober zurück. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich jedoch erneut verbessert.

    mehr lesen: Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Die MPDV hat seit Oktober drei neue Geschäftsführer. Nathalie Kletti, Thorsten Strebel und Jürgen Petzel stehen an der Spitze des Unternehmens.

    mehr lesen: Neues Trio an der MPDV-Spitze

  • Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Die Beschäftigtensituation im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiter angespannt. Im August ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um weitere 2.165 auf 1,025 Millionen zurück. Damit sind fast…

    mehr lesen: Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

  • Flexibel und sicher

    Flexibel und sicher

    Helmholz erweitert sein Portfolio an Industrieroutern. Die bewährten REX-Geräte sind ab sofort auch mit zusätzlicher WAN (Wide Area Network)-Schnittstelle und Fallback-Mechanismus erhältlich.

    mehr lesen: Flexibel und sicher

  • Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Die Fuji Europe Corparation hat Tower-Factory, einen Anbieter von Lagerlogistiksystemen, übernommen. Kunden von Fuji Europe sollen dadurch Lösungen erhalten, die den gesamten Materialfluss abdecken.

    mehr lesen: Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

  • Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

    Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

    Für die Webinare des TeDo Verlags, die im Rahmen des Herbstes der Innovationen durchgeführt werden, haben sich bereits weit über 1.200 Teilnehmer angemeldet. Das SPS-Magazin, die IT&Production, die Robotik und…

    mehr lesen: Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

  • Neuer VDMA-Präsident gewählt

    Neuer VDMA-Präsident gewählt

    Der VDMA hat mit Karl Haeusgen einen neuen Präsidenten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstandsvorsitzende von Hawe Hydraulik als Nachfolger von Carl Martin Welcker bestimmt. Auch der Verband VDMA…

    mehr lesen: Neuer VDMA-Präsident gewählt

  • Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

    Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

    Maindays 2020 Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel Unter dem Motto ‘Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel‘ findet die 21. Jahrestagung MainDays vom 24. bis zum 25. November in Potsdam…

    mehr lesen: Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

  • Kurzarbeit geht weiter zurück

    Kurzarbeit geht weiter zurück

    Im September ist die Zahl der Beschäftigten, die in Kurzarbeit sind, weiter zurückgegangen. Das Ifo-Institut schätzt die Zahl der Kurzarbeiter aktuell auf 3,7 Millionen Menschen.

    mehr lesen: Kurzarbeit geht weiter zurück