Der digitale Produktpass (DPP) soll bis 2030 EU-weit verpflichtend werden und erfordert standardisierte, durchgängige Produkt- und Nachhaltigkeitsdaten entlang des gesamten Lebenszyklus. Zwar liegen in vielen Unternehmen Produktdaten digital vor, doch nur ein Teil kann sie effizient nutzen oder standardisiert mit Partnern teilen – in der DACH-Region besteht zudem Aufholbedarf bei Ortung/Traceability und bei der Modernisierung gewachsener IT/OT-Landschaften.
MHP empfiehlt, den Nutzen früh sichtbar zu machen: DPPs schaffen Transparenz für Circular-Economy-Strategien, stärken Lieferketten-Resilienz und ermöglichen neue Geschäftsmodelle sowie bessere Produkte, Materialkreisläufe und Lieferantenauswahl. Unterschiedliche Stakeholder profitieren – von Konsumenten über Zulieferer und Reparaturbetriebe bis hin zu Recyclingunternehmen.
Für die Umsetzung braucht es Klarheit über regulatorische Anforderungen und ein standardisiertes Datenmanagement (u. a. Materialzusammensetzung, CO₂-Daten, Demontage-/Reparaturinfos, Sicherheit, Entsorgung). Der vorgeschlagene 7‑Stufen-Plan reicht von der Anforderungsanalyse über Nutzer- und Use-Case-Definition, Zielbild (Datenmodell, Architektur, UI), Pilotierung und technische Integration bis zur Skalierungs-Roadmap und einem langfristigen Betriebsmodell mit Reporting und kontinuierlicher Verbesserung.
Zentral ist der Aufbau einer Datenplattform, die Compliance-Datenpunkte bündelt, bereichsübergreifend harmonisiert und automatisiertes Reporting ermöglicht; KI kann Prognosen und Risikofrüherkennung unterstützen. Langfristiges Ziel sind „Zero Impact Products“ – dafür müssen insbesondere Scope‑3‑Emissionen sowie Product (Carbon) Footprints datenbasiert berechnet werden.
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Hier sollten Unternehmen darauf achten, dass Plattformen Daten über Fachbereiche hinweg harmonisieren, Transparenz über Dashboards, KPI-Tracking und automatisierte Alerts bieten sowie die Möglichkeit beinhalten, Audits zu erstellen und Reportings anzubinden. Zudem kann KI-Unterstützung dabei helfen, Emissionen vorherzusagen, Risiken in der Lieferkette zu erkennen, Ziele zu simulieren und Maßnahmen vorzuschlagen beziehungsweise Entscheidungen zu treffen.
Der Weg zum Zero Impact Product
Das langfristige Ziel sollten sogenannte Zero Impact Products sein – Produkte ohne negative Umweltauswirkungen. Um dies zu erreichen, müssen vor allem sogenannte ‚Scope-3-Emissionen‘ berechnet werden, die bei Industrieunternehmen schnell mehr als 80 Prozent der Gesamtemissionen ausmachen können. Außerdem bedarf es der Betrachtung des Product Environmental Footprint (PEF) bzw. in einer Spezifikation den Product Carbon Footprint (PDF). Eine zentrale Datenplattform kann hier unterstützen.
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