
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in deutschen Unternehmen wächst. Laut einer Auswertung des Ifo Instituts verwendeten im Juni 2025 rund 40,9 Prozent der Firmen KI in ihren Geschäftsprozessen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um knapp 14 Prozentpunkte. Weitere 18,9 Prozent der Unternehmen planen, den Einsatz von KI in den kommenden Monaten zu beginnen. „KI wird zunehmend zu einem strategischen Thema in den Unternehmen“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
Branchenunterschiede beim KI-Einsatz
Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Bauhauptgewerbe aus: Dort stieg der Anteil KI-nutzender Betriebe innerhalb von zwei Jahren von 7,1 auf 25 Prozent. Auch im Handel gab es einen stärkeren Anstieg – von 10 auf knapp 34 Prozent. In der Dienstleistungsbranche und im verarbeitenden Gewerbe verwenden jeweils über 40 Prozent der Unternehmen KI-Technologien. Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Branchen deutlich. In der Werbung und Marktforschung nutzen 84,3 Prozent KI, bei IT-Dienstleistern liegt der Anteil bei 73,7 Prozent. Die Automobilbranche kommt auf 70,4 Prozent. In der Chemischen Industrie und im Maschinenbau liegt der Wert jeweils bei etwa 50 Prozent.
Kleinstunternehmen weniger aktiv bei KI
Die Nutzung von künstlicher Intelligenz hängt auch mit der Unternehmensgröße zusammen. Nach Zahlen des Ifo Instituts setzen 56 Prozent der Großunternehmen KI ein. Bei kleinen und mittleren Unternehmen liegt der Anteil bei 38 Prozent. Kleinstunternehmen nutzen KI zu 31 Prozent. Dabei zeigt sich laut Ifo-Daten, dass auch kleinere Firmen zunehmend über den Einsatz nachdenken. Viele sind derzeit in Planung oder Diskussion.
Geringere Relevanz in einzelnen Branchen
Trotz der insgesamt steigenden Nutzung gibt es Branchen, in denen KI seltener eingesetzt oder diskutiert wird. So gaben 22,2 Prozent der Einzelhändler an, dass künstliche Intelligenz aktuell kein Thema für sie sei. Auch in der Gastronomie und im Bauhauptgewerbe sei das für jeweils rund 27 Prozent der Betriebe der Fall, so das Ifo Institut. „Damit bleiben diese Bereiche im Vergleich zu anderen Branchen zurückhaltender, wenn es um eine künftige Strategie für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht“, sagt Wohlrabe.






































