
Deutschland ist aus Sicht von Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor mit Abstand der wichtigste Standort für Forschung und Entwicklung (FuE). Im Durchschnitt tätigen die Unternehmen 84% ihrer FuE-Aktivitäten im Inland. Die meisten Unternehmen unter 500 Beschäftigten konzentrieren sich dabei sogar ausschließlich auf FuE im Inland. Aber auch große Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten tätigen weiterhin den Großteil (rund 75%) ihrer FuE-Aufwendungen im Inland. Dies sind die zentralen Ergebnisse der neuen Umfrage zu Forschung und Innovation des VDMA, an der sich mehr als 300 Unternehmen beteiligt haben.
Die meisten Unternehmen rechnen für 2025 mit stabilen oder sogar leicht steigenden FuE-Aufwendungen. So gehen 41% von einer stabilen Entwicklung der FuE-Aufwendungen im Inland aus, 37% planen sogar mit steigenden Aufwendungen. Einen Rückgang erwarten lediglich 22%. „Der Maschinenbau setzt weiter konsequent auf Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit, noch ausgehend vom Standort Deutschland“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer. „Die eigene Leistungsstärke ist gerade in diesen Zeiten beachtlich, zumal die Unternehmen bis dato kaum staatliche FuE-Mittel erhalten, zuletzt rund 200Mio.€ im Jahr.“
Mittlerweile nutzt durchschnittlich jedes zweite Unternehmen (48%) die steuerliche Forschungsförderung. Das ist noch mal eine deutliche Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr, als der Anteil noch bei 37% lag. Am stärksten machen mittelständische Unternehmen von dem Instrument Gebrauch. „Längst ist die Forschungszulage bei uns das Förderinstrument Nummer eins“, sagt Rauen. „Ein weiteres Optimieren und Ausweiten des Instruments hilft unserem Standort auch bei strategisch relevanten Technologien wie der Batteriezellfertigung.“ 9 von 10 Unternehmen nutzen die Mittel der Forschungszulage denn auch direkt wieder für die Finanzierung von FuE-Aktivitäten.
Die Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen in Bezug auf Innovationskraft mittlerweile ihren Hauptwettbewerb in China sehen (65%). In Deutschland verorten 53% ihren Hauptwettbewerb, in den USA 25%, was in erster Linie auf große Firmen zutrifft. Die meisten Befragten führen die Innovationsstärke chinesischer Unternehmen auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen und Subventionen zurück (89%) sowie auf eine geringere Bürokratielast (73%). 51% sehen im Abfluss von Wissen aus Europa einen Grund für die Entwicklung.






































