
Diese Zustandsbeschreibung galt schon im vergangenen Jahr und auch im Jahr davor. Es bleibt daher eine der vorrangigen Aufgaben von Unternehmensentscheidenden, Fachkräfte für den Umbau ihrer Organisationen und damit auch für die Transformation der gesamten Volkswirtschaft unseres Landes zu gewinnen. Trotzdem hat sich im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit vieles entwickelt, ja: zum Besseren gewendet. Es ist gerade einmal zwei Jahre her, seit OpenAI mit ChatGPT unseren Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) radikal verändert hat: Die mit großen Datenmengen trainierten Large Language Models (LLMs) des Unternehmens waren plötzlich in der Lage, in natürlicher Sprache zu kommunizieren und mit uns zusammen und im Dialog unglaubliche Leistungen zu vollbringen.
Tür in die Zukunft geöffnet
Diese Entwicklungen spiegeln sich in der Adaption von KI wider, auf die wir in unterschiedlichen Umfragen treffen. Fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) ist dem Branchenverband Bitkom zufolge überzeugt, „dass KI die Büroarbeit so revolutionieren wird wie die Einführung des PCs“. Die KI-Transformation wird sich aber nicht nur auf White-Collar-Arbeitskräfte beschränken; in einer weiteren Umfrage des Bitkom vom Mai dieses Jahres sagen fast 70 Prozent, dass KI die wichtigste Technologie für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie überhaupt sei.
In einer von Microsoft beauftragten deutschlandweiten Civey-Umfrage unter 1.500 Industrie-Entscheiderinnen und Entscheidern zeigen sich überdies bereits 37,3 Prozent überzeugt, dass generative KI den digitalen Wandel in ihren Unternehmen beschleunigen kann. Das sind deutliche 8,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. In derselben Umfrage haben wir aber auch festgestellt, dass insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen generative KI noch nicht oder nur wenig nutzen: Während mehr als jedes dritte Unternehmen (36,4 Prozent) mit über 1.000 Mitarbeitenden bereits generative KI einsetzt, nutzen nur 12,9 Prozent der Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten diese Technologie. Bei den mittelgroßen Unternehmen (50 bis 999 Beschäftigte) sind es mit 16 Prozent auch nur unwesentlich mehr.
KI in den Arbeits- und Produktionsalltag integrieren
Um die Entwicklung hin zu KI zu fördern, hat Microsoft angekündigt, die IT-Infrastruktur unseres Landes an die neuen Erfordernisse anzupassen; im Februar dieses Jahres haben wir bekannt gegeben, insgesamt 3,2 Milliarden Euro in den Ausbau der Cloudinfrastruktur in Deutschland zu stecken. Wir bauen dafür in NRW drei neue Rechenzentren und schieben parallel dazu eine große Qualifizierungsoffensive für die Nutzung von KI an.
Deutschland hat es drauf!
Wir machen das, weil wir an den Standort glauben: Deutschland hat es drauf, den digitalen Wandel mit künstlicher Intelligenz erfolgreich zu meistern! Mit dieser Überzeugung stehen wir nicht alleine: Der Internationale Währungsfonds beispielsweise hat Deutschland als eins der Länder eingestuft, die weltweit den größten Nutzen aus dem Einsatz künstlicher Intelligenz ziehen können. Unser Land ist wirtschaftlich stark, verfügt über eine gute Infrastruktur, eine herausragende Grundlagenforschung und über leistungsfähige Unternehmen.
Aber um diese Vorteile nutzen zu können, brauchen wir Verbündete. Wir brauchen Sie mit Ihrer unternehmerischen Kreativität und Schaffenskraft. Und wir brauchen unsere Partner – allein in Deutschland über 30.000, in unserer globalen Partner-Community sind es mehr als 400.000. Zusammen entwickeln wir aus den Möglichkeiten von KI neue Geschäftsmodelle und verbessern die Fähigkeiten der Menschen, kreativ, produktiv und nachhaltig zu arbeiten.
Zugang zum Portfolio
In unserem AI Cloud Partner Program fließen die Kompetenzen unserer Partner und die Skills unserer Kunden zusammen. Das Programm bietet Ihnen Zugang zu unseren Werkzeugen für die Entwicklung und Vermarktung von Cloud- und KI-Systemen, mit denen Sie Ihre Kunden unterstützen können.
Mit unseren Investitionen in die KI-Infrastruktur unseres Landes setzen wir auch einen deutlichen Fokus auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen für mehr als 1,2 Millionen Menschen in Deutschland bis Ende 2025. Zusammen mit unseren Partnern starten wir neue Trainingsprogramme, die sich auf den Aufbau von KI-Kenntnissen, die Entwicklung technischer KI-Fähigkeiten, die Unterstützung der KI-Transformation in Unternehmen und die Förderung einer sicheren und verantwortungsvollen Entwicklung von künstlicher Intelligenz konzentrieren. Dazu wird auch das erste berufliche Zertifikat für generative KI gehören. Wenn wir es gemeinsam schaffen, deutsche Ingenieurskunst mit den Fähigkeiten moderner Technologien zu neuer Blüte zu treiben, haben wir eine großartige Chance, den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu verbessern. Diese Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen!
Sie sind nicht alleine!
Als IT-Verantwortliche in der produzierenden Industrie wissen Sie genau, was Sie vor Ort brauchen, um KI gewinnbringend einzusetzen. Aber Sie müssen das nicht alleine umsetzen. Wir stehen an Ihrer Seite – gemeinsam mit unseren Partnern. Die umfangreichen Aufgaben der digitalen Transformation lassen sich unmöglich nur von einem genialen Kopf, nicht mal von einem großen Unternehmen erledigen, nicht mal von uns. Niemand erwartet daher, dass Sie das alleine schaffen müssen. Warum auch? Wir haben mit unseren Partnern und vielen Kunden so viele so unterschiedliche Projekte realisiert, dass wir wissen, worauf es ankommt. Das ist genau der Grund, warum wir auf ein Partnernetzwerk bauen, in das jeder seine Stärken einbringen und auf Augenhöhe an den Themen unserer Zeit arbeiten kann.
In der vorliegenden Ausgabe von IT&Production stellen wir Ihnen einige unserer Partner mit ihren aktuellen Projekten und Schwerpunkten vor. Sie zeigen Ihnen, wie sie auf Basis moderner, digitaler Technologien und ihrer großen Branchenexpertise an intelligenten, nachhaltigen und sicheren Lösungen arbeiten. Da ist sicher etwas für Sie dabei.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg bei Ihren Digitalisierungsprojekten!
Ihre
Edith Wittmann
Leiterin der Global Partner Solutions Organisation (GPS) bei Microsoft Deutschland
Edith Wittmann, Microsoft Deutschland






































