Digitaler Zwilling von antiken Instrumenten
Reverse Engineering des Stradivari-Klangs

Zehn Jahre Daten analysiert
Seit mehr als einem Jahrzehnt haben die Experten Daten aus Modellanalysen gesammelt. Das Ziel ist es, die Daten der klassichen Instrumente dazu zu nutzen, die Produktion moderner Instrumente zu verbessern. Die gesammelten Daten wurden dann mit Simcenter Testlab analysiert. Zehn Jahre nach Projektbeginn gehen die Wissenschaftler neue Wege von der Modellanalyse hin zum kompletten digitalen Zwilling. Das jüngste digitale Abbild ist das Modell der Montanari-Geige, das in der CAD-Software NX erstellt wurde und in der 3D-Simulationssoftware Simcenter weiter untersucht wird, um die Auswirkungen der verschiedenen akustischen Datensätze zu untersuchen. Möglicherweise könnten so digitale Zwillinge unbezahlbarer historischer Geigen für Forschungszwecke erstellt werden. „Mit Simcenter 3D können wir sehr schnell die Bedeutung eines Testaufbaus überprüfen und weitere akustische Möglichkeiten, an die wir in einem traditionellen Aufbau nicht gedacht hätten, untersuchen“, erklärt Ravina. Die Lösung samt Hardware ist dabei portabel und der Testaufbau damit an beliebigen Orten möglich.

Impulse für die Branche
„Unsere Forschung ist deshalb so wichtig, weil ein Geigenbauer ganz spezifische Informationen benötigt, die oft nicht verfügbar sind“, fasst Ravina zusammen. „Das ist der Grund, warum gerade tragbares Equipment von Bedeutung ist. Die Lösungen sind einfache Werkzeuge, mit denen der Instrumentenbauer schnell Aufschluss über Fragestellungen während des Herstellungsprozesses bekommt.“ Sowohl Professor Ravina als auch Montanari weisen darauf hin, dass die digitale Reise für den alten Beruf des Geigenbauers erst anfängt. Beide Experten sind sich sicher, dass sich die Forschungsarbeit sowohl auf die traditionellen handgefertigten Modelle als auch auf die massenproduzierten Streichinstrumente auswirken wird.







































