Hans Michael Krause von Bosch Rexroth zur Partnerwelt CtrlX World

ctrlX Automation ctrlX World Header 22x13cm RGB
Bild: Bosch Rexroth AG

Denn Fertigung hat sich verändert. Sie ist heute nicht mehr nur ein Maschinenpark bestehend aus Hardware – sie ist mit steigendem Anteil auch Software, Datenintelligenz, Security, Flexibilität. Wer schnell auf neue Anforderungen reagieren muss, kann nicht länger auf geschlossene Systeme und proprietäre Logiken setzen. Was Unternehmen jetzt brauchen, ist ein offenes Betriebssystem mit Ökosystem für die Automatisierung. Eine Welt, in der Partner, Software und Innovationen zusammenspielen – mit kompromisslosem Anwendungsfokus, modular, zukunftssicher. Und genau darauf ist das CtrlX OS Ecosystem ausgerichtet.

Die dazugehörige Partnerwelt CtrlX World vereint inzwischen über 100 Unternehmen, die eines verbindet: die Co-Creation. Ziel ist dabei nicht die maximale Kontrolle über eigene Silos – wie es in traditionellen Systemlandschaften oft der Fall ist – sondern die gemeinsame Schaffung von Mehrwert. Und zwar direkt für die Anwendenden. Fertigungsunternehmen profitieren damit von einer wachsenden Vielfalt an Apps, Funktionen und Integrationslösungen – rund um zentrale Zukunftsthemen wie Cybersecurity, KI, Engineering, Datenanalyse und IoT. Die App-Vielfalt im CtrlX OS Store entwickelt sich rasant – und meist sehr eng am Bedarf der Industrie.

Hans Michael Krause, Leiter Partner Ecosystem, Business Unit Automation & Electrification Solutions, 
Bosch Rexroth AG
Hans Michael Krause, Leiter Partner Ecosystem, Business Unit Automation & Electrification Solutions, Bosch Rexroth AG – Bild: Bosch Rexroth AG

Security ist Voraussetzung

Aktuell wächst in der CtrlX World unter anderem das Security-Angebot kontinuierlich: von dedizierten Security-Apps bis hin zu Lösungen für Monitoring, Zugriffskontrolle und Netzwerksegmentierung. Unsere Partner wie TXOne oder Paessler bringen in diesen Bereichen tiefgreifendes Know-how ein – in Form von Anwendungen, die sich mit wenigen Klicks integrieren lassen.

Noch vor wenigen Jahren war Cybersicherheit für viele ein lästiges Randthema. Heute ist sie ein kritischer Wettbewerbsfaktor – nicht zuletzt durch den neuen Cyber Resilience Act (CRA), der seit Ende 2024 in Kraft ist und mit dem Unternehmen vor der Aufgabe stehen, ihre digitalen Produkte umfassend sicher zu gestalten.

Auf Risiken reagieren

Die Anforderungen sind klar definiert: Hersteller digitaler Produkte, müssen Sicherheitsmaßnahmen konsequent in Design, Entwicklung und Lebenszyklus integrieren. Der Fokus liegt auf Verbraucherschutz, Transparenz, der Vermeidung von Sicherheitslücken und einer besseren Reaktionsfähigkeit bei Cyberbedrohungen. Zudem zielt der CRA darauf ab, wirtschaftliche Schäden durch Hackerangriffe zu reduzieren und das Vertrauen in digitale Technologien zu stärken.

Wir haben diese Herausforderungen früh antizipiert. Unser Linux-basiertes industrielles Betriebssystem wurde konsequent sicher entwickelt: Secure by Design, Secure by Default und zertifiziert nach IEC62443-4-2 durch den TÜV Rheinland. Es ist bereit für den CRA – und es bietet ein stabiles Fundament für Partner und Anwendende, um eigene Sicherheitsstrategien effizient umzusetzen.

Vom Buzzword zum Werkzeug

Auch künstliche Intelligenz treibt uns im Moment alle um. KI hat sich ihren Platz in der industriellen Automatisierung längst gesichert. Sie steckt nicht mehr nur in Forschungsprojekten, sondern in Anwendungen: zur Analyse von Produktionsdaten, zur Vorhersage von Stillständen, zur visuellen Inspektion, in der Softwareentwicklung.

Immer mehr unserer Partner bringen ihr KI-Wissen in unseren Marktplatz ein. Als eigenständige Apps oder als Bestandteil ihrer Automatisierungslösungen. Ein Beispiel ist Die Lösung prognostiziert mithilfe von Algorithmen den nächsten Anlagenstillstand und visualisiert erwünschte Entwicklungen auf dem Shopfloor in Echtzeit. Das trägt zur operativen Exzellenz bei und hilft nicht nur den Führungskräften, sondern soll auch das Team an der Linie motivieren. KI wird zum verbindenden Element zwischen Technik und Mensch.

Auch in der Entwicklung ist KI heute produktiv: Mit Coding-Assistenten und datengestütztem Engineering können heute Anwendungen schneller realisiert und Fehlerquellen frühzeitig erkannt werden. CtrlX World dient als Raum, in dem diese Werkzeuge entstehen, getestet und weitergedacht werden – gemeinsam, nicht isoliert.

Optionen statt Grenzen

In Zeiten wachsender Komplexität brauchen Unternehmen keine zusätzlichen Abhängigkeiten, sondern Optionen. Unser Ökosystem schafft einen digitalen Raum für industrielle Vielfalt. Einen Marktplatz, auf dem funktionierende Anwendungen bereitstehen. Einen Ort, an dem Unternehmen mit- statt nebeneinander arbeiten.

Ob Engineering-Tools von Machineering, MES-Anbindungen von MPDV oder Datenanalysen durch OEE.AI – jede Anwendung erweitert das Angebot und macht das Ökosystem und den Automatisierungsbaukasten CtrlX Automation attraktiver, auch indem es die Wahlfreiheit für Anwendende erhöht. Mit jedem neuen Partner wächst das Potenzial für gemeinsame Innovationen.

Was früher als proprietärer Wettbewerb gedacht wurde, ist heute ein kollektives System für die Industrie. Denn klar ist: Die Herausforderungen in der Fertigung – vom Fachkräftemangel über Nachhaltigkeitsziele bis hin zur Cyberresilienz – lassen sich nur gemeinsam lösen. Durch offene Plattformen, geteiltes Wissen, echte Partnerschaften.

Bereit für den nächsten Schritt

Die Automatisierung steht an einem Wendepunkt – getrieben von regulatorischen Anforderungen, wachsendem Innovationsdruck und dem kontinuierlichen Wandel in der Fertigung. Unsere Partnerlandschaft kann Antwort auf diese Herausforderungen bieten.

Ich lade Sie ein, die Anwendungen kennenzulernen. Vielleicht ist es ein smarter KI-Algorithmus, der Sie überzeugt. Vielleicht ein Security-Modul. Vielleicht die einfache Integration einer Simulation. Was auch immer es ist: Sie werden sehen, dass der Zugriff auf industrielle Innovation heute oft einfacher ist als gedacht.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Ihr Hans Michael Krause



  • Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

    Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

    Der Folienhersteller Allvac hat seine Produktion modernisiert und setzt dabei nicht nur auf neue Technik, sondern auch auf regenerative Energie. Dafür hat die Firma in Waltenhofen in Bayern über zehn…

    mehr lesen: Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

  • IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

    IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

    Manhattan Associates und Vanson Bourne haben in Deutschland 200 Lieferketten-Spezialisten zum Stand ihrer Warehouse Operations befragt. Dabei kam heraus, dass sich die Branche mit vielen Belastungen und Unsicherheitsfaktoren konfrontiert sieht.…

    mehr lesen: IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

  • Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

    Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

    T-Systems hat mit Elke Anderl eine neue Vertriebs- und Marketingchefin. Sie übernimmt das Amt zum 1. September von Urs M. Krämer.

    mehr lesen: Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

  • Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

    Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

    Die Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland mussten im ersten Halbjahr 2024 deutliche Einbußen auf den Auslandsmärkten hinnehmen.

    mehr lesen: Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

  • Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

    Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

    Vinci Energies hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Fernao-Gruppe, einem Anbieter von Cybersecurity-Dienstleistungen in Deutschland und der Schweiz, unterzeichnet.

    mehr lesen: Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

  • Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

    Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

    Ab sofort ist die Anmeldung für die Open Community Experience (OCX 2024) möglich. Die Konferenz in Mainz richtet sich an verschiedene Open-Source-Communities, u.a. aus den Bereichen Automotive & Mobilität, Cloud…

    mehr lesen: Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

  • Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

    Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

    Der aufgeschobene Umstieg auf SAP S/4 Hana und die Zurückhaltung bei Innovationen prägen das Handeln vieler Unternehmen, so eine Studie des Marktforschungsunternehmens ISG.

    mehr lesen: Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

  • Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

    Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

    Um Datenräume in der Logistik geht es im Rahmen der Gaia-X Roadshow, die am 17. September Station in Dortmund macht.

    mehr lesen: Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

  • Bain analysiert den Markt für generative KI

    Bain analysiert den Markt für generative KI

    Auch abseits der großen KI-Modelle tut sich viel auf dem Markt für generative künstliche Intelligenz. Was? Das hat die Unternehmensberatung Bain & Company untersucht und Anbieter unter die Lupe genommen.

    mehr lesen: Bain analysiert den Markt für generative KI

  • So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    Im Jahr 2023 wurden wieder mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dennoch hat der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen ein Rekordhoch erreicht.

    mehr lesen: So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

  • Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Ein ressourcenschonender Betrieb von Teilchenbeschleunigern und anderen Großanlagen ist Ziel des EU-Forschungsprojekts Research Facility 2.0 (RF 2.0). Seit Jahresbeginn arbeiten zehn europäische Projektpartner, koordiniert vom Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),…

    mehr lesen: Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

  • Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Mit der Gründung eines Digital Twin Center of Excellence (CoE) wollen Altair und L&T Technology Services gemeinsamen Kunden in den Bereichen Mobilität, Hightech und Nachhaltigkeit weltweit Technologien für digitale Zwillinge…

    mehr lesen: Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling