Viele Daten-Welten, ein Reporting-Kosmos

Mit den Fiori-Apps behalten Logistik-Verantwortliche die operativen Kennzahlen im Blick.
Mit den Fiori-Apps behalten Logistik-Verantwortliche die operativen Kennzahlen im Blick.Bild: Prismat GmbH

Was wäre, wenn Auswertungen zur Entscheidungsfindung möglich wären – ohne dass Fachkräfte Arbeit in Prognosen auf Basis ihrer Erfahrung und Einschätzung stecken müssen? Immerhin sind die Daten vorhanden, oder? Doch der Blick hinter das Display zeigt, dass noch jede Menge Optimierungspotenzial vorhanden ist. Zwar eignen sich Excellisten, um Kennzahlen zu erfassen und Diagramme zu generieren. Die Probleme bringen jedoch eine fehlende Vernetzung und der extrem hohe Pflegeaufwand mit sich. Sobald nicht nur ein einziger Prozess oder ein singuläres Lager im Fokus steht, wird es schnell unübersichtlich. Und spätestens, wenn sehr viele Listen und große Datenmengen zu verwalten sind, kommen Tabellenkalkulation, Erfahrung und Manpower an ihre Grenzen. Gefragt ist eine übergeordnete Lösung, in die alle Datentöpfe einzahlen.

SAP bietet mit SAP S/4Hana Embedded Analytics und der SAP Analytics Cloud gleich zwei Systeme an, die Management und Visualisierung aller Business-Daten erlauben. Grundlage ist in beiden Fällen die SAP-Hana-Datenbank als In-Memory-Plattform, auf die die Anwendungen zugreifen.

Die vorhandenen SAP-Module  können modifiziert werden.
Die vorhandenen SAP-Module können modifiziert werden.Bild: Prismat GmbH

Vordefinierte Analysen

Embedded Analytics ist Bestandteil von S/4Hana und damit für dessen Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar verfügbar. Es bietet viele vordefinierte Analysen, die sich beispielsweise in SAP Fiori anzeigen lassen. Analytics-Spezialisten können jedoch auch eigene KPIs (Key Performance Indicators), Berichte, Abfragen, Vorhersage- und Planungsszenarien erstellen. Die Analysemodelle werden im SAP S/4Hana Virtual Data Model implementiert, das Echtzeitzugriff auf die Transaktionsdaten bietet und daher keine Datenreplikation benötigt. Wichtig: Embedded Analytics arbeitet nur mit Daten, die sich bereits im SAP-S/4Hana-System befinden. Das heißt, Anwenderinnen und Anwender können keine externen Informationsquellen in die Analysen einfließen lassen. Embedded Analytics eignet sich damit für Unternehmen, die ein Tool für das operative Reporting benötigen und bereits SAP S/4Hana einsetzen.

Die SAP Analytics Cloud bereitet als Business-Intelligence-(BI)-Cloud-Werkzeug dagegen Daten verschiedenen Ursprungs für strategische Entscheidungen auf. Dabei unterscheidet sich die Analytics Cloud mit ihren Funktionen und Möglichkeiten von Embedded Analytics. Ein Grund dafür: Sie kann beliebige Datenquellen nutzen – beispielsweise auch solche aus einem Manufacturing-Execution-(MES)- oder Scada-System. Auch Kunden, die ein SAP-fremdes System nutzen, können ihre Daten mit der SAP Analytics Cloud analysieren. Diese bietet zudem hohe Entwicklungsraten und quartalsweise Updates.

Schneller Einstieg

Bei einem schnellen Einstieg in BI mit der SAP Analytics Cloud unterstützen vorkonfigurierte Dashboards. Diese können an individuelle Anforderungen angepasst werden.

Als Beispiel nennt Ralf Rath, SAP Senior Sales Consultant bei Prismat in Dortmund eine BI-Story aus der Transportlogistik zur Übersicht der Lieferperformance: „Hier werten wir aus, wie gut die gewünschten Liefertermine eingehalten werden. Innerhalb der Story haben wir durch die Cloud-Funktionalitäten immer die Möglichkeit zum Drill-Down in die einzelnen Daten. Integrierte Filter ermöglichen beliebige andere Auswertungen.“ Setzt die SAP Analytics Cloud auf eine vorhandene S/4Hana-Installation auf, können die SAP-Expertinnen und -Experten auch fertige Views als Datengrundlage verwenden. Die Analytics Cloud greift dann auf vordefinierte Filter und Selektionen zu.

Breite Datenbasis

Gemeinsam mit Key Usern entwickelt Prismat ein System, das unterschiedliche Quellen nutzen kann. So sind nicht nur die Informationen verschiedener SAP-Module wie SD (Vertrieb), EWM (Lagerlogistik) und TM (Transportlogistik) Grundlage, sondern beispielsweise auch die SQL-Datenbank eines Prozessleitsystems. Der Datenpool und die Dashboards gestatten Nutzerinnen und Nutzern, eigene Auswertungen zusammenzustellen und spezifische Berichte zu verfassen. „Da die jeweiligen Fachbereiche am besten beurteilen können, wie hoch die Aussagekraft der Abfragen ist, bietet ihnen die Installation die Möglichkeit, die Berichte direkt zu modifizieren“, erklärt Rath.

Seiten: 1 2



  • Datacenter-Trends für 2020

    Datacenter-Trends für 2020

    Steigende Datenmengen, europäische Cloud-Infrastrukturen, neue Hardware und der Energieverbrauch von Rechenzentren – dies sind aus Sicht des Herborner Unternehmens Rittal zentrale Datacenter-Trends des Jahres 2020.

    mehr lesen: Datacenter-Trends für 2020

  • Außenhandel legt zu

    Außenhandel legt zu

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wuchsen die Exporte der deutschen Wirtschaft im Oktober um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe nahmen hingegen ab.

    mehr lesen: Außenhandel legt zu

  • Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

    Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

    Nicht der Mensch bezahlt an der Kasse, sondern das Auto direkt an der Ladesäule. In einer Ökonomie der Dinge könnte dies Wirklichkeit werden. Genau daran forscht Bosch gemeinsam mit der…

    mehr lesen: Bosch-Forschungsteam macht DLT-Anwendungen skalierbar

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Fraunhofer IKS startet in München

    Fraunhofer IKS startet in München

    In München wurde das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS  eröffnet. Schwerpunkt der Forschung soll auf der Absicherung künstlicher Intelligenz (Safe Intelligence) liegen.

    mehr lesen: Fraunhofer IKS startet in München

  • Auftragseingang sinkt zweistellig

    Auftragseingang sinkt zweistellig

    Nach einer kurzfristigen Entspannung im September liegt der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Oktober elf Prozent unter dem Vorjahreswert.

    mehr lesen: Auftragseingang sinkt zweistellig

  • Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

    Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

    Im Maschinen- und Anlagenbau sind laut der aktuellen Ingenieurerhebung des VDMA 199.800 Ingenieure beschäftigt – Rekordniveau, wie der Branchenverband mitteilt. Dennoch haben die Unternehmen Schwierigkeiten entsprechende Stellen zu besetzen.

    mehr lesen: Fast 200.000 Ingenieure im Maschinenbau

  • Neues Institutsgebäude für das KIT

    Neues Institutsgebäude für das KIT

    Ab dem nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten am InformatiKOM auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie beginnen. Auf 10.000m² entstehen zwei Gebäude, in denen unterschiedliche Disziplinen zusammengebracht werden…

    mehr lesen: Neues Institutsgebäude für das KIT

  • Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

    Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

    Die große Mehrheit der im Rahmen einer IFS-Studie befragten Unternehmen plant, in KI-Technologien zu investieren. Davon erhoffen sie sich an erster Stelle Produktivitätssteigerungen der Belegschaft.

    mehr lesen: Produktivere Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz

  • Datenschutz und Quantencomputing

    Datenschutz und Quantencomputing

    Im neuen Projekt ‘PQC4MED‘ arbeitet das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit mehreren Partnern an Verfahren daran, medizinische Daten durch updatefähige Systeme langfristig vor Attacken durch Quantencomputer zu…

    mehr lesen: Datenschutz und Quantencomputing

  • Arbeitsmarktbarometer legt zu

    Arbeitsmarktbarometer legt zu

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,5 auf 102,1 Punkte zu. Verbessert hat sich der Ausblick…

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt zu

  • Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung

    Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung

    Von Rittal zu MR: Zum April nächsten Jahres stößt Holger Michalka zur Maschinenfabrik Reinhausen und übernimmt dort die Leitung des Geschäftsbereichs ‘Products und Operations‘.

    mehr lesen: Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung