Wie digitale Werkerassistenz Qualitätskosten senkt

Quelle MKey Solution GmbH Werkerassistenz 1
Bild: MKey Solution GmbH

Steigende Rohstoffpreise, enger werdende Margen und wachsende Qualitätsanforderungen erhöhen den Druck auf produzierende Unternehmen, ihre Prozesse konsequent zu optimieren. Ausschuss und Nacharbeit sind dabei oft unterschätzte Kostentreiber. Jeder Fehler im Produktionsprozess bindet Ressourcen, verursacht zusätzlichen Aufwand und beeinträchtigt die Lieferfähigkeit. Digitale Werkerassistenzsysteme setzen genau hier an: Sie unterstützen Mitarbeitende in Echtzeit bei der fehlerfreien Ausführung ihrer Aufgaben und unterstützen so dabei, Qualitätskosten zu senken und Effizienzpotenziale zu erschließen. „In klassischen Produktionsumgebungen werden Qualitätsprobleme häufig erst am Ende eines Prozesses erkannt – etwa in der Endkontrolle. Zu diesem Zeitpunkt sind jedoch bereits Kosten entstanden, sei es durch fehlerhafte Materialien, zusätzliche Arbeitszeit oder verzögerte Auslieferungen“, sagt Michael Kunze, Gründer und Geschäftsführer von MKey Solution (Bild). Digitale Werkerassistenz verfolgt daher einen anderen Ansatz: Fehler sollen gar nicht erst entstehen.

Fehler vermeiden, nicht korrigieren

Mithilfe von Augmented Reality (AR) und digitalen Assistenzsystemen werden Mitarbeitende Schritt für Schritt durch ihre Aufgaben geführt. Sie erhalten relevante Informationen in Echtzeit, die jeweils exakt auf die jeweilige Produktvariante abgestimmt sind. „Es wird beispielsweise angezeigt, welche Komponenten zu verbauen sind, in welcher Reihenfolge Arbeitsschritte erfolgen müssen und worauf besonders zu achten ist. Diese gezielte Unterstützung reduziert Unsicherheiten und minimiert das Risiko von Fehlmontagen erheblich“, erläutert Kunze.

Als einen weiteren Effekt digitaler Werkerassistenz nennt MKey zudem die unmittelbare Rückmeldung während des Arbeitsprozesses. Durch den Einsatz von Bildverarbeitung und Sensorik werden Arbeitsschritte automatisch überprüft. Systeme erkennen beispielsweise, ob Bauteile korrekt positioniert wurden oder ob alle notwendigen Komponenten verbaut sind. Abweichungen werden sofort angezeigt, sodass Mitarbeitende direkt reagieren können. „Fehler werden somit nicht erst am Ende lokalisiert, sondern bereits im Entstehungsprozess korrigiert. Das reduziert nicht nur Ausschuss, sondern verhindert auch, dass sich Fehler durch nachgelagerte Produktionsstufen ziehen und dort zusätzliche Kosten verursachen“, sagt Kunze.

Quelle MKey Solution GmbH Werkerassistenz 2
Bild: MKey Solution GmbH

Ausschuss reduzieren

Die Reduzierung von Ausschuss hat Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Produktionsprozessen. Denn jedes fehlerhafte Produkt verursacht Kosten. Digitale Werkerassistenzsysteme helfen, diese Kosten zu reduzieren. Durch klar strukturierte Arbeitsabläufe, automatische Prüfmechanismen und eine durchgängige Prozessunterstützung nimmt die Fehlerquote ab. „Neben der direkten Fehlervermeidung leisten digitale Assistenzsysteme auch einen wichtigen Beitrag zur Einarbeitung neuer Mitarbeitenden“, weiß Kunze. Ihnen werden Arbeitsabläufe nachvollziehbar vermittelt und sie können schneller produktiv eingesetzt werden.

Zentraler Baustein

Die Standardisierung von Prozessen unterstützt zudem die Produktqualität – unabhängig von Erfahrung oder Tagesform der Mitarbeitenden. Kunze zufolge entwickelt sich digitale Werkerassistenz zunehmend zu einem zentralen Baustein moderner Produktionsstrategien. Unternehmen, die auf diese Technologien setzen, würden nicht nur von geringeren Qualitätskosten profitieren, sondern auch von einer höheren Flexibilität und Reaktionsfähigkeit. „Digitale Systeme zeigen, wie sich dieses Potenzial durch die intelligente Verbindung von Mensch, Prozess und Technologie erschließen lässt. Mit dem Einsatz digitaler Werkerassistenz wird Qualität nicht länger nur kontrolliert, sondern aktiv gesteuert“, so Kunze.



  • Ifo-Geschäftsklimaindex legt auch im August zu

    Ifo-Geschäftsklimaindex legt auch im August zu

    Nach dem durch die Corona-Krise verursachten Einbruch im April, ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im August erneut angestiegen – zum vierten Mal in Folge.

    mehr lesen: Ifo-Geschäftsklimaindex legt auch im August zu

  • Unternehmen nutzen zwei bis vier Anbieter

    Unternehmen nutzen zwei bis vier Anbieter

    Laut einer Studie von Forrester Research nutzen 80 Prozent der Unternehmen Multi-Cloud-Umgebungen für geschäftskritische Anwendungen. Zudem berichten die befragten Unternehmen fast einstimmig von Vorteilen, die durch die Nutzung von Managed…

    mehr lesen: Unternehmen nutzen zwei bis vier Anbieter

  • Wirtschaftskriminalität in Deutschland: Datenklau und Urheberrechtsverletzungen

    Wirtschaftskriminalität in Deutschland: Datenklau und Urheberrechtsverletzungen

    Wie aus einer Studie von KPMG hervorgeht, ist in den vergangenen zwei Jahren etwa ein Drittel der Unternehme Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden. Dabei kommen die Täter nicht nur von außen.

    mehr lesen: Wirtschaftskriminalität in Deutschland: Datenklau und Urheberrechtsverletzungen

  • Forcam übernimmt Industriesoftware-Spezialisten

    Forcam übernimmt Industriesoftware-Spezialisten

    Als neues Tochterunternehmen wird die Ensico GmbH zukünftig zu Forcam gehören. Das Unternehmen bietet u.a. das Produktionsleitsystem ‘E-MES‘ an.

    mehr lesen: Forcam übernimmt Industriesoftware-Spezialisten

  • Exporte im Maschinenbau spürbar gebremst

    Exporte im Maschinenbau spürbar gebremst

    Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im ersten Quartal ein Exportminus von 22,9 Prozent verzeichnet. Im Juni fiel das Minus dabei jedoch weniger stark aus.

    mehr lesen: Exporte im Maschinenbau spürbar gebremst

  • Produktivität und Flexibilität verbinden

    Produktivität und Flexibilität verbinden

    Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt ein Forschungsteam gemeinsam mit Industriepartnern ein neuartiges Produktionsplanungssystem, das die hohe Produktivität und Genauigkeit von Spezialmaschinen mit der Flexibilität von Industrierobotern kombinieren soll.

    mehr lesen: Produktivität und Flexibilität verbinden

  • Hacken mit legitimen Tools

    Hacken mit legitimen Tools

    Sind Cyberattacken einmal in das Unternehmensnetzwerk eingedrungen, nutzen Hacker oftmals auch legitime Tools für weitere Aktivitäten, was die Angriffserkennung erschwert. Dies hat eine Analyse von Kaspersky ergeben.

    mehr lesen: Hacken mit legitimen Tools

  • Altair übernimmt Simulations-Anbieter S&WISE

    Altair übernimmt Simulations-Anbieter S&WISE

    Mit der Übernahme von S&WISE erweitert Altair sein Simulationsangebot um eine Polyurethanschaum-Simulationslösung.

    mehr lesen: Altair übernimmt Simulations-Anbieter S&WISE

  • Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

    Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

    Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieurbereich um 23,7 Prozent zurückgegangen, im Gegenzug stieg die Arbeitslosigkeit in diesem Sektor um 38,6 Prozent an. Das geht aus dem Ingenieurmonitor…

    mehr lesen: Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

  • IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

    IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

    Steuerungsspezialist IBHsoftec und der Anbieter von Fernzugriffslösungen Teamviewer haben eine gemeinsame Lösung vorgestellt. Diese bietet weitreichende Funktionen zur Ferninstallation, Fernüberwachung und zum Fernzugriff auf industrielle Steuerungstechnik.

    mehr lesen: IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

  • Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

    Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

    Der MES-Hersteller iTAC besetzt den Posten Director Professional Service. Der Manager Michael Leonhardt wird sich künftig um die Service- und Qualitätsorientierung der Dürr-Tochter kümmern.

    mehr lesen: Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

  • Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit

    Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit

    Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ging im Juli auf 5,6 Millionen zurück, gegenüber 6,7 Millionen im Juni. Doch während immer mehr Händler und Dienstleister aufatmen können, sinken die Zahlen…

    mehr lesen: Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit