Condition Monitoring mit Siineos: Das Technikduo VictoriaMetrics und Grafana

Dunkel gehaltenes Dashboard mit Energiedaten.
Dunkel gehaltenes Dashboard mit Energiedaten. – Bild: In.Hub GmbH

In nahezu jeder Branche müssen Informationen aus unzähligen Sensoren und Steuerungen verarbeitet werden, um Stillstände zu reduzieren, die Produktqualität zu steigern und Prozesse zu optimieren. Dabei kommen leistungsfähige Anwendungen zum Einsatz, die nicht nur große Datenströme bewältigen, sondern diese auch übersichtlich aufbereiten. Dieser Fachartikel zeigt, wie sich Grafana als universelles Analyse- und Visualisierungstool etabliert hat, das im Zusammenspiel mit VictoriaMetrics eine performante Grundlage für Zeitreihendaten schafft. Und wie In.Hub diese Technologien zu einem Condition Monitoring kombiniert.

Anlagenstillstände reduzieren

Die kontinuierliche Beobachtung von Maschinenzuständen nimmt in modernen Produktionsumgebungen einen sehr hohen Stellenwert ein. Indem Betriebsdaten in Echtzeit erfasst und analysiert werden, lassen sich Abweichungen vom Normzustand früh erkennen. Unternehmen können damit beispielsweise Verschleißteile rechtzeitig austauschen und so ungeplante Stillstände vermeiden. Das spart Kosten und verschafft indirekte Wettbewerbsvorteile etwa durch höhere Lieferzuverlässigkeit. Die zunehmende Bedeutung des Condition Monitorings geht jedoch mit steigenden Anforderungen an Datenmanagement und Analyse-Tools einher. Während früher klassische Scada-Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition) zum Einsatz kamen, sind moderne Systeme wesentlich skalierbarer und flexibler. Genau hier setzen Werkzeuge wie Grafana an, die unterschiedliche Datenquellen in übersichtlichen Dashboards zusammenführen und die Ergebnisse auch für Nutzerinnen und Nutzer ohne spezifische IT-Kenntnisse leicht verständlich darstellen können.

Echtzeit-Analysen auf Displays

Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn, BMW, SAP, Siemens, Zalando oder die Deutsche Telekom setzen Grafana ein, um Abweichungen in ihren Prozessen zu erkennen, Ausfallzeiten zu verringern und letztendlich die Betriebskosten zu senken. Den Erfolg von Grafana machen vor allem zwei Aspekte aus: ihre Flexibilität und die Möglichkeit, Daten aus verschiedenen Quellen in Echtzeit zu verarbeiten. Ob Metriken aus Prometheus, SQL, InfluxDB, Elasticsearch, REST-APIs oder selbst Strava-Datenbanken – Grafana kann nahezu jede Datenquelle einbinden und die Daten in konfigurierbaren Dashboards anzeigen.

Alarme für die Belegschaft

Neben der Darstellung bietet das Tool vielfältige Alarmierungsfunktionen. Sobald ein definierter Grenzwert überschritten wird, kann Grafana Benachrichtigungen verschicken, um etwa Servicetechniker zu informieren. In industriellen Szenarien ist Grafana zudem ihre Offenheit gegenüber unterschiedlichen Systemumgebungen zuträglich. Dashboards lassen sich bei Bedarf für mehrere Werke oder Produktionslinien klonen und anpassen, was den Aufwand bei der Einführung reduziert. Vor allem aber führt die unmittelbare Sichtbarkeit von Kennzahlen und Zuständen zu einer verbesserten Reaktionsfähigkeit in der Produktion – eine große Hilfe, um Effizienz, Qualität und Maschinenauslastung im Werk zu steigern.

Seiten: 1 2



  • Neue Fachmesse IN2AI 2024

    Neue Fachmesse IN2AI 2024

    Im September findet in Dortmund die Premiere der IN2AI statt. Die Messe beschäftigt sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Industrie und Logistik.

    mehr lesen: Neue Fachmesse IN2AI 2024

  • Logistik mit Nachholbedarf bei neuen Technologien und Nachhaltigkeit

    Logistik mit Nachholbedarf bei neuen Technologien und Nachhaltigkeit

    Für Logistiker scheint das Thema Nachhaltigkeit eher eine untergeordnete Rolle zu spielen. Mehr als die Hälfte der für eine Studie von Here Technologies befragten Unternehmen verfolgt aktuell keine Strategie in…

    mehr lesen: Logistik mit Nachholbedarf bei neuen Technologien und Nachhaltigkeit

  • Aufklärung soll Roboter-Akzeptanz erhöhen

    Aufklärung soll Roboter-Akzeptanz erhöhen

    Laut einer Studie von United Robotics herrscht international Einigkeit über das Potenzial des Robotik-Sektors. Unzureichende Informationen können nach der Umfrage jedoch für Skepsis gegenüber Robotern sorgen.

    mehr lesen: Aufklärung soll Roboter-Akzeptanz erhöhen

  • Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

    Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

    Mehr als 370 Aussteller werden Anfang März zur zehnten Auflage der All About Automation in Friedrichshafen erwartet. Besucher können sich dort über Neues aus Automatisierung, Robotik und Digitalisierung informieren.

    mehr lesen: Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

  • Zendesk übernimmt Klaus

    Zendesk übernimmt Klaus

    Mit Klaus übernimmt das Softwareunternehmen Zendesk einen Spezialisten für KI-gestütztes Qualitätsmanagement. Die Übernahme soll das Zendesk-Portfolio im Bereich Workforce Engagement Management erweitern.

    mehr lesen: Zendesk übernimmt Klaus

  • Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Mit Elke Anderl hat T-Systems eine neue Vertriebschefin für Deutschland. Die Managerin bringt Erfahrung aus dem Großkundengeschäft mit und folgt auf Laura Vantellini.

    mehr lesen: Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

  • Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Der Softwarekonzern Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten in Deutschland. Unter anderem sollen neue Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen entstehen.

    mehr lesen: Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

  • Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat 2023 aufgrund eines starken ersten Halbjahrs einen Rekordwert der Exporte verbucht. Wie der VDMA mitteilt, macht sich die aktuelle Konjunkturflaute aber auch bei den Ausfuhren…

    mehr lesen: Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

  • MainDays 2024 in Berlin

    MainDays 2024 in Berlin

    Auf den MainDays treffen sich am 12. und 13. März Verantwortliche aus Instandhaltung und technischem Service, um Trends und Herausforderungen zu diskutieren und Transformationsprojekte vorzustellen.

    mehr lesen: MainDays 2024 in Berlin

  • Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Als Ladungsträger bewegen Paletten Dinge von A nach B. Das im Februar 2024 gestartete Projekt ’Pal2Rec’ untersucht nun, wie sich (Euro-)Paletten eigenständig in logistische Prozesse mittels sensorbasierter Aktivitätserkennung einbeziehen lassen.

    mehr lesen: Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

  • Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Der Autobau kann mit maßgeschneiderten Komponenten die CO2-Bilanz von Werkzeugen und Maschinen verbessern und mit einbaufertigen Komponenten, sogenannten ’Engineered Products’, Leistungssteigerungen bei den Materialeigenschaften erzielen. Das zeigt eine Fallstudie in…

    mehr lesen: Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

  • Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Auch künstliche Intelligenz verbraucht Ressourcen. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, AlgorithmWatch und des DAI-Labors der TU Berlin fordern daher, die Nachhaltigkeitsauswirkungen von KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg stärker…

    mehr lesen: Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern