Zwar haben sich diese leicht entspannt, allerdings von einem hohen Niveau aus. So beobachtet auch aktuell noch immer jeder zweite Befragte starke Engpässe bei Fachkräften für FuE, jeder Dritte bei Akademikern. Besonders kleinere Unternehmen sind betroffen. Bei vielen führen die Engpässe zu Verzögerungen oder gar Verzicht bei FuE-Projekten, zu verschlechterten Wettbewerbspositionen und zu Umsatzverlusten.
Bürokratie und Regeln hemmen die Branche
Ein zunehmendes Hemmnis stellen nach der Umfrage Bürokratie und Regulatorik dar. 71 Prozent der Firmen bestätigen, dass die Innovationskraft ihrer Unternehmen stark oder sogar sehr stark beeinträchtigt wird, weil Mitarbeitende bürokratische Aufgaben erledigen müssen, statt die Zeit für Forschung und Entwicklung zu haben. Nur fünf Prozent der befragten VDMA-Mitglieder sind nicht dieser Ansicht.
Maschinenbau will FuE intensivieren
In den kommenden Jahren wollen die VDMA-Mitglieder ihre FuE-Aktivitäten verstärken – sowohl im Inland als auch im Ausland. So rechnen 46 Prozent der Befragten mit mehr Forschung und Entwicklung im Inland. Nur 13 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Noch deutlicher ist das Ergebnis für FuE im Ausland. Hier wollen 68 Prozent ihre Aktivitäten verstärken und nur fünf Prozent werden ihr Engagement voraussichtlich zurückschrauben. Von denjenigen, die noch keine Forschung und Entwicklung im Ausland betreiben, rechnen 15 Prozent damit, dies in näherer Zukunft zu tun.
Erfolgsmodell Forschungszulage
Insgesamt zwei von drei Unternehmen haben innerhalb der letzten drei Jahre auch öffentliche Förderprogramme für Forschung und Entwicklung genutzt. Auf dem ersten Platz steht dabei mittlerweile die im Jahr 2020 eingeführte steuerliche Forschungsförderung. Sie ist das am häufigsten genutzte Instrument. „Die Forschungszulage entwickelt sich immer mehr zur Erfolgsgeschichte und steigert direkt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, unterstreicht Rauen. „Gleiches trifft zu auf die Industrielle Gemeinschaftsforschung, die bei den laufenden Haushaltsberatungen endlich finanziell ausgebaut werden muss“.






































