Intuitiv unterwegs im DMS/QMS: Synergien von Low-Code/No-Code und KI

Ai tech businessman use laptop with Virtual Ai brain icon for artificial intelligence use analytics automation and autonomous brain. big data management
Bild: ©Pakin Jarerndee/gettyimages.de

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) einen enormen Schub erhalten. Und Standardsoftware aus der Cloud unterstützt eine rasche Implementierung branchenspezifischer Tools. Jedoch sind die Anforderungen von Unternehmen und Abteilungen individuell und gehen über standardisierte Anwendungen hinaus. Genau hier kommen Low-Code-/No-Code-Ansätze ins Spiel. Diese ermöglichen es Expertinnen und Experten aus den Fachabteilungen, Anpassungen vorzunehmen – etwa bei Eingabemasken, Formularen, Metadatenmodellen oder der Automatisierung von Prozessen – ohne auf externe IT-Ressourcen angewiesen zu sein. Fabasoft Approve nutzt hier als Grundlage ein cloudbasiertes, KI-gestütztes Industrial DMS/QMS (Dokumentenmanagement- und Qualitätsmanagement-System).

Individuelle Anpassungen

Low-Code-/No-Code-Plattformen ermöglichen eigenständiges Adaptieren was Kosten reduziert und IT-Abteilungen entlastet. Nutzer können individuelle Anpassungen vornehmen, was Agilität und Effizienz im Arbeitsalltag unterstützt. Darüber hinaus helfen Low-code-/No-Code-Plattformen bei globale Roll-outs.

Die Unternehmensdatenmodelle und Dokumenttypen gestaltet die Fachabteilung individuell mithilfe eines Formulareditors via Drag&Drop. Spezifische Felder und Dokumenttypen, beispielsweise für CE-Kennzeichnungen, können sie per Knopfdruck hinzufügen. Gleichzeitig erlaubt ein grafischer BPMN 2.0-Editor die Modellierung individuell abgestimmten Workflows. Hierbei sind sowohl interne als auch externe Beteiligte entlang der Lieferkette in Prozessschritte wie Prüfen, Freigeben oder Genehmigen eingebunden. Auf diese Weise verwaltet die Software auch gesetzliche Vorgaben, Normen und Compliance-Regeln, die eine Sicherung bestimmter Dokumententypen für einen gewissen Zeitraum mit anschließender Löschung nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist erfordern.

Ein weiterer Effekt ist die regelbasierte Dokumentenklassifizierung, die den Umgang mit eingehenden Dokumenten optimiert. So lassen sich beispielsweise automatische Prüf-, Genehmigungs- oder Zahlungsprozesse für Rechnungen definieren. Ergänzend dazu erhalten Nutzer die Möglichkeit, mit Low-Code/No-Code Berichte und Analysen zu erstellen. Individuelle Berichtsformate erfordern wenige Klicks und können in externe Business-Intelligence-Tools integriert werden. Informationen aus anderen Datenquellen wie dem ERP-System verknüpft das DMS/QMS über Schnittstellen und führt die Informationen nach Bearbeitung auch wieder dorthin zurück.

Integrierte Low-Code-Editoren und Erweiterungsmöglichkeiten unterstützen Mitarbeitende der Fachabteilungen zusätzlich bei der Umsetzung.

360-Grad-Sicht im Qualitätsmanagement

In der heutigen Unternehmenslandschaft sind KI-Funktionen ein wesentlicher Bestandteil von Qualitätsmanagement-Tools. Ein Cloud-basiertes KI-gestütztes Dokumenten- und Qualitätsmanagementsystem verbindet Hersteller, Kunden und Lieferanten über eine gemeinsame Datenumgebung. Über den KI-Chat können Qualitätsverantwortlichen direkt mit Dokumenten wie Normen oder technischen Aktensammlungen interagieren und die KI liefert Antworten und Quellenangaben.

Manuelle, etwa in Excel erstellte, Prüfpläne ersetzt ein KI-gestütztes QMS durch automatisierte Quality Control Plans (QCPs). Über ein in der Software hinterlegtes Rechte- und Rollensystem erhalten Zulieferer automatisch Informationen zu Prüfschritten oder Zertifikatsanforderungen. Die Integration in die bestehende SAP-Architektur ermöglicht hierbei einen reibungslosen Dokumententransfer ohne Datenverlust.

Darüber hinaus untersützt KI auch im Reklamationsmanagement. Im 8D-Prozess liefert sie kontextsensitive Vorschläge für Sofort- und Korrekturmaßnahmen, die Qualitätsverantwortliche validieren und anschließend der KI zurückführen. Es entsteht ein kontinuierlicher Lernprozess, der das Fachwissen für ‚Lessons Learned‘ bereitstellt und neuen Kolleginnen und Kollegen zugänglich macht.

Ein weiterer Punkt ist die Unterstützung bei der FMEA ( Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse). Strukturelle, funktionale und fehlerbezogene Analysen stellt das DMS/QMS in einer Baumstruktur dar. KI verknüpft relevante Datenquellen und bündelt sie in einer gemeinsamen Ansicht. Präventive Maßnahmen priorisiert die KI, die letzte Entscheidung trifft dabei immer der Mensch.

360-Grad-Sichten bieten via KI einen Blick auf alle Unternehmensbereiche, beispielsweise auf verwandte Lieferantenmängel, Daten aus dem Einkauf oder Auditberichte. Dies unterstützt die Produkt- und Prozessqualität und reduziert Wiederholungsfehler.

Gut kombiniert

Die Kombination von Low-Code-/No-Code-Plattformen und KI ermöglicht es Unternehmen, ihre Digitalisierung selbst in die Hand zu nehmen. Durch die flexiblen Anpassungsmethoden okönnen ptimieren Firmen ihre Prozesse optimieren und dabei die volle Kontrolle über ihre digitalen Daten und Anwendungen behalten. KI unterstützt Aufgaben wie die Qualitätskontrolle und Dokumentenmanagementprozesse und optimiert diese. Low-Code-/No-Code-Plattformen dienen als Unterstützung für interne und externe IT-Abteilungen.



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