Ein Blick ins SAP-Portfolio: Behältermanagement mit SAP-Software

Blue plastic containers on roller conveyors in an automated high bay warehouse in Germany. The boxes are used in the logistics chain transporting the produced goods. Selective focus
Bild: ©Juergen Wallstabe/stock.adobe.com

Geprägt von manuellen Tätigkeiten sowie Unsicherheit bei Bedarfen und Beständen, zählt das Behältermanagement zu den unbeliebteren Ressorts. Jedoch sollte der Stellenwert des Behältermanagements nicht unterschätzt werden, auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Es unterstützt die Ressourceneffizienz eines Unternehmens und zahlt so auf den CO2-Fußabdruck der Logistik ein.

Integriert, automatisiert und transparent

Mit einem entsprechendem Vorgehen und unter Verwendung von SAP Standard-Software können Unternehmen Potenzial im Behältermanagement heben sowie manuelle Aufwände, Kosten und Überbestände reduzieren. Doch was gilt es hier zu beachten? Das beschreibt dieser Beitrag anhand des SAP-Portfolios.

1. Transparenz

Wer ist der Bedarfsverursacher, wo muss ich Behälter bestellen oder wen muss ich versorgen? Die Bedarfe aller Teilnehmer im Behälternetzwerk müssen transparent sein – nicht nur die der eigenen Fertigung. Mit dem SAP AddOn – Automotive Consulting Solution (ACS) können Anwender sowohl die Bedarfe von Zulieferern über die Bereitstellung der Komponenten bestimmen als auch der Bedarf der eigenen Fertigung sowie von Kunden über die Packvorschrift (SAP ERP) oder Packspezifkation (SAP EWM) des Fertigmaterials hergeleitet werden.

2.Bestandstransparenz

Überbestände sowie unnötige Mietkosten im Netzwerk durch fehlende Bestandstransparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette gilt es zu vermeiden. Allein über den Kontostand ist nicht erkennbar, ob die Behälter voll oder leer sind. Mit Hilfe einer geeigneten Lagerortstruktur oder der Ableitung von Bestandsinformationen anhand des Handling-Unit-Status lässt sich eine Trennung zwischen voll und leer erreichen. Für die Aufbereitung der Daten bietet SAP mit dem Packmittelcockpit der SAP ACS oder der Bestandsübersicht der SAP Returnable Packaging Management (Public Cloud Lösung – SAP RPM)-Software zwei Möglichkeiten, die Reichweiten im Blick zu behalten. Dadurch können unnötige Puffer oder Fehlallokationen im Netzwerk vermieden werden.

3. Buchungen

Schwund und unklare Eigentumsverhältnisse reduzieren: Jede Warenbewegung kann systemgestützt in SAP RPM anhand eines Vorgängerbeleges gebucht werden, z.B. Bestellung, Kundenauftrag, An- bzw. Auslieferung. Hierzu wird die automatische Lieferpositionsgenerierung für Packmittel im ERP bzw. EWM vorausgesetzt sowie die Standardintegration zwischen SAP ERP und SAP RPM.

4. Integration

Anhand der Warenbewegung im Lagerverwaltungssystem bzw. ERP-System werden automatisiert Buchungen erzeugt und Kontostände fortgeschrieben. Die Daten aus dem Materialbeleg im SAP ERP-System werden an SAP RPM übertragen. Per SAP Cloud Integration erfolgt die Integration von ERP & RPM sowie der Datentransfer zur automatisierten Kontierung der Warenbewegungen.

5. Kollaboration

Beim Behältermanagement gilt es, einseitige Kommunikation zu vermeiden manuellen Aufwand zu reduzieren. Darüber hinaus ist es wichtig, dem Tauschpartner die Möglichkeit zu geben, auf der gleichen Plattform und Datenbasis mit Mitarbeitern in den Austausch zu treten. Mittels direktem Zugang zur Plattform kann der Tauschpartner Leergutbestellungen, Claims oder Inventurergebnisse direkt erfassen. SAP RPM hilft, lange E-Mail-Threads zu vermeiden, was Zeit auf beiden Seiten einspart.

6. Information

Wird in der Fertigungssteuerung die Auftragsreihenfolge geändert, aber der Packmitteldisponent nicht informiert, unterstützt SAP RPM durch den regelmäßigen Abgleich von Bedarf und Bestand. Bei Unterdeckungen wird der Disponent vom System informiert und muss nur dann tätig werden, wenn dies auch notwendig ist.

7. Automatisierung

Die SAP RPM-Software sendet Alerts bei Unterdeckungen, übernimmt Freigaben von Leergutbestellungen oder fordert Tauschpartner zur Kontoabstimmung sowie Erfassung von Inventurergebnissen auf.

8. Auswertung

Mit SAP Analytics Cloud haben Unternehmen die Möglichkeit, individuelle Reports und Kennzahlen zu visualisieren und Abweichungen vom Soll-Zustand zu bestimmen. Anhand der Datenlage können Fehlallokationen bzw. Überbestände im Netzwerk lokalisiert und Maßnahmen ergriffen werden.



  • KIT forscht an 6G-Technologien

    KIT forscht an 6G-Technologien

    Ein am KIT in Karlsruhe entwickeltes Konzept soll hohe Datenübertragungsraten bei niedrigen Kosten ermöglichen — für die sechste Generation des Mobilfunks. Dabei haben die Forscher die bislang höchste Datenrate in…

    mehr lesen: KIT forscht an 6G-Technologien

  • Industrie erwartet Produktionsplus

    Industrie erwartet Produktionsplus

    Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts leicht verbessert. Im Maschinenbau kletterten die Erwartungen, nach minus 12 Punkten im Juli, wieder in den positiven Bereich.

    mehr lesen: Industrie erwartet Produktionsplus

  • Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Anfang August hat Expleo sein neues Technologiezentrum bezogen. Dort sollen zukünftig Software- und Elektroniksysteme für automobile Anwendungen entwickelt werden.

    mehr lesen: Expleo bezieht neues Technologiezentrum

  • Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Der VDMA Fachverband Robotik + Automation hat mit Ralf Winkelmann ein neues Vorstandsmitglied berufen.

    mehr lesen: Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

  • Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Die Menge an Daten wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Wie gut Unternehmen darauf vorbereitet sind und welche Hindernisse durch Dark Data entstehen, zeigt eine aktuelle Studie von Splunk.

    mehr lesen: Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

  • Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau sind auch im Juli prozentual zweistellig gesunken, allerdings hat sich der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt.

    mehr lesen: Auftragsrückgang schwächt sich ab

  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Mit einem Anstieg von 0,6 Punkten im Vergleich zum Juli liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer im August weiter auf Erholungskurs. Die Beschäftigungskomponente des Frühindikators sank jedoch leicht.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

  • Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Grundsätzlich stehen Arbeitnehmer der Einführung neuer Technologie am Arbeitsplatz positiv gegenüber. Entsprechende Modernisierungen sehen viele Arbeitstätige unter anderem als Chance, ihre Karriere voranzubringen. Das geht aus einer Studie des Payroll-…

    mehr lesen: Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

  • Allianz kombiniert KI und IoT

    Allianz kombiniert KI und IoT

    Device Insight, Anbieter von IoT- und IIoT-Lösungen, und Sentian, schwedischer Spezialist für industrielle KI, bündeln ihre Expertise, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktionsprozesse im Sinne einer Smart Factory zu…

    mehr lesen: Allianz kombiniert KI und IoT

  • Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch, bisher Vice President bei Infor, stößt als neuer Geschäftsführer zum PLM-Anbieter Procad.

    mehr lesen: Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

  • Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Häfen zählen zu den kritischen Infrastrukturen. Die möglichen Sicherheitsrisiken sind vielfältig, insbesondere in digitalisierten Containerterminal-Prozessen. Ein neues Methoden- und Werkzeugset, entwickelt am Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, soll die…

    mehr lesen: Die Sicherheit im Hafen erhöhen

  • Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass sich Unternehmen vermehrt mit der Digitalisierung beschäftigen. Trend-Technologien sind dabei jedoch weniger entscheidend, so der Software-Anbieter Proalpha. Wichtiger sei es, dass Unternehmen ihre Prozesse…

    mehr lesen: Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden