Simulationssoftware zur virtuellen Abbildung von Schneidvorgängen

Nach der Säge ist alles anders: Die Simulation ermöglicht präzises Tracking von Holzplatten im Kundenbearbeitungsprozess.
Nach der Säge ist alles anders: Die Simulation ermöglicht präzises Tracking von Holzplatten im Kundenbearbeitungsprozess. – Bild: ©Salih/stock.adobe.com / Machineering GmbH & Co. KG

Oft sind nicht die optimalen Schnittpläne im Einsatz. Das führt nicht nur zu einem höheren Materialverbrauch, es ist auch teuer. Zusätzlich treten immer wieder Fehler bei der Schnittgenauigkeit oder der Oberflächenqualität auf, was Ausschuss und Qualitätsmängel zur Folge hat. Dieser unnötige Materialverbrauch erhöht nicht nur die Kosten, sondern belastet auch die Umwelt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, eignet sich die Integration einer Simulationstechnologie für die Visualisierung der Holzbearbeitung über den gesamten Prozess hinweg – vom Rohmaterial bis zur Oberflächenbehandlung. Auf diese Weise optimiert der Anwender nicht nur das Maschinenverhalten, sondern er testet auch verschiedene Schnittmuster und -pläne, um den Materialverbrauch zu verringern und die Produktionsleistung zu steigern.

Schnittgenauigkeit und Oberflächenqualität

Die Simulation ermöglicht es, die Schnittgenauigkeit und Oberflächenqualität zu optimieren, indem sie Fehler und Probleme frühzeitig erkennt und behebt. Zudem optimiert sie die Maschineneinstellungen und den Materialfluss, um Ressourcenverschwendung vorzubeugen -und setzt damit auf mehr Nachhaltigkeit. Der Einsatz von Simulationssoftware bietet also die Möglichkeit, schnell auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen zu reagieren. Die holzbearbeitende Industrie weist dabei ganz besondere Anforderungen auf, für die Simulation und die virtuelle Inbetriebnahme Vorteile bieten. Denn präzise Simulationen reduzieren Materialverschwendung und -verluste der Ressource Holz und sie modellieren und optimieren ganze Prozesse. Zudem ist die Branche ständig im Wandel, regelmäßig kommen neue Technologien und Maschinen zum Einsatz. Die virtuelle Inbetriebnahme ermöglicht es, diese neuen Technologien in einem sicheren Umfeld zu testen und so lange zu verbessern, bis sie bedenkenlos in die Produktion implementiert werden können. Der Einsatz von Simulation und virtueller Inbetriebnahme setzt zudem kundenspezifische Anforderungen und Wünsche langfristig besser um, weil verschiedene Produktionsvarianten frühzeitig getestet werden können.

Automatisiertes Labeling

Die Integration von Labeling bietet hier die Möglichkeit, die Effizienz und Genauigkeit der Produktionsprozesse ebenfalls zu verbessern. Labeling meint das Kennzeichnen von Produkten, Materialien oder Maschinen mit Informationen wie Seriennummern, Produktionsdaten, Qualitätsmerkmalen sowie anderen wichtigen Daten. Gleichzeitig werden diese Daten in die Simulationsumgebung integriert, sodass der Materialfluss auch virtuell abgebildet wird. Durch das Labeling werden Produkte und Materialien automatisch identifiziert und durch den gesamten Prozess verfolgt. Labeling ermöglicht folglich eine Überwachung der Produktqualität durch das Verfolgen von Qualitätsmerkmalen und -prüfungen während des Produktionsprozesses. Die automatische Identifikation und Verfolgung von Produkten und Materialien verringert damit manuelle Prozesse und erhöht gleichzeitig die Produktionsgeschwindigkeit. Um Echtzeitinformationen über den Produktionsstatus, Lagerbestände und andere relevante Daten bereitzustellen, werden die durch das Labeling generierten Daten mit anderen Systemen und Datenbanken verknüpft. Die automatische Identifikation und Überwachung sorgt dafür, dass Fehler und Abweichungen frühzeitig erkannt und behoben werden, was die Produktqualität verbessert.

Das Platzieren des Labels ist entscheidend, um den Auftrag verfolgen zu können. Durch die Simulation wird sichergestellt, dass das Label nicht durchtrennt wird.
Das Platzieren des Labels ist entscheidend, um den Auftrag verfolgen zu können. Durch die Simulation wird sichergestellt, dass das Label nicht durchtrennt wird. – Bild: Machineering GmbH & Co. KG

Optimierung des Schneidprozesses

Für all das hat Machineering das Feature Cut Kernels in seine Simulationssoftware iPhysics integriert. Das bietet Unternehmen die Möglichkeit, Schneidevorgänge virtuell abzubilden, diesen Prozess virtuell zu modellieren und zu optimieren. Die Simulation testet verschiedene Schnittpläne und -muster vorab, sodass sich der Ausschuss beim eigentlichen Schneideprozess in Grenzen hält und die Schnittgenauigkeit, Geschwindigkeit und Effizienz steigen. Die Simulation verfolgt und verbessert damit den Materialfluss von der Holzanlieferung über den Schnittprozess bis zur Endbearbeitung. Gleichzeitig hilft der Cut Kernel in der Simulation Unternehmen dabei, ihren Bedarf an Maschinen, Personal und Materialien genauer zu planen. Auch die Handhabung von geschnittenen Platten wird durch Simulation einfacher, gerade wenn die Platten nach dem Schneiden zusammengeschoben werden und so beispielsweise QR-Codes nicht mehr lesbar sind. Durch die Simulation ist das Tracking mithilfe von Sensoren dann immer noch möglich. Gerade die Phase nach dem Sägen stellt Unternehmen vor Herausforderungen: Die Logistik muss mit den verschiedenen Maßen, Gewichten und Materialien umgehen. Dass die Schieberegister auch wirklich so funktionieren, wie sie sollen, setzt einen enormen Testaufwand voraus – die Mechanik muss funktionieren. Als Alternative bietet sich das Labeling an. Nach Meinung der Machineering-Verantwortlichen ist das ohnehin die bessere Lösung: die digitale Abbildung der gesamten Logistikkette. Denn das stellt sicher, dass sich die digitale identisch zur realen Platte verhält.





  • Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President

    Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President

    Andreas Riepen übernimmt die Position des Regional Vice President Sales für die DACH-Region beim IT-Unternehmen Riverbed.

    mehr lesen: Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President

  • Kaspersky identifiziert Angriffe auf Industriezulieferer

    Kaspersky identifiziert Angriffe auf Industriezulieferer

    Wie der IT-Security-Anbieter Kaspersky berichtet, wurden Unternehmen weltweit über zielgerichtete Phishing-Mails angegriffen, bei denen die Angreifer das Mimikatz-Programm nutzten. Kaspersky hat diese Angriffe analysiert.

    mehr lesen: Kaspersky identifiziert Angriffe auf Industriezulieferer

  • Lieferketten kommen wieder in Gang

    Lieferketten kommen wieder in Gang

    In einer 5. Blitzumfrage des VDMA zeigt sich, dass sich die Lieferketten der deutschen Maschinenbauer nach und nach erholen. Die Branche hat jedoch weiterhin mit Auftragseinbußen zu kämpfen.

    mehr lesen: Lieferketten kommen wieder in Gang

  • Wie kann ein passendes Produkt-Service-System aussehen?

    Wie kann ein passendes Produkt-Service-System aussehen?

    Die Grenze zwischen Produkt und ergänzender Dienstleistung verschwimmen zunehmend und produzierende Unternehmen vollziehen den Wandel vom Produkt- zum Service- bzw. Lösungsanbieter. Wie sich solche sogenannten Produkt-Service-Systeme (PSS) entwickeln und damit…

    mehr lesen: Wie kann ein passendes Produkt-Service-System aussehen?

  • Sinkendes Vertrauen unter Cyberkriminellen

    Sinkendes Vertrauen unter Cyberkriminellen

    Der IT-Security-Anbieter Trend Micro hat Erkenntnisse zu cyberkriminellen Aktivitäten sowie dem Handel mit Produkten und Dienstleistungen im Cyberuntergrund veröffentlicht.

    mehr lesen: Sinkendes Vertrauen unter Cyberkriminellen

  • Unternehmen mit steigenden Erwartungen

    Unternehmen mit steigenden Erwartungen

    Nach dem Rückgang im vergangenen Monat legt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai wieder zu. Dabei haben sich vor allem die Erwartungen für die kommenden Monate verbessert.

    mehr lesen: Unternehmen mit steigenden Erwartungen

  • PLM-Lösungen im Vergleich

    PLM-Lösungen im Vergleich

    Im Marktspiegel ‘Business Software PLM/PDM 2020/2021‘ werden mehr als 40 PLM-Lösungen hinsichtlich ihrer Funktionen untersucht.

    mehr lesen: PLM-Lösungen im Vergleich

  • „Das hohe Maß an Flexibilität und Kreativität sollte uns positiv in die Zukunft blicken lassen“

    „Das hohe Maß an Flexibilität und Kreativität sollte uns positiv in die Zukunft blicken lassen“

    Die Corona-Krise stellt die Globalisierung auf den Prüfstand. Für VDI-Präsident Volker Kefer ist die Situation Herausforderung und Chance zugleich. Im Interview spricht er über die Lage des Technikstandorts Deutschland heute…

    mehr lesen: „Das hohe Maß an Flexibilität und Kreativität sollte uns positiv in die Zukunft blicken lassen“

  • Die digitale Version der XR Expo geht online

    Die digitale Version der XR Expo geht online

    Ab sofort können sich Aussteller und Besucher auf einer digitalen Plattform für die XR Expo Virtual 2020 am 25. und 26. Juni registrieren.

    mehr lesen: Die digitale Version der XR Expo geht online

  • Vernetzte Systeme im Vorfeld testen

    Vernetzte Systeme im Vorfeld testen

    Wechselnde Umgebungsbedingungen durch Ad-hoc-Vernetzung, ständige Rekonfigurationen bedingt durch kleine Losgrößen und Softwareupdates im Feld sind Indikatoren dafür, dass das Testen von Systemen im laufenden Betrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um…

    mehr lesen: Vernetzte Systeme im Vorfeld testen

  • Unternehmen gewichten Technologie und Qualifizierung gleich

    Unternehmen gewichten Technologie und Qualifizierung gleich

    Unternehmen mit KI-Projekten sind dann am erfolgreichsten, wenn die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter den gleichen Stellenwert wie Investitionen in intelligente Technologien hat. Dazu gehört auch das Schaffen einer Lernkultur, die…

    mehr lesen: Unternehmen gewichten Technologie und Qualifizierung gleich

  • Wie ist der Stand der Industrie 4.0?

    Wie ist der Stand der Industrie 4.0?

    Von Februar bis April befragte der Digitalverband Bitkom Industrieunternehmen nach dem Stand der Digitalisierung. Im Vergleich zur Studie von vor zwei Jahren zeigt sich eine positive Entwicklung.

    mehr lesen: Wie ist der Stand der Industrie 4.0?