Konsortialstudie zu Vision-Anwendungen gestartet

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Bild: RWTH Aachen University Werkzeugmaschinenlabor WZL der

Das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen University und die WZL Aachen GmbH haben gemeinsam eine zwölfmonatige Studie zum Einsatz von KI-basierten Vision-Anwendungen in der Industrie gestartet. Unter dem Titel ‚MetaVision – Vision Applications powered by the Industrial Metaverse‘ untersucht das interdisziplinäre Forschungsteam, wie sich synthetische Daten, Simulation und maschinelles Lernen für kamerabasierte Systeme in der Produktion und Logistik nutzen lassen. Ziel ist es, praxisnahe Strategien für effizientere, robustere und skalierbare Vision-Anwendungen zu entwickeln.

Industrial Metaverse als technologischer Rahmen

Im Fokus der Untersuchung steht das Konzept des ‚Industrial Metaverse‘, verstanden als digitales Ökosystem, Simulation, digitale Zwillinge, immersive Technologien und KI verknüpft. Damit sollen industrielle Prozesse datenbasiert gestaltet werden. Die Studie adressiert insbesondere das Problem fehlender Trainingsdaten für KI-gestützte Systeme zur Bildverarbeitung. Durch den Einsatz synthetischer Daten lassen sich Anwendungen wie Objekterkennung, visuelles Testen oder Qualitätsprüfung bereits vor dem realen Produktionseinsatz trainieren.

Anwendungsfälle in Produktion und Robotik

Die Konsortialpartner prüfen, wie sich Technologien wie automatisiertes Labeling, digitale Zwillinge und KI-gestützte Simulation für verschiedene industrielle Szenarien einsetzen lassen. Dazu zählen unter anderem visuelle Qualitätskontrolle, Robotik-Handhabung sowie kamerabasierte Inspektionssysteme. Ziel ist es, aus den Ergebnissen unternehmensspezifische Entscheidungsgrundlagen und Handlungsempfehlungen für die Einführung entsprechender Systeme abzuleiten.

Beteiligte Unternehmen und Partner

Zum Konsortium gehören laut WZL Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Accenture, Johnson Electric, KSB, Ligenium, Neura Robotics, Oerlikon, SMS Group, Volkswagen, Vorwerk und ZF Group. Begleitet wird die Studie von einem Team des WZL mit Fachkenntnissen in den Bereichen Computer Vision, Robotik, Simulation und Maschinen-Mensch-Interaktion.

Digitalisierung in der industriellen Praxis

Die Studie soll Unternehmen dabei unterstützen, Potenziale KI-gestützter Vision-Systeme im industriellen Umfeld systematisch zu erschließen. Neben technologischen Erkenntnissen stellt das Projekt den Teilnehmenden ein branchenübergreifendes Netzwerk sowie praxisnahe Leitfäden zur Verfügung, mit deren Hilfe der Einsatz relevanter Technologien bewertet werden kann.



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