
Die Fluke Corporation hat Ergebnisse einer neuen Untersuchung zur digitalen Reife der Instandhaltung vorgestellt. In der von Censuswide durchgeführten Studie wurden mehr als 600 hochrangige Entscheidungsträger und Instandhaltungsexperten in den USA, Großbritannien und Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass deutsche Hersteller ihre Investitionen in KI und andere Zukunftstechnologien zwar deutlich erhöhen, der Fortschritt bei der digitalen Reife jedoch stagniert.
KI, Cybersicherheit und Datenmanagement sind Investitionsschwerpunkte
Mehr als drei Viertel (78%) der deutschen Hersteller haben bis zu 30% ihrer Instandhaltungsbudgets gezielt für neue Technologien reserviert. Ein signifikanter Anteil dieser Mittel fließt in wegweisende Innovationen: Industrielle KI (33%) und generative KI (30%) bilden zusammen mit Cybersicherheit (34%) und Datenmanagement (36%) die zentralen Investitionsfelder. Dabei verfolgen die Unternehmen eine langfristige Strategie: Nur 27% der deutschen Befragten erwarten messbare Ergebnisse in weniger als sechs Monaten. Fast die Hälfte (44%) geht stattdessen von einem Realisierungszeitraum von ein bis vier Jahren aus.
Operative Prioritäten vs. technologische Vision
Trotz dieser langfristigen Planung deuten die Daten darauf hin, dass die kurzfristigen Prioritäten zunehmend operativer Natur sind. Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten (56%) plant, innerhalb der nächsten zwölf Monate Initiativen zur vernetzten Zuverlässigkeit (Connected Reliability) voranzutreiben. Dies unterstreicht, dass Zuverlässigkeit als unmittelbarster Weg zu den langfristigen Zielen der digitalen Transformation gesehen wird. Auffallend ist jedoch eine gegenläufige Entwicklung im operativen Alltag: Die reaktive Instandhaltung hat sich im Jahresvergleich von 21 auf 47% mehr als verdoppelt, während der Einsatz vorausschauender Instandhaltung (Predictive Maintenance) unverändert bei lediglich elf% verharrt. Deutschland verzeichnet damit unter den untersuchten Märkten den größten Anstieg der reaktiven Instandhaltung.
Qualifikation der Belegschaft als kritisches Hindernis
Die Umfrageergebnisse belegen zudem, dass nicht mehr die Kapitalzuweisung, sondern die Qualifikation der Belegschaft zum Haupthindernis für den Fortschritt geworden ist. Herausforderungen im Zusammenhang mit Kompetenzen machen etwa 78% der gemeldeten Barrieren aus. Diese setzen sich zusammen aus mangelndem Fachwissen (25%), dem allgemeinen Fachkräftemangel (19%) sowie Wissenslücken (17%) und einem generellen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften (17%).










































