Vorlagen für Brainstorming: KI-Anwendungsfälle identifizieren

Automation Innovation technology concept. Businessman pressing button on screen.
Automation Innovation technology concept. Businessman pressing button on screen. – Bild: ©Murrstock/stock.adobe.com
Bild1

Jedes Template besteht aus einer Frage, die jeweils bezogen auf eine Organisation, ihre Zielgruppe, ihren Anwendungsfall oder Ziele spezifiziert werden müssen.

1. Fehlertemplate

Künstliche Intelligenz kann wie ein Detektiv Fehler aufspüren – etwa indem sie mit optischen Sensoren Prozesse und Datenströme überwacht. Bei einer Soll-Ist-Abweichung schlägt das KI-System Alarm. So hilft es Unternehmen, Schwachstellen etwa in der Fertigung, Lagerhaltung oder Kundenbetreuung zu erkennen und zu beheben.

Bild2
Bild: Innolytics AG

2. Prognosetemplate

Künstliche Intelligenz kann auf der Basis von Musteranalysen Vorhersagen treffen. Sie kann prognostizieren, wie stark Zielkunden unter Voraussetzungen wie Wetter, Fördermittel usw. gewisse Leistungen nachfragen oder wie wahrscheinlich eine Maschine unter bestimmten Parametern bald Probleme bereitet. Das Prognosetemplate hilft bei der Bewertung, was diese Vorhersage überhaupt nutzt.

Bild3
Bild: Innolytics AG

3. Beschleunigungstemplate

Das Beschleunigungstemplate hilft, Anwendungsfälle für Prozessautomatisierungen zu identifizieren. Dafür werden die Tätigkeiten eingetragen, die im Betrieb noch manuell ausgeführt werden. Wenn der Prozess in möglichst viele Teilaufgaben zerlegt wird, werden die Ergebnisse besser.

Bild4
Bild: Innolytics AG

4. Individualisierungstemplate

Viele Menschen werden heute von Informationen überflutet. Deshalb scannen sie diese in der Regel nur kurz und entscheiden dann, ob und wie sie darauf reagieren. Dabei gilt für fast alle Kommunikationsprozesse: Individuelle Botschaften erreichen ihre Empfänger besser. Doch wo lohnt sich der anfallende Mehraufwand dafür? Diese Frage, das zu beantworten.

5. Genauigkeitstemplate

Bild5
Bild: Innolytics AG

Entscheidungen fallen oft intuitiv aufgrund von Wissen und Erfahrung. Entsprechend risikobehaftet sind sie dann auch. Gibt es Bereiche, in denen eine Analyse und Erhöhung der Genauigkeit bessere Ergebnisse ergibt? Zuweilen wäre ein KI-Tool hilfreich, das beispielsweise technische Daten oder Marktdaten erfasst und auswertet. Doch wie groß wäre der betriebswirtschaftliche Nutzen des Tools? Das Genauigkeitstemplate hilft bei der Einschätzung.

6. Zufriedenheitstemplate

Bild6
Bild: Innolytics AG

In der Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Lieferanten können Schwierigkeiten auftreten, wenn Infos nicht geliefert werden können, sich Termine verzögern oder die Leistungen nicht passen. Die Zufriedenheit sinkt. Das Zufriedenheitstemplate hilft, Anwendungsfälle zu identifizieren, die dazu beitragen, die Zufriedenheit der verschiedenen Interessengruppen zu erhöhen.

7. Entscheidungstemplate

Bild7
Bild: Innolytics AG

In Unternehmen sind Entscheidungsprozesse oft langwierig. Je mehr Personen und Abteilungen involviert sind, umso komplexer und somit aufwendiger und teurer wird dieser in der Regel. Mit dem Entscheidungstemplate lassen sich Anwendungsfälle im Betrieb identifizieren, wo sich Entscheidungen durch Algorithmen und KI-Systeme wirtschaftlich automatisieren lassen.

Bild8
Bild: Innolytics AG

8. Rentabilitätstemplate

Viele Leistungen sind für Zielkunden durchaus interessant, ihre Erbringung für Unternehmen aber etwa aufgrund ihres Personalaufwands oder nötiger technischer Infrastruktur nicht. Mit KI-Einsatz könnte sich das ändern. Das Rentabilitätstemplate hilft bei der Suche nach Leistungen und Geschäftsmodellen, die sich bislang nicht rechneten, durch KI-Einsatz aber lukrativ werden könnten.

Bild9
Bild: Innolytics AG

9. Vereinfachungstemplate

Während das Freistellen von Objekten in Photoshop traditionell anspruchsvoll ist, genügt auf dem iPhone, das Objekt mit dem eine halbe Sekunde lang zu markieren – schon ist es ausgeschnitten. KI kann Anwendungen deutlich vereinfachen. Mit dem Vereinfachungstemplate lassen sich Anwendungsfälle ermitteln, in denen Vereinfachungen neue Kunden gewinnen oder die Zufriedenheit bestehender Kunden steigern.

Bild10
Bild: Innolytics AG

10. Bedürfnistemplate

Die Verbreitung von KI-Anwendungen in der eigenen, aber auch anderen Organisationen verändert Bedürfnisse und Erwartungen, auch bei Kunden und Interessanten. Veränderungen bergen immer Risiken, aber auch Chancen. Also sollten Unternehmer überlegen, bei welchen Kunden durch die KI neue Bedürfnisse und somit Chancen entstehen. Dabei hilft das Bedürfnistemplate.

Anwendung der Templates

Die Templates dienen dem Prozess der Ideengenerierung für einen potenziellen KI-Einsatz im Betrieb. Dieser sollte dadurch systematischer und strukturierter ablaufen. Mit steigender Qualität, weil bestimmte Bereiche und Anwendungsfälle fokussiert werden. So mancher Vorschlag, den etwa ChatGPT unterbreitet, wird banal und oberflächlich sein. Manager und Unternehmer müssen die Ergebnisse also noch immer bewerten, modifizieren und als Grundlage für eigene Überlegungen nutzen. Wunder vollbringt generative KI nicht.

Hinweis: Die im Artikel beschriebenen Templates sind auch in dieser kostenlosen Veröffentlichung zur KI-Potenzialanalyse enthalten: www.ki-roadmap.de



  • Erwartungen für August steigen deutlich

    Erwartungen für August steigen deutlich

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten, also 12,2…

    mehr lesen: Erwartungen für August steigen deutlich

  • Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Die internetbasierte Veranstaltung IT meets OT am 08. September 2020 bietet Hintergrundwissen zu den zentralen Aspekten von OT- und IT-Architekturen. Dabei werden Fragen adressiert wie: Warum ist Integrität das Schutzziel…

    mehr lesen: Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

  • Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric hat den MES-Anbieter Proleit AG erworben. Mit diesem Schritt will der französische Konzern seine Kompetenzen bei der Software-gestützten Automatisierung erweitern.

    mehr lesen: Schneider Electric übernimmt Proleit

  • Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Im Juli ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex erneut gestiegen — der dritte Anstieg in Folge. Die Bitkom-Branche blickt zudem wieder in die Zukunft. Die Erwartungen an das nächste halbe Jahr liegen wider…

    mehr lesen: Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

  • Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Siemens stellt sein Topmanagement um: Roland Busch übernimmt ab Oktober die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2021. Auf der Hauptversammlung nächsten Februar löst Busch Topmanager Joe Kaeser als Vorstandsvorsitzenden ab. Digital…

    mehr lesen: Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

  • Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Die durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur wurde durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich getroffen. Das zeigt sich auch am deutlichen Orderminus im Maschinen- und Anlagenbau.

    mehr lesen: Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

  • Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Mit Alexander Kläger hat SAP Deutschland seit dem 1. August einen neuen Geschäftsführer. Der 49-Jährige ist seit 2012 für den Software-Konzern tätig.

    mehr lesen: Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

  • Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Das Internet der Dinge setzt sich in großem Stil durch, weil die potenziellen Vorteile immens sind. Ob es sich um Gebäude- und Straßenlichtsensoren, Überwachungskameras, IP-Telefone, Point-of-Sale-Systeme, Konferenzraumtechnik und vieles mehr…

    mehr lesen: Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

  • Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    In jedem dritten Unternehmen (28 Prozent) gab es im letzten Jahr mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Das sind 2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Meist handelte es sich dabei…

    mehr lesen: Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

  • Schwachstellen priorisieren und beheben

    Schwachstellen priorisieren und beheben

    Mit der Vulnerability Mitigation App (VMA) stellt Tufin eine Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, Bedrohungen zu priorisieren und auf diese Weise eine effektive Fehlerbehebung und automatisierte Risikominderung zu…

    mehr lesen: Schwachstellen priorisieren und beheben

  • Emotet ist zurück

    Emotet ist zurück

    Bereits im Februar 2020 berichteten wir von einem Cyberangriff mit dem Trojaner Emotet auf das Berliner Kammergericht. Mehr als 160 Tage nach der letzten bekannten Verbreitung der Schadsoftware konnten Sicherheitsforscher…

    mehr lesen: Emotet ist zurück

  • Simulation Day in München

    Simulation Day in München

    Welche Am 24. September 2020 lädt Machineering Interessenten zum 4. Simulation Day nach München ein. Vor Ort lernen die Teilnehmer die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Simulationssoftware industrialPhysics kennen.

    mehr lesen: Simulation Day in München