Künstliche Intelligenz und Mensch im Zusammenspiel

kw2434 weasl werker am monitor
Bild: ©FOTO Eak/shutterstock.com / Isax GmbH & Co. KG

Die Diskussion um künstliche Intelligenz in der Industrie wird von Automatisierung, Robotik und autonomen Systemen geprägt. Der KI-Einsatz weckt dabei hohe Erwartungen. Doch in der Praxis zeigt sich oft, dass die Technologie allein keine Produktionsprobleme löst. Ohne verlässliche Prozesse, strukturierte Daten und aktive Einbindung der Menschen bleibt sie reine Rechenleistung.

Auf dem Shopfloor werden Entscheidungen, Abweichungen und Erfahrungswerte von klassischen IT-Systemen oft nicht oder unzureichend erfasst. Arbeitsanweisungen liegen auf Papier vor, Rückmeldungen erfolgen verzögert, Qualitätsdaten werden fragmentiert dokumentiert. In der Folge sind Systeme zwar digital aufgestellt, aber nicht wirklich verbunden. KI findet in dieser Umgebung kaum verwertbaren Kontext und kann entsprechend wenig bewirken.

Der Mensch, Kontext und Qualität

Produzierende Unternehmen stehen vor Herausforderungen wie steigender Variantenvielfalt, wachsendem Dokumentationsaufwand und dem Fachkräftemangel. Das Erfahrungswissen einzelner Mitarbeitender wird somit immer wichtiger. Es ist aber selten systematisch verfügbar. Und das hat konkrete Folgen: Neue Mitarbeitende benötigen lange Einarbeitungszeiten, Fehlerquoten steigen. Der Hebel liegt deshalb nicht in der vollständigen Automatisierung, sondern in der gezielten digitalen Unterstützung des Menschen. Werden Mitarbeitende geführt, entlastet und befähigt, dann adressiert dies saubere Prozesse, konsistente Daten und verlässliche Qualität. Auf dieser Basis kann KI sinnvoll analysieren, optimieren und perspektivisch automatisieren.

Connected-Worker-Plattformen unterstützen den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Connected-Worker-Plattformen unterstützen den Einsatz künstlicher Intelligenz. – Bild: ©1st footage/shutterstock.com / Isax GmbH & Co. KG

Grundlage für den KI-Einsatz

Hier setzen Connected-Worker-Plattformen an. Sie digitalisieren Arbeitsabläufe direkt am Shopfloor und stellen Mitarbeitenden kontextbezogen die Informationen bereit, die sie für den jeweiligen Arbeitsschritt benötigen. Digitale Arbeitsanweisungen, qualifikationsgerechte Führung, integrierte Qualitätsprüfungen und automatische Dokumentation bilden das Fundament. Ein zentraler Aspekt ist die durchgängige System- und Datenintegration. Auftragsdaten aus dem ERP-System, Rückmeldungen an die MES-Software, Qualitätsdaten für CAQ-Anwendungen sowie Maschinendaten aus IoT-Umgebungen werden miteinander verknüpft. Dadurch entsteht eine einheitliche Prozesssicht, in der menschliche Arbeit als eine zentrale Datenquelle dient.

Mitarbeiter befähigen

Mit der Software Weasl setzt das Unternehmen Isax auf Befähigung der Beschäftigten und unterstützt diese durch digitale Prozessführung. Neben Werkerführung bietet die Plattform auch Möglichkeiten zur Orchestrierung: Digitale Anleitungen, Qualitätslogiken und automatische Dokumentation schaffen so eine verlässliche Datenbasis – unabhängig davon, ob ein Mensch, eine Maschine oder perspektivisch auch ein Roboter den Arbeitsschritt ausführt.

Handlungsfähigkeit unterstützen

Der KI-Einsatz wird in den nächsten Jahren weiter voranschreiten. Wirksam wird die Technologie dort, wo Prozesse klar, Daten verlässlich und Menschen aktiv eingebunden sind. Connected-Worker-Plattformen bilden hier Grundlage und und unterstützen die Handlungsfähigkeit der Belegschaft.



  • Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl zukünftig als Geschäftsführer, gemeinsam mit Gründer Ronnie Vuine, das Berliner Robotik-Startups Micropsi Industries.

    mehr lesen: Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

  • Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    45 Prozent des weltweiten Roboterangebots kommt aus Japan. Wie die International Federation of Robotics mitteilt, wurden im Jahr 2020 136.069 Industrieroboter von dort aus exportiert.

    mehr lesen: Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

  • Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert 17 Mrd.€ in zwei neue Halbleiterfabriken in Magdeburg. Insgesamt sollen der in den nächsten zehn Jahren bis zu 80Mrd.€ in die europäische Chip-Herstellung fließen.

    mehr lesen: Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

  • QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    25 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus ganz Deutschland tun sich im im Projekt QSolid zusammen, an dessen Ende ein in Deutschland hergestellter Quantencomputer stehen soll.

    mehr lesen: QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

  • Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich negativ auf deutsche Unternehmen aus. Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sorgen vor allem hohe Energiepreise und fehlende Gaslieferungen für…

    mehr lesen: Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

  • Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf die Maschinen- und Anlagenbauer aus. Laut Blitz-Umfrage des VDMA sehen 85 Prozent der Firmen den Krieg als gravierendes oder merkliches Risiko für…

    mehr lesen: Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

  • Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Fernando Colas soll bei Omron den Bereich Industrieautomation in der EMEA-Region leiten. Er löst damit Seigo Kinugawa ab.

    mehr lesen: Omron ernennt CEO für EMEA-Region

  • Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    In ihrem ICS Risk & Vulnerability Report melden die Security-Spezialisten von Claroty, dass immer mehr Schwachstellen von industriellen Kontrollsysteme offengelegt werden. Laut Studienautoren sei dies ein Zeichen dafür, dass das…

    mehr lesen: Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

  • Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Seit November vergangenen Jahres fungiert Graham Smith als Interims-CEO bei Splunk. Ab April soll nun Gary Steele die Geschicke des Datenanalyse-Spezialisten leiten.

    mehr lesen: Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

  • Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Zum Höhepunkt der Omikron-Welle im Februar ist der Homeoffice-Anteil im Vergleich zum Januar annähernd gleich geblieben und blieb nach Angaben des Ifo Instituts rund drei Prozentpunkte unter dem Höchstwert aus…

    mehr lesen: Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

  • Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Mit einem Auftragsplus von real 19 Prozent im Januar sind die Maschinen- und Anlagenbauer in das neue Jahr gestartet. Positive Signale kamen dabei sowohl aus dem Aus- als auch aus…

    mehr lesen: Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

  • Heller beteiligt sich an IGH Infotec

    Heller beteiligt sich an IGH Infotec

    Der Werkzeugmaschinenbauer Heller beteiligt sich an IGH Infotec. Dadurch soll die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen intensiviert werden.

    mehr lesen: Heller beteiligt sich an IGH Infotec