Störungen auf DevOps-Plattformen steigen um 21%

GitProtect Verteilung der Vorfaelle nach Auswirkung
Bild: GitProtect

GitProtect.io, Entwickler der gleichnamigen DevOps-Backup- und Disaster-Recovery-Lösung und eine Marke von Xopero Software, hat Sicherheitsverletzungen, Ausfälle und Leistungseinbußen auf verschiedenen Entwicklungsplattformen untersucht und dabei das Ausmaß und die Häufigkeit von Vorfällen ermittelt. Demnach zeigt sich ein drastischer Anstieg der Störungen auf den untersuchten DevOps-Plattformen. Unter Annahme eines durchschnittlichen Entwicklerlohns von 80US$ pro Stunde beziffert GitProtect den dadurch entstandenen Verlust an Engineering-Produktivität mit mehr als 740.000 US$ pro Entwickler.

Ausfalldauer verdoppelt

Die um 21% gestiegene Gesamtzahl der Vorfälle (607 gegenüber 502 im Jahr 2024) hatte der GitProtect-Analyse zufolge erhebliche Auswirkungen. So stieg die Gesamtausfallzeit um fast 95% und kletterte von 4.755 auf 9.255 Stunden. 156 Vorfälle wurden als kritisch oder schwerwiegend eingestuft, mit einer Dauer von 1.769 Stunden und 43 Minuten. Das entspricht einem Anstieg der schwerwiegendsten Vorfälle um 69% im Jahresvergleich – für GitProtect ein klares Signal dafür, dass sich die Risikolandschaft verschärft.

Die Instabilität erreichte im zweiten Quartal 2025 mit 47 Vorfällen ihren Höchststand bei den Quartalssummen. In diesem Zeitraum stach der Juni als volatilster Monat mit 21 Vorfällen hervor und markierte damit eine Spitzenphase in der betrieblichen Instabilität über die analysierten Plattformen hinweg.

Leistungseinbußen verursachen 62 % der Ausfälle

GitProtect sieht in den Daten für 2025 ein deutliches Missverhältnis zwischen der Anzahl der Vorfälle und ihren tatsächlichen Auswirkungen auf den Betrieb: Während einige Kategorien häufig auftreten, beanspruchen andere unverhältnismäßig viel Zeit.

Leistungseinbußen machen 62% aller erfassten Vorfälle aus (374 Fälle). Ihr Anteil an der Gesamtausfallzeit beträgt 34% (3.059 Stunden).

Wartungsarbeiten machen nur 4% der Vorfälle aus, waren laut Analyse aber für 30% der Gesamtausfalldauer verantwortlich. GitProtect zufolge sind geplante oder ungeplante Wartungsarbeiten somit nach wie vor der Haupttreiber für die Nichtverfügbarkeit von Plattformen.

Kritische und schwerwiegende Vorfälle, die zu einer teilweisen oder vollständigen Nichtverfügbarkeit des Dienstes führten, machten 26% aller Vorfälle aus und nahmen 22% der Gesamtzeit in Anspruch.

Geringfügige Probleme machten 8% der Vorfälle und 16% der Gesamtdauer aus; hierbei handelte es sich um protokollierte Ereignisse, die den Betrieb der Nutzer nicht aktiv störten.

Plattformspezifische Aufteilung signifikanter DevOps-Ausfälle

Nach GitProtect-Angaben verzeichnete GitLab im Jahr 2025 die höchste kumulierte Anzahl an kritischen und schwerwiegenden Vorfällen (62) mit insgesamt über 754 Stunden Ausfallzeit. Jira folgte dicht dahinter mit 44 Vorfällen, die zu fast 728 Stunden Ausfallzeit führten. GitHub behielt ein relativ geringes Verhältnis von Ausfallzeit zu Größe bei (172 Stunden Auswirkung bei 35 Vorfällen). Bitbucket verzeichnete indes 15 kritische und schwerwiegende Vorfälle mit einer Gesamtdauer von 113 Stunden und 59 Minuten.

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