Tief verankerte QM-Software bei Bekuplast: Qualität strategisch integriert

A43A3134 Bearbeitet
Bild: Babtec Informationssysteme GmbH

Seit der Gründung im Jahr 1985 hat sich Bekuplast von den Ursprüngen in der Agrarbranche zu einem vielseitigen Anbieter von Mehrwegtransportverpackungen entwickelt – u.a. mit Produkten für den Handel, die Intralogistik und die Pooling-Industrie. Mit Hauptsitz in Deutschland entwickelt, produziert und vertreibt Bekuplast Behälter, Trays und Paletten aus Kunststoff, mit denen die meisten im alltäglichen Leben bereits in Berührung gekommen sein dürften. Zusammen mit seinen Kunden erarbeitet der Hersteller Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen und Anwendungsfälle – vom spezifischen Modell bis hin zur Serienfertigung. Sonderanfertigungen sind für das Unternehmen das Kerngeschäft, was wiederum ein Grund war, den nächsten Schritt in der Sicherung der Qualität und der Automatisierung der Prozesse zu gehen.

Die Wahl der CAQ-Werkzeuge

Bereits 2015 implementierte die Firma die QM-Software von Babtec, um in der ersten Phase Prüfpläne abzubilden, Maßnahmen zentral zu bearbeiten und das Reklamationsmanagement zu gestalten. Die Implementierung der Software verlief reibungslos. Unter der Leitung der IT-Abteilung von Bekuplast und mit Unterstützung durch das Softwarehaus wurden die Systeme zügig aufgesetzt. Trotz anfänglicher kleinerer Probleme mit den Maschinen konnte der Rollout ohne Verzögerungen abgeschlossen werden.

Konnektivität ist der Schlüssel

Die Qualitätssicherungsabteilung des Unternehmens arbeitet seither intensiv mit der QM-Software, wobei die Integration von Schnittstellen zu Messgeräten wie Faro-Messarmen und heute auch Zeiss-Laservermessungen eine zentrale Rolle spielt. Die Messdaten werden in die Software übermittelt und dort ausgewertet. Jede Reklamation wird intern und extern professionell bearbeitet, wobei über die browserbasierte Oberfläche BabtecQ Go auch Mitarbeitende etwa aus dem Vertrieb in den Prozess eingebunden werden können. Die QM-Software ist allerdings nicht nur an die Messmaschinen angebunden, sondern auch etwa an das ERP-System und MES. Diese Schnittstellen ermöglichen einen Stammdatenaustausch mit der QM-Software und geben den Mitarbeitenden so Einblick in den Produktionsstatus. Durch regelmäßige Aktualisierungen erleichtert die Software die Entscheidung, ob eine neue Prüfung erforderlich ist, was zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität beiträgt.

Qualität in der Unternehmens-DNA verankert

Bei Bekuplast zieht sich Qualität durch die gesamte Organisation und prägt die tägliche Arbeit. Die Qualitätsziele werden gemeinsam mit der Geschäftsführung festgelegt und im Laufe des Jahres kontinuierlich überwacht. Die Software von Babtec hat sich in diesem Kontext als unverzichtbar erwiesen. Das neu eingeführte Reklamationsmanagement hat nicht nur die Bearbeitungszeiten verkürzt, sondern auch zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse beigetragen. Die digitale Nachverfolgbarkeit führt dazu, dass keine Maßnahme verloren geht oder unbearbeitet bleibt. Und sie unterstützt die Fehlerbeseitigung, um die wenigen Reklamationen weiter zu reduzieren.

Jede Verbesserung zählt

Doch auch abseits der Reklamationen unterstützt die Software den Hersteller beim Qualitätsmanagement. Im Unternehmen hat neben der internen Auditierung sowie der Zertifizierung auch das kontinuierliche Verbesserungsmanagement (KVP) sehr hohe Priorität. Ortsbegehungen und die damit einhergehende Nutzung von Checklisten führen zügig zu Maßnahmen und Aufgaben, die digital zentral erfasst und nachverfolgt werden. Die Mitarbeitenden im Werk erhalten spezifische Prüfaufträge, wie z.B. das Überprüfen des Behältergewichts, um die Ausschussrate zu reduzieren. Durch die Zuordnung von Maßnahmen und die konsequente Beseitigung von Ursachen bleiben keine Schritte unbeachtet, was die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse begünstigt.

Strategische Prozessintegration

Die Software kommt über weite Strecken in der Standardversion zum Einsatz. Nur in seltenen Fällen waren Customizings erforderlich, welche der Softwareanbieter dann effizient umsetzte. So stellte Bekuplast die Software von Beginn in das Zentrum der Qualitätsarbeit und richtete die eigenen Prozesse darauf aus. Diese Integration war ein strategischer Meilenstein: Mit den erzielten Effekten konnte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Kundenbeziehungen stärken.

Es gibt genug zu tun

In der Zukunft plant der Kunststoffhersteller, beispielsweise das Lieferantenmonitoring mit dem entsprechenden Modul der QM-Anwendung digital abzubilden. Ebenso soll die Arbeitssicherheit durch HSE-Maßnahmen (Health, Safety, Environment) über das System weiter strukturiert werden – erste HSE-Maßnahmen werden bereits heute mit Babtec abgebildet. Checklisten und Begehungen sollen künftig dazu beitragen, Gefahrenstellen effizienter zu identifizieren und zu beseitigen. Darüber hinaus könnte auch schon in naher Zukunft die vorbeugende Instandhaltung zur Performanceüberwachung von Maschinen und zur Vermeidung von Störungen interessant werden. Sicher ist also: Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen im Dienst des Qualitätsmanagements hat gerade erst begonnen.



  • Mehr Angriffe, mehr Lösegeld, doppelt Erpresst

    Mehr Angriffe, mehr Lösegeld, doppelt Erpresst

    Nach einer Analyse des Technologie-Dienstleisters NTT haben Ransomware-Attacken ein neues Rekordniveau erreicht: Bis zum Jahresende müssen sich Unternehmen alle elf Sekunden auf einen Angriff mit Erpresser-Schadsoftware einstellen. Dabei nutzen Cyberkriminelle…

    mehr lesen: Mehr Angriffe, mehr Lösegeld, doppelt Erpresst

  • Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

    Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

    In Deutschland nutzen die Menschen laut einer G Data-Erhebung zu selten sichere Passwörter, Antiviren-Programme oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Damit steigt das Risiko im beruflichen und auch im privaten Bereich.

    mehr lesen: Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

  • Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

    Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

    In dieser Woche erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 37Mio.€.

    mehr lesen: Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Peter Schneck wird Cenit-CEO

    Peter Schneck wird Cenit-CEO

    Peter Schneck wird Mitglied des Vorstands bei der Cenit AG und übernimmt zum 1. Januar 2022 die Position des CEO. Er folgt auf Kurt Bengel der das Unternehmen plangemäß zum…

    mehr lesen: Peter Schneck wird Cenit-CEO

  • Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

    Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

    Der McKinsey ‘Quantum Technology Monitor’ zeigt eine Zunahme der globalen Markt – und Technologieentwicklungen von Quantentechnologien. Dabei sind die angekündigten Investitionen im laufenden Jahr dreimal so hoch wie in 2020.

    mehr lesen: Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

  • Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

    Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

    Nach einem Rückgang im August ist der Ifo-Geschäftsklimaindex auch im September gesunken. Belastet werden die Zahlen dabei durch die schlechtere Stimmung in der Industrie.

    mehr lesen: Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

  • Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

    Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

    Yaskawa hat den Grundstein für eine neue Europa-Zentrale in Hattersheim gelegt. Das Unternehmen investiert rund 23Mio.€ in den neuen Standort.

    mehr lesen: Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

  • VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

    VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

    Der VDMA Robotik + Automation hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Als neuer Vorsitzender folgt Hahn Automation-CEO Frank Konrad auf Wilfried Eberhardt.

    mehr lesen: VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

  • Siemens und Zscaler kooperieren

    Siemens und Zscaler kooperieren

    Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.

    mehr lesen: Siemens und Zscaler kooperieren

  • Bechtle erwirbt Open Networks

    Bechtle erwirbt Open Networks

    Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250…

    mehr lesen: Bechtle erwirbt Open Networks

  • Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen

    Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen

    Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat…

    mehr lesen: Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen