Automatisierungsgrad entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit, Reifegrad oft niedrig

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Bild: ©iamchamp/stock.adobe.com

Für eine neue Studie von Visual Components zur Produktion der Zukunft gaben 256 Entscheiderinnen und Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Einblicke in Arbeitsweisen und Strategien. Die Ergebnisse zeigen eine Diskrepanz: Während 42% der Befragten einen hohen Automatisierungsgrad als entscheidend für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ansehen und 41% auf nachhaltige, energieeffiziente Produktionsweisen setzen, ist der Reifegrad in der Praxis oft niedrig. Ein Drittel der Befragten gibt an, überwiegend auf manuelle Prozesse zu bauen, weitere 34% arbeiten nur teilweise automatisiert und nutzen ihre Daten bislang kaum. Damit klafft eine spürbare Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität.

Als größte Hindernisse für den Fortschritt nennen die Befragten vor allem hohe Investitionskosten (56%), den Mangel an qualifiziertem Personal (37%) sowie die schwierige Integration neuer Technologien in bestehende Systeme und Prozesse (36%). In den kommenden zwei bis drei Jahren planen viele Unternehmen weiterhin verstärkt mit Investitionen in künstliche Intelligenz (36%), in die Weiterbildung von Mitarbeitenden (34%) sowie in den Maschinenpark und neue Anlagen (34%).

Laut Studie verschiebt sich parallel dazu auch die Rolle des Menschen in der Fertigung, wobei die Meinungen der Befragten über das Ausmaß der Veränderungen noch auseinandergehen. Die Mehrheit von ihnen geht davon aus, dass klassische manuelle Tätigkeiten zwar nicht vollständig verschwinden, sich aber zunehmend verschieben werden. 50% erwarten einen stärkeren Fokus auf Überwachung und Steuerung von Prozessen, 21% sehen Mitarbeitende künftig vor allem als Prozesskoordinatoren. Ein kleiner Teil der Befragten rechnet damit, dass Routineaufgaben vollständig durch KI ersetzt werden.

„Wir erleben aktuell einen der größten Umbrüche innerhalb der produzierenden Industrie seit Jahrzehnten“, unterstreicht Matthias Wilhelm, Country Manager DACH bei Visual Components in Deutschland. „Automatisierung und Nachhaltigkeit sind dabei keine Optionen mehr, sondern ganz klare Voraussetzungen für zukunftsfähige Unternehmensstrukturen. Produzierende Unternehmen haben diese Realität erkannt, müssen sie jetzt allerdings in vielen Fällen noch konsequenter in die Praxis übersetzen. Das kann nur mit den richtigen Technologien und Partnern funktionieren.“



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