Otus eines der weltweit effizientesten HPC-Systeme

Der neue Supercomputer der Universität Paderborn.
Der neue Supercomputer der Universität Paderborn. Bild: Universität Paderborn/Stefan Rohde

Der neue Supercomputer ‚Otus‘ der Universität Paderborn hat vor seiner offiziellen Inbetriebnahme einen internationalen Spitzenplatz erreicht: Auf der Green500-Liste, die Superrechner nach Energieeffizienz bewertet, liegt das System auf Rang fünf weltweit. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen der International Supercomputing Conference (ISC) in Hamburg. Die Green500 ergänzt die Top500-Rangliste, die Rechensysteme nach Leistung gruppiert, indem sie die Energieeffizienz in Watt pro Rechenleistung angibt. Otus wird im Hochleistungsrechenzentrum Paderborn Center for Parallel Computing (PC²) betrieben und ist für wissenschaftliche und industrielle Anwendungen ausgelegt.

Rechenleistung und nachhaltige Infrastruktur

Das neue System verfügt über 142.656 Prozessorkerne, 108 GPUs und basiert auf AMD-Prozessoren der ‚Turin‘-Generation. Ein IBM-Dateisystem bietet fünf Petabyte Speicherkapazität. Im Vergleich zum Vorgängersystem Noctua 2 erzielt Otus etwa die doppelte Rechenleistung. Für eine energieeffiziente Betriebsweise sorgt eine indirekte freie Kühlung; die entstehende Abwärme wird zur Gebäudeheizung genutzt. Der benötigte Strom stammt laut Universität vollständig aus regenerativer, CO?-freier Energie. Auch dadurch setze Otus laut Prof. Dr. Christian Plessl Maßstäbe bei der Verbindung von Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit.

Entwickelt für komplexe Forschungsvorhaben

Otus wurde von Lenovo in Kooperation mit Pro-Com Datensysteme entwickelt und soll eine Vielzahl rechenintensiver Anwendungen ermöglichen – darunter Simulationen in Physik und Chemie, Maschinelles Lernen sowie Quantencomputing. Das System ist erweiterbar mit bis zu 100 FPGA-Karten (Field Programmable Gate Arrays), wodurch es sich auch für die Computersystemforschung eignet. „Damit stehen auch in Zukunft beste Voraussetzungen für wissenschaftliche Arbeiten in verschiedenen Disziplinen zur Verfügung“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Matthias Bauer.

Teil des nationalen HPC-Verbunds

Die rund 14 Millionen Euro teure Beschaffung des Supercomputers wurde im Rahmen des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Neben dem Eigenbedarf der Universität Paderborn steht Otus über den NHR-Verbund auch externen Forschungseinrichtungen bundesweit zur Verfügung. Die Hochschule gehört bereits durch Noctua 2 zu den zehn leistungsstärksten akademischen Rechenzentren in Deutschland. Mit Otus stärkt die Universität ihre Position im nationalen und internationalen HPC-Vergleich.



  • Umsatz im Ausland stabil, Auftragseingänge rückläufig

    Umsatz im Ausland stabil, Auftragseingänge rückläufig

    Nach einem zweistelligen Wachstum im September verzeichnete der Auftragseingang in der Elektroindustrie im Oktober einen Rückgang.

    mehr lesen: Umsatz im Ausland stabil, Auftragseingänge rückläufig

  • Roboter in mehr als jeder zweiten Firma

    Roboter in mehr als jeder zweiten Firma

    70 Prozent der Firmen mit 250 bis 500 Beschäftigen setzen bereits Roboter ein. Mehr Produktivität und geringere Kosten sind die Hauptgründe dafür, wie die Umfrage von Reichelt Elektronik ergab.

    mehr lesen: Roboter in mehr als jeder zweiten Firma

  • Datacenter-Trends für 2020

    Datacenter-Trends für 2020

    Steigende Datenmengen, europäische Cloud-Infrastrukturen, neue Hardware und der Energieverbrauch von Rechenzentren – dies sind aus Sicht des Herborner Unternehmens Rittal zentrale Datacenter-Trends des Jahres 2020.

    mehr lesen: Datacenter-Trends für 2020

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Außenhandel legt zu

    Außenhandel legt zu

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wuchsen die Exporte der deutschen Wirtschaft im Oktober um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe nahmen hingegen ab.

    mehr lesen: Außenhandel legt zu

  • Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

    Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

    Nicht der Mensch bezahlt an der Kasse, sondern das Auto direkt an der Ladesäule. In einer Ökonomie der Dinge könnte dies Wirklichkeit werden. Genau daran forscht Bosch gemeinsam mit der…

    mehr lesen: Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

  • Fraunhofer IKS startet in München

    Fraunhofer IKS startet in München

    In München wurde das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS  eröffnet. Schwerpunkt der Forschung soll auf der Absicherung künstlicher Intelligenz (Safe Intelligence) liegen.

    mehr lesen: Fraunhofer IKS startet in München

  • Auftragseingang sinkt zweistellig

    Auftragseingang sinkt zweistellig

    Nach einer kurzfristigen Entspannung im September liegt der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Oktober elf Prozent unter dem Vorjahreswert.

    mehr lesen: Auftragseingang sinkt zweistellig

  • Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

    Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

    Im Maschinen- und Anlagenbau sind laut der aktuellen Ingenieurerhebung des VDMA 199.800 Ingenieure beschäftigt – Rekordniveau, wie der Branchenverband mitteilt. Dennoch haben die Unternehmen Schwierigkeiten entsprechende Stellen zu besetzen.

    mehr lesen: Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

  • Neues Institutsgebäude für das KIT

    Neues Institutsgebäude für das KIT

    Ab dem nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten am InformatiKOM auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie beginnen. Auf 10.000m² entstehen zwei Gebäude, in denen unterschiedliche Disziplinen zusammengebracht werden…

    mehr lesen: Neues Institutsgebäude für das KIT

  • Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

    Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

    Die große Mehrheit der im Rahmen einer IFS-Studie befragten Unternehmen plant, in KI-Technologien zu investieren. Davon erhoffen sie sich an erster Stelle Produktivitätssteigerungen der Belegschaft.

    mehr lesen: Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

  • Datenschutz und Quantencomputing

    Datenschutz und Quantencomputing

    Im neuen Projekt ‘PQC4MED‘ arbeitet das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit mehreren Partnern an Verfahren daran, medizinische Daten durch updatefähige Systeme langfristig vor Attacken durch Quantencomputer zu…

    mehr lesen: Datenschutz und Quantencomputing