Eine Stimme für die Menschen hinter der KI

Big eyes with 0 and 1 pattern in front of binary background. Will artificial intelligence develop into an eye in the sky and become a big brother watching you like the novel 1984
Bild: ©libera caballo/stock.adobe.com

Anlässlich des International AI Day am 16. Juli richtet die Technische Universität Berlin den Blick auf ein Interview mit TU-Forscherin Milagros Miceli, Leiterin des Projekts ‚Data Workers‘ Inquiry‘. Die Forscherin spricht darin über die Menschen, ohne deren Arbeit künstliche Intelligenz nicht funktionieren würde: Millionen Datenarbeiterinnen und -arbeiter weltweit sortieren, moderieren und kategorisieren Daten oft unter prekären Bedingungen, für extrem niedrige Löhne und ohne jede Anerkennung.

„Ohne ihre Arbeit gäbe es keine KI. Doch die Betroffenen bleiben unsichtbar, ihre Leistungen werden systematisch entwertet“, sagt Miceli. Ihr Projekt soll Menschen hinter der KI eine Stimme geben. Im Rahmen von ‚Data Workers‘ Inquiry‘ berichten Datenarbeiterinnen und -arbeiter aus erster Hand in eigenen Formaten – von Podcasts über Comics bis zu Reportagen – von Ausbeutung, Widerstand und Solidarität.

In dem Interview beschreibt Miceli, warum Firmen gezielt auf benachteiligte Arbeitskräfte setzen und die eigentliche menschliche Arbeit hinter KI verschleiern. Sie berichtet von psychischen Belastungen, fehlendem Schutz und konkreten Forderungen der Betroffenen an Politik und Wirtschaft nach fairer Bezahlung, rechtlicher Absicherung und Anerkennung ihrer Arbeit. „Viele Firmen verkaufen KI als autonome Technologie. Doch sie beruht auf unsichtbarer, menschlicher Arbeit. Diese Realität wollen wir mit unserem Projekt sichtbar machen“, so Miceli.

Das vollständige Interview lesen Sie hier. Weitere Informationen sowie die Geschichten der Datenarbeiter aus dem Projekt finden Sie auf der Projekt-Homepage.



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