Deutsche Fertiger setzen vermehrt auf KI

310973 ultramansk AdobeStock 756104782
Bild: ©ultramansk/stock.adobe.com

Die Studienautoren machen drei Haupttrends aus: KI ist in der Fertigung angekommen, Technologie wird vermehrt eingesetzt, um die Belegschaft zu unterstützen, und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit in den Betriebsabläufen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Rockwell befragte für die neunte Auflage der Studie mehr als 1.500 Unternehmen der Fertigungsindustrie aus 17 Ländern, darunter 101 aus Deutschland.

Einige der Erkenntnisse des Reports für Deutschland sind:

  • KI ist für Hersteller ein Schlüsselfaktor für den zukünftigen Erfolg. 43 Prozent der deutschen Hersteller gehen davon aus, dass sie im Jahr 2024 generative KI (GenAI) in ihren Betrieben einführen werden.
  • 89 Prozent der deutschen Hersteller erwarten den Einsatz von KI und maschinellem Lernen (ML) in der fortgeschrittenen Analytik. Dies liegt etwas unter dem europäischen Durchschnitt von 92 Prozent.
  • Der Mangel an Fachkenntnissen, um intelligente Fertigungstechnologien möglichst optimal zu nutzen, ist für deutsche Unternehmen mit 36 Prozent das größte Hindernis für die Einführung dieser Lösungen.
  • Technologieinvestitionen nehmen um fast ein Drittel zu. 69 Prozent der befragten deutschen Unternehmen investieren dazu zwischen 21 Prozent und 50 Prozent ihres Betriebsbudgets.
  • Intelligente Technologien liefern die beste Investitionsrendite (ROI). Software-as-a-Service (SaaS) steht mit 16 Prozent an der Spitze.
  • 22 Prozent der befragten deutschen Hersteller sehen Cybersecurity als signifikante Herausforderung an.

Automatisierung und Optimierung durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nennen die Befragten als Hauptgründe für Investitionen in intelligente Fertigungstechnologien. 84 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, dass sie bereits in KI und ML investiert haben oder planen, dies in den nächsten zwölf Monaten umzusetzen. Dies entspricht dem europäischen Durchschnitt von 84 Prozent.

89 Prozent der Unternehmen in Deutschland planen die Anwendung fortgeschrittener Analyse-Tools, was knapp unter dem europäischen Durchschnitt von 92 Prozent liegt. Im Fall von Anwendungsfällen für KI und ML nennen deutsche Unternehmen Prozessoptimierung (44 Prozent), Qualitätskontrolle (37 Prozent) und Robotik (35 Prozent) als Hauptanwendungsfälle.

Mit KI gegen den Fachkräftemangel?

Anstatt KI als Ersatz für Beschäftigte zu nutzen, suchen Unternehmen laut Studie Möglichkeiten, künstliche Intelligenz zu verwenden, wenn etwa Positionen aufgrund des Fachkräftemangels nicht oder nur schwer zu besetzten sind. Daher investieren 37 Prozent der deutschen Unternehmen in die Automatisierung und liegen damit leicht über dem europäischen Durchschnitt von 36 Prozent. Weitere Taktiken umfassen Remote-Arbeit, um einen breiteren Talentpool für remote-fähige Jobs zu erschließen (36 Prozent) und die Rekrutierung von Arbeitnehmenden aus verschiedenen geografischen Regionen (31 Prozent).

Qualität bleibt für Fertiger in Deutschland eine Top-Priorität – die Bereitstellung hat sich jedoch weiterentwickelt. Von den Befragten gaben 37 Prozent an, dass sie die Lösung zur Verbesserung der Qualität in intelligenten Fertigungstechnologien suchten. Der europäische Durchschnitt liegt bei 41 Prozent.

Der vollständige State of Smart Manufacturing-Report steht hier zum Download zur Verfügung.

Methodik

Die Studie analysiert Antworten von 1.567 Befragten aus 17 der führenden Fertigungsländer mit Positionen vom Management bis zur C-Suite. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit Sapio Research und Plex Systems durchgeführt. Sie umfasst diskrete, prozessorientierte und hybride Industrien über eine ausgewogene Verteilung von Unternehmensgrößen, die sich zwischen Umsätzen von 10Mio.US$ bis und 10Mrd.US$ bewegen.



  • Insys Icom beruft zweiten Geschäftsführer

    Insys Icom beruft zweiten Geschäftsführer

    Die Insys Icom hat einen zweiten Geschäftsführer. Gemeinsam mit Unternehmensgründer Eduard B. Wagner steht seit 1. April Florian Froschermeier an der Spitze des Regensburger Unternehmens.

    mehr lesen: Insys Icom beruft zweiten Geschäftsführer

  • USA bleiben Technologieführer

    USA bleiben Technologieführer

    Bei den Schlüsseltechnologien liegen die USA nach wie vor vor China. Zwar meldet China inzwischen mehr Patente an als die USA, laut einer Analyse — an der unter anderem das…

    mehr lesen: USA bleiben Technologieführer

  • IFM und Microsoft vereinbaren Partnerschaft

    IFM und Microsoft vereinbaren Partnerschaft

    Im Rahmen der Hannover Messe haben Microsoft und IFM Electronic eine Partnerschaft bekannt gegeben. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das Azure-basierte Modul RemoteConnect für Fernwartung und Überwachung.

    mehr lesen: IFM und Microsoft vereinbaren Partnerschaft

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Igus übernimmt Atronia

    Igus übernimmt Atronia

    Igus hat im März die mehrheitlichen Anteile am portugiesischen Unternehmen Atronia Tailored Sensing erworben. Mit diesem strategischen Schritt will Igus auf dem Markt der vernetzten Kunststoffbauteile weiter expandieren. Ziel ist…

    mehr lesen: Igus übernimmt Atronia

  • Open Community Experience feiert Premiere in Mainz

    Open Community Experience feiert Premiere in Mainz

    Vom 22. bis 24. Oktober 2024 feiert die OCX in Mainz Premiere und bringt Open Source Communities zusammen. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf den Bereichen Automotive und Mobility, Development…

    mehr lesen: Open Community Experience feiert Premiere in Mainz

  • Stehen humanoide Roboter bald am Fließband?

    Stehen humanoide Roboter bald am Fließband?

    Humanoide Roboter könnten ab 2025 serienreif sein. Das prognostiziert die Managementberatung Horváth und geht weiter davon aus, dass sich mit diesen Robotern mehr als 50 Prozent der manuellen Tätigkeiten automatisieren…

    mehr lesen: Stehen humanoide Roboter bald am Fließband?

  • Mehr Cyberangriffe, weniger Plagiatsfälle

    Mehr Cyberangriffe, weniger Plagiatsfälle

    Rund ein Viertel der Maschinen- und Anlagenbauer berichtet von signifikanten Cybersicherheitsvorfällen in den vergangenen zwei Jahren. Plagiatsfälle gingen in diesem Zeitraum hingegen zurück.

    mehr lesen: Mehr Cyberangriffe, weniger Plagiatsfälle

  • Stand der OT-Sicherheit

    Stand der OT-Sicherheit

    Ein neuer Bericht von ABI Research und Palo Alto Networks über den Stand der OT-Sicherheit hat ergeben, dass im vergangenen Jahr eines von vier Industrieunternehmen angab, seinen Betrieb aufgrund eines…

    mehr lesen: Stand der OT-Sicherheit

  • Forschungsbeirat und Plattform Industrie 4.0 bleiben bei 4.0

    Forschungsbeirat und Plattform Industrie 4.0 bleiben bei 4.0

    Im Rahmen der Hannover Messe 2024 haben der Forschungsbeirat Industrie 4.0 sowie die Plattform Industrie 4.0 Stellung zum Umgang mit dem Begriff ‚Industrie 5.0‘ genommen.

    mehr lesen: Forschungsbeirat und Plattform Industrie 4.0 bleiben bei 4.0

  • Maschinenbau rechnet nicht mit Konjunkturerholung

    Maschinenbau rechnet nicht mit Konjunkturerholung

    Besorgt blicken die Entscheidungsträger im Maschinen- und Anlagenbau auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.

    mehr lesen: Maschinenbau rechnet nicht mit Konjunkturerholung

  • Sprint zur Cyber Resilience Act-Konformität

    Sprint zur Cyber Resilience Act-Konformität

    Wie erfüllt Open Source Software die Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Act? Auf Basis etablierter Prozesse wollen die Apache Software Foundation, die Blender Foundation, die OpenSSL Software Foundation, die PHP…

    mehr lesen: Sprint zur Cyber Resilience Act-Konformität