Inventursoftware aus der Cloud: 95 Prozent weniger Zählaufwand

Mit dem Ziel, die Inventur 
weiter zu optimieren, hat 
sich Fischer 2024 für den Schritt 
in die Cloud und den Umstieg auf 
das SaaS-Produkt von Remira entschieden.
Mit dem Ziel, die Inventur weiter zu optimieren, hat sich Fischer 2024 für den Schritt in die Cloud und den Umstieg auf das SaaS-Produkt von Remira entschieden.Bild: Remira Group GmbH

Mit 50 operativen Gesellschaften vertreibt der Spezialist für Befestigungs- und Verbindungstechnik seine Produkte in rund 120 Ländern weltweit. Dabei ist das Sortiment sehr vielfältig und reicht von mechanischen und chemischen Befestigungssystemen bis hin zu Spezialprodukten für komplexe bauliche und technische Anforderungen. Da jedoch ein Großteil der Artikel aus Kleinteilen besteht, sieht sich das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Waldachtal bei der Inventur mit aufwendigen Zählprozessen konfrontiert. Denn allein das Halbfertigteillager für die Produktionsversorgung umfasst rund 5.500 Positionen und stellt das Team somit vor erhebliche logistische Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, setzt Fischer seit mehr als 25 Jahren auf das Vereinfachungsverfahren der Stichprobeninventur – unterstützt durch den Dortmunder Softwareanbieter Remira. Mit dem Ziel, den Prozess zu optimieren, hat sich das Unternehmen 2024 für den Bezug einer Cloud-gehosteten Software entschieden, die nach dem SaaS-Modell lizensiert wird.

Deutlicher Effizienzfortschritt

Die cloudbasierte Software kommt bei Fischer bereits in zwei Lagern zum Einsatz, einem Halbfertigteillager für die Produktionsversorgung und einem Versandlager. Dort hat sie im vergangenen Jahr erste Inventuren unterstützt. Durch das Stichprobenverfahren ist der Aufwand enorm gesunken, sodass statt der rund 5.500 Positionen im Halbfertigteillager lediglich 250 Stichproben zu zählen sind. Das entspricht einer Einsparung von 95 Prozent des Zählaufwands. Der Bezug aus einem externen Rechenzentrum spart dem Unternehmen weitere Zeit, da der manuelle Aufwand für den Systembetrieb sinkt. So berichtet Alexander Kopf, Digital ERP & Logistics bei Fischer: „Mit dem Umstieg auf die Cloud-Software haben wir die Chance genutzt, die Inventur mit einer intuitiven Anwendung ohne technische Hürden weiter zu optimieren und die Arbeitsabläufe spürbar zu vereinfachen. Fünf bis zehn Personen sind mit der Inventur beschäftigt und nach spätestens einem halben Tag fertig.“

Es muss nicht kompliziert sein

Der Prozess ist einfach: Die Konfiguration der Software, insbesondere ihre CSV-Schnittstelle, ermöglicht eine Integration in bestehende Systeme. So ist das Tool an das eingesetzte ERP-System des Unternehmens angebunden und wird mit den erforderlichen Daten, einschließlich der Soll-Bestände, versorgt. Auf dieser Basis erstellt die Software automatisch eine Liste der zu zählenden Stichproben im CSV-Format, die anschließend als Grundlage für die Zählung dient. Die eigentliche Inventur erfolgt über die Inventursoftware in der Cloud. Dabei leitet die Software, in der Remira auch den Sequenzialtest mit dem Hochrechnungsverfahren kombinieren kann, die User durch den Prozess und wertet die eingepflegten Daten automatisch aus. Abschließend wird der ermittelte Ist-Bestand an das ERP-System übertragen. Bei Fischer kommt ausschließlich das Hochrechenverfahren zum Einsatz. Neben der Flexibilität und dem entfallenden Administrationsaufwand hebt Alexander Kopf insbesondere die Oberfläche der Software hervor, die den Mitarbeiter eine problemlose



  • Unternehmen sehen Licht am Ende des Tunnels

    Unternehmen sehen Licht am Ende des Tunnels

    Mit dem stärksten jemals gemessenen Anstieg hat sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni im Vergleich zum Vormonat etwas erholt. Er liegt nun bei 86,2 Punkten.

    mehr lesen: Unternehmen sehen Licht am Ende des Tunnels

  • Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

    Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

    Im vergangenen Jahr haben 76 Prozent der Unternehmen Rechenleistung aus der Cloud in Anspruch genommen. Dies geht aus einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG hervor.

    mehr lesen: Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

  • Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

    Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

    Die überwiegende Zahl der Maschinenbauer ist zuversichtlich, mittelfristig auf das nominale Umsatzniveau von 2019 zurückzukehren. So lautet die Kernbotschaft der sechsten VDMA-Blitzumfrage zur Corona-Pandemie, an der 658 Unternehmen teilnahmen.

    mehr lesen: Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

    Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

    Google Cloud wird künftig verstärkt OPC UA nutzen, um Maschinendaten zur Verarbeitung an die eigene Infrastruktur zu übertragen. Dafür tritt die Firma der OPC Foundation als 773. Mitglied bei.

    mehr lesen: Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

  • Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Wie aus der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage hervorgeht, will mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen — vor allem aus der Industrie — im Zuge der Coronakrise Geschäftsreisen dauerhaft zurückfahren.

    mehr lesen: Zukünftig weniger Dienstreisen?

  • Besser aus der Krise kommen

    Besser aus der Krise kommen

    Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind groß, dennoch birgt die aktuelle Krise auch positives. Laut einer Umfrage des VDI führt die aktuelle Situation dazu, dass sich Unternehmen digitaler und krisenfester…

    mehr lesen: Besser aus der Krise kommen

  • Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Die Maschinenbau-Branche leidet unter den Folgen von Covid-19. Doch die Ursachen für die Probleme liegen tiefer. Das zeigt die jüngste Studie von Inform: ‚Trendreport 2020 für den Maschinen- und Anlagenbau:…

    mehr lesen: Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

  • BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz stoppen ihre Kooperation zur Entwicklung automatisierter Fahrzeuge. Die Entwicklung einer gemeinsamen Technologiebasis wäre zu aufwendig, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Auch die Konjunktur spiele bei der…

    mehr lesen: BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

  • Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    VDMA Robotik+Automation rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent. Vor Ausbruch der Pandemie ging der Verband von einem Rückgang von 10 Prozent aus.

    mehr lesen: Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

  • Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Der Anruf kam am 20. Mai um 16.45 Uhr: Die Schmersal-Gruppe wurde von offizieller Seite informiert, dass Cyberkriminelle einen gezielten Angriff auf das Firmennetzwerk planen. Nach einer Verifikation des Anrufs…

    mehr lesen: Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

  • Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Ein Zusammenschluss von rund 60 Unternehmen aus Europa, Amerika und Asien hat mit ‘Omlox‘ einen Ortungsstandard für die Industrie eingeführt. Die weltweie Koordination wird durch die Profibus Nutzerorganisation übernommen.

    mehr lesen: Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen