Vom Shopfloor bis ins Büro – alle Teams per App verbunden

Flip kann Informationen aus zahlreichen Standard-Anwendungen in der mobilen App bereitstellen.
Flip kann Informationen aus zahlreichen Standard-Anwendungen in der mobilen App bereitstellen. – Bild: Flip GmbH

Flip ist eine IT-Plattform zur Digitalisierung der Arbeitsumgebung operativer Mitarbeitender. Sie stellt Kommunikations- und Produktivitätsfunktionen auf mobilen Endgeräten bereit und verbindet so Shopfloor-Mitarbeiter mit Büroangestellten. Die App fungiert als Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und der Belegschaft im operativen Bereich und unterstützt diese bei Aufgaben wie interner Kommunikation, Onboarding und Aufgabenverwaltung.

Die App ist auf den Einsatz in mittelständischen und großen Unternehmen ausgelegt, die einen hohen Anteil an operativen Mitarbeitenden beschäftigen. Erfahrungswerte zufolge kann sich der Einsatz dann besonders auszahlen, wenn etwa 40 Prozent der Belegschaft außerhalb klassischer Bürostrukturen tätig sind. Zu den insgesamt rund 500 anwendenden Unternehmen zählen unter anderem Babor Beauty Group, Bauder, Bosch, Elasto, Mahle und Porsche.

Eine Integrationsplattform

Die Anwendung basiert auf einer Integrationsplattform, über die Prozesse und Funktionen abgebildet werden. Als native Funktionen für die mobile App stehen etwa Chat, Newsfeed, Posting-Funktion, Live-Streaming, Video und Audio, Kalender sowie Aufgabenverwaltung (Tasks) bereit. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform die Einbindung weiterer Systeme über Standard-Konnektoren und Templates. So lassen sich unternehmensspezifische Workflows abbilden sowie Informationen und Interaktionen für Shopfloor-Mitarbeitende auf mobilen Endgeräten bereitstellen. Zu den integrierbaren Systemen zählen unter anderem SAP, Microsoft SharePoint sowie Atlassian-Anwendungen wie Jira und Confluence, ferner Personio im Bereich HR-Management oder Workday zur Unterstützung von Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmenssteuerung.

Implementierung und Customizing

Implementierung und Anpassung der Anwendung (Customizing) werden vom Softwareanbieter übernommen. Die Bereitstellung der Konnektoren soll eine zügige Umsetzung der Projekte ermöglichen. Neben weit verbreiteten Business-Systemen können auch andere Anwendungen eingebunden werden – sofern diese über geeignete Programmierschnittstellen (APIs) verfügen.

Die Projektumsetzung – ein Beispiel

Die Projektdauer hängt von Unternehmensgröße und dem kundenspezifischen Zuschnitt der mobilen App ab. Für ein Unternehmen mit etwa 1.000 bis 5.000 Mitarbeitenden liegt der zeitliche Rahmen der Implementierung nach Angaben des Anbieters typischerweise bei drei bis vier Wochen. Der interne Ressourcenbedarf wird auf einen Manntag pro Woche während des Projektzeitraums beziffert. Der Roll-out kann als Big Bang oder gestaffelt über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten erfolgen, letzteres stellt die häufigere Vorgehensweise dar. Im Vorfeld führt Flip mit dem Auftraggeber drei Workshops durch: zur Erarbeitung der Inhalte, zur Rollen- und Rechtevergabe sowie zum User-Provisioning – also zur Verwaltung von Benutzerkonten und Zugriffsrechten.

Mit der App arbeiten

Nach Abschluss des Projekts sollen operative Mitarbeitende direkt mit der App arbeiten können – ohne separate Schulung oder zusätzliche Einarbeitung. Büroangestellte, die Informationen für die Shopfloor-Nutzer bereitstellen, nutzen ihrerseits entweder mobile Endgeräte oder Desktop-Systeme. Inhalte, die etwa über Microsoft SharePoint erstellt werden, lassen sich mit wenigen Klicks an Zielgruppen synchronisieren – eine zusätzliche Lizenzierung ist hierfür nicht erforderlich.

Aufwand für Administration und Wartung

Auch für Administration und technische Wartung der Anwendung ist Flip zuständig. Dazu zählt unter anderem die regelmäßige Bereitstellung von Updates oder neuer Funktionen. Interne IT-Verantwortliche werden dabei einbezogen und können etwa entscheiden, ob neue Leistungsmerkmale übernommen werden sollen. Laut Anbieter beträgt die garantierte Verfügbarkeit in den Service-Level-Agreements (SLAs) über 99 Prozent. Der Support wird kontinuierlich bereitgestellt.

Mobile Device Management für BYOD

Für den Einsatz der App müssen Unternehmen nicht unbedingt neue mobile Endgeräte beschaffen. Die Anwendung kann auch auf privaten Geräten der Mitarbeitenden eingesetzt werden (BYOD). Dabei sollen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen durch Mobile Device Management (MDM) auf App-Ebene erfüllt werden. Unternehmensbezogene Informationen sind so isoliert gesichert, ohne die Nutzungsmöglichkeit der App einzuschränken.

Der Einsatz im Unternehmenskontext

In produzierenden Unternehmen wird der Einsatz der App als hilfreich bewertet, unter anderem für den zeitnahen, zielgruppenspezifischen Informationsaustausch zwischen Produktions- und Büroteams. Auch eine verbesserte Feedback-Kultur sowie standortübergreifende Interaktion und Kommunikation werden berichtet. Flip kann zudem eine Ergänzung zu bestehenden Intranets darstellen. Eine Übersetzungsfunktion unterstützt die internationale Verständlichkeit.

Zusätzlich zur internen Kommunikation kann der Einsatz der App auch psychosoziale Aspekte beeinflussen. So sollen der Aufbau interpersoneller Beziehungen und Belastungsreduktion gefördert werden. Eine mit der Boston Consulting Group (BCG) durchgeführte Studie verweist darauf, dass Anerkennung und Wertschätzung das Betriebsklima nachhaltig beeinflussen können – mit Auswirkungen auf Fehlzeiten, Fluktuation, Bindung und Produktivität.



  • Nächste Management-Generation bei Siemens

    Nächste Management-Generation bei Siemens

    Siemens-CEO Joe Kaeser hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er keine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Er wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens Energy vorgeschlagen.

    mehr lesen: Nächste Management-Generation bei Siemens

  • Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Die Industrie setzt IoT-Lösungen vornehmlich in der Produktion, bei der Zeiterfassung und in der Lagerverwaltung ein. Dies geht aus einer Befragung hervor, die Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurde.

    mehr lesen: Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

  • Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Finanzmarktexperten rechnen damit, dass die Corona-Pandemie das globale reale Bruttoinlandsprodukt erheblich belasten wird. Insbesondere die deutsche Wirtschaft wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Blick auf einzelne Branchen schwanken die…

    mehr lesen: Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

    Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

    Das Coronavirus könnte Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Das geht aus aktuellen Berechnungen des…

    mehr lesen: Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

  • VDMA-Tagung verschoben

    VDMA-Tagung verschoben

    Die VDMA-Tagung Production Excellence, die am 28. April hätte stattfinden sollen, ist auf die zweite Oktoberhälfte verschoben worden.

    mehr lesen: VDMA-Tagung verschoben

  • IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen

    IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen

    Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht in einer Vorausschau für das laufende Jahr davon aus, dass das BIP im Jahr 2020 um zwei Prozent sinken wird. Im Zuge…

    mehr lesen: IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen

  • IFR: Neuer Präsident und Vizepräsident

    IFR: Neuer Präsident und Vizepräsident

    Mit Milton Guerry (Schunk USA) hat die International Federation of Robotics einen neuen Präsidenten. Klaus König (Kuka) übernimmt das Amt des Vizepräsidenten.

    mehr lesen: IFR: Neuer Präsident und Vizepräsident

  • Fraunhofer-Gesellschaft und IBM starten Quantencomputing-Kooperation

    Fraunhofer-Gesellschaft und IBM starten Quantencomputing-Kooperation

    Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung haben die Fraunhofer-Gesellschaft und IBM eine Kooperation gestartet, die Quantencomputing in Deutschland voranbringen soll.

    mehr lesen: Fraunhofer-Gesellschaft und IBM starten Quantencomputing-Kooperation

  • Maschinenbau spürt die Störungen der globalen Lieferketten

    Maschinenbau spürt die Störungen der globalen Lieferketten

    Die Corona-Pandemie zeigt in dem von globalen Wertschöpfungsnetzwerken geprägten Maschinenbau messbare Folgen. Schon jetzt spüren knapp 60% aller Betriebe Beeinträchtigungen der Lieferketten, wenngleich die Auswirkungen überwiegend noch als ‚gering bis…

    mehr lesen: Maschinenbau spürt die Störungen der globalen Lieferketten

  • Wirtschaftskriminalität: Deutsche Unternehmen unzureichend abgesichert

    Wirtschaftskriminalität: Deutsche Unternehmen unzureichend abgesichert

    Knapp die Hälfte aller deutschen Unternehmen war in den letzten 24 Monaten Opfer von Wirtschaftskriminalität.

    mehr lesen: Wirtschaftskriminalität: Deutsche Unternehmen unzureichend abgesichert

  • Peter Bühringer leitet Stäubli Robotics Bayreuth

    Peter Bühringer leitet Stäubli Robotics Bayreuth

    Stäubli Robotics Bayreuth hat mit Peter Pühringer seit Anfang März einen neuen Geschäftsführer.

    mehr lesen: Peter Bühringer leitet Stäubli Robotics Bayreuth