Wie Process Mining die Nachhaltigkeit unterstützt

491985
Bild: ©VectorMine/stock.adobe.com

Der Fokus auf Nachhaltigkeit verstärkt in vielen Unternehmen das Interesse an datenbasierten Ansätzten zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Dabei spielt der digitale Zwilling eine zentrale Rolle. Als digitale Repräsentation eines Unternehmens bildet dieser sämtliche Prozesse präzise ab. Unternehmen erhalten so Einblicke in die Unternehmensabläufe und eine Basis für Analysen und Optimierungen.

Verborgene Prozesse

Sichtbar werden die sonst oft verborgenen Prozesse durch Process Mining. Ein Ansatz, der digitale Spuren in den IT-Systemen eines Unternehmens analysiert und aufdeckt, wie Arbeitsabläufe tatsächlich ablaufen. Gleichzeitig unterstützt Process Mining den digitalen Zwilling indem es kontinuierlich Daten liefert. Fehlerquellen und Ineffizienzen können so frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Das daraus datengetriebene Prozessmanagement unterstützt die operative Leistungsfähigkeit sowie eine nachhaltige Ausrichtung. Schwachstellen mit übermäßigem Ressourcenverbrauch oder unnötigen Emissionen werden sichtbar und Unternehmen können gegensteuern.

Optimierungspotenzial aufdecken

Die Analysen von Produktionsabläufen, Maschinenlaufzeiten und Logistikprozessen helfen etwa, die Ursachen für hohen Energieverbrauch und Verschwendung zu identifizieren und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. Durch Process Mining lässt sich der gesamte Materialfluss von der Beschaffung bis zur Entsorgung abbilden, sodass Unternehmen ineffiziente Lagerbestände, unnötige Produktionsschritte und Ressourcenverschwendung frühzeitig erkennen und gezielt optimieren können.

Auch in der Logistik spielt Effizienz eine zentrale Rolle. Warentransporte haben etwa einen erheblichen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck von Unternehmen. Auch hier unterstützt Process Mining in der Analyse von Lieferketten, Lagerbewegungen und Transportwegen. Wenn Unternehmen verstehen, wie ihre Warenströme ablaufen, können sie Routen und Lagerauslastung optimieren, Transportmittel effizienter nutzen und Lieferzeiten verkürzen. Das Ergebnis sind reduzierte Transportemissionen und eine optimierte, bessere Auslastung der Fahrzeuge, was sich positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt.

Denkbar ist auch eine Ausweitung des Process Minings auf die gesamte Lieferkette – von der Rohstoffbeschaffung bis zur Endproduktion. Hier unterstützt der Ansatz die Identifizierung ineffizienter oder intransparenter Bereiche. Unternehmen können ihre Lieferkette so umwelt- und sozialverträglicher aufstellen.

Gesetzlichen Anforderungen begegnen

Gesetzliche Anforderungen, etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit, sind oft Änderungen unterworfen. Process Mining hilft hier, Bereiche zu identifizieren und untersützt Unternehmen so, proaktiv zu handeln, um Vorschriften einzuhalten – beispielswesie durch die Einführung von Best Practices zur Emissionsreduktion.

Die Kombination von Process Mining mit künstlicher Intelligenz eröffnet weiteres Potenzial. Sogenannte Process Intelligence-Systeme analysieren nicht nur bestehende Prozesse, sondern können auch zukünftige Entwicklungen prognostizieren.

Schwachstellen angehen

Process Mining zeigt Unternehmen Schwachstellen und Ineffizienzen auf und unterstützt dabei, diese anzugehen. Wird die Technologie mit KI (Process Intelligence) kombiniert, ermöglicht dies Effizienzsteigerungen und zahlt auf die Nachhaltigkeitsziele ein.



  • Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Wie aus der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage hervorgeht, will mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen — vor allem aus der Industrie — im Zuge der Coronakrise Geschäftsreisen dauerhaft zurückfahren.

    mehr lesen: Zukünftig weniger Dienstreisen?

  • Besser aus der Krise kommen

    Besser aus der Krise kommen

    Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind groß, dennoch birgt die aktuelle Krise auch positives. Laut einer Umfrage des VDI führt die aktuelle Situation dazu, dass sich Unternehmen digitaler und krisenfester…

    mehr lesen: Besser aus der Krise kommen

  • Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Die Maschinenbau-Branche leidet unter den Folgen von Covid-19. Doch die Ursachen für die Probleme liegen tiefer. Das zeigt die jüngste Studie von Inform: ‚Trendreport 2020 für den Maschinen- und Anlagenbau:…

    mehr lesen: Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

  • BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz stoppen ihre Kooperation zur Entwicklung automatisierter Fahrzeuge. Die Entwicklung einer gemeinsamen Technologiebasis wäre zu aufwendig, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Auch die Konjunktur spiele bei der…

    mehr lesen: BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

  • Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    VDMA Robotik+Automation rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent. Vor Ausbruch der Pandemie ging der Verband von einem Rückgang von 10 Prozent aus.

    mehr lesen: Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

  • Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Der Anruf kam am 20. Mai um 16.45 Uhr: Die Schmersal-Gruppe wurde von offizieller Seite informiert, dass Cyberkriminelle einen gezielten Angriff auf das Firmennetzwerk planen. Nach einer Verifikation des Anrufs…

    mehr lesen: Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

  • Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Ein Zusammenschluss von rund 60 Unternehmen aus Europa, Amerika und Asien hat mit ‘Omlox‘ einen Ortungsstandard für die Industrie eingeführt. Die weltweie Koordination wird durch die Profibus Nutzerorganisation übernommen.

    mehr lesen: Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

  • Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Im Forschungsprojekt ‘ProeK‘ haben die Projektpartner untersucht, wie sich die Produktion von Kleinserien bei Elektrofahrzeugen verbessern lässt. Beteiligt waren u.a. Elektrofahrzeughersteller und Forschungspartner wie das WZL der RWTH Aachen.

    mehr lesen: Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

  • Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Insgesamt steigen die Erwartungen an die Konjunktur für den Monat Juni 2020, haben die Volkswirte beim ZEW ermittelt. Viele exportorientierte wie der Maschinen- und Fahrzeugbau teilen diese positive Einschätzung noch…

    mehr lesen: Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

  • PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

    PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

    Der Softwareanbieter PSI hat Prognos Energy übernommen. Das Unternehmen aus Potsdam ist auf Einspeisungsprognosen aus erneuerbaren Energien spezialisiert.

    mehr lesen: PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

  • Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

    Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

    Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA unter 600 Mitgliedsfirmen gehen 68 Prozent davon aus, dass sie künftig genauso viele gewerblich-technische Ausbildungsplätze anbieten können, wie vor der Corona-Pandemie.

    mehr lesen: Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

  • Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

    Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

    Im Rahmen der Marktstudie ‚Industrielle Kommunikation/Industrie 4.0 2020‘ gaben im Januar/Februar 2020 mehr als 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie…

    mehr lesen: Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend