Simulation und Optimierung

In den frühen Designphasen kann Simulation die Entscheidungsfindung unterstützen und dient auch in den nachfolgenden Phasen zur Validierung einer Konstruktion. Sie ist entscheidend für eine intelligente Produktentwicklung. Durch den Einsatz von Simulation sind weniger zeit- und kostenintensive Prototypen und Tests erforderlich: Das spart Material und Kosten, und der Weg zu Lösungsansätzen wird oft kürzer, was indirekt auf die Nachhaltigkeit einzahlen kann. Bereits in der frühen Designphase können die Eigenschaften und Funktionen von Produkten hinsichtlich der bestmöglichen nachhaltigen Materialauswahl simuliert werden. Simulation und KI können Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile hinsichtlich verkürzter Entwicklungszeiten und geringerer Kosten verschaffen.

Daten für die Entwickler

Die Basis für die intelligente Produktentwicklung besteht in der transparenten Verfügbarkeit und Sichtbarkeit von Daten, dem zentralen digitalen Thema. Mit der Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen wird die Zusammenarbeit über die Abteilungen vereinfacht, indem alle benötigten Informationen den Angestellten stets zur Verfügung stehen. Das sichert die Kommunikation entlang des Produktlebenszyklus ab. Ergänzt mit einer modellbasierten Konstruktionsmethodik zur Optimierung von Produktarchitektur, Konstruktionsmerkmalen, Prozessen und Fertigungsinteraktionen wird das Engineering weiter optimiert, bis hin zur Fähigkeit der ausgefeilten Prognostik. Im konkreten Anwendungsfall heißt das, dass mit den Daten eines vollständig beschriebenen Produktmodells, das neben der beschreibenden 3D-Geometrie auch die Integration aller Fertigungsinformationen (PMI) nach den Model Based Definiton-Standards enthält, ein echtes Mastermodell mit allen relevanten Informationen für die Weiterverwendung und aufgebaut als Funktionsmodell für die Simulation erstellt wird. Mit rollenbasierten Applikationen können die Daten aus der Konstruktion entlang des gesamten Produktlebenszyklus anwendergerecht und zum richtigen Prozessschritt mit den jeweils benötigen Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Integration von PLM-, ALM- und QM-Systemen kann zur Förderung intelligenter Produktentwicklung beitragen, da Informationen aus der Produktstruktur oder der Anforderung sowie dem funktionalen Modell unmittelbar verfügbar sind und ohne manuelle Übertragung im QMS integriert werden.

Varianten und Konfigurationen

Die umfangreiche Funktionalität von PLM-Systemen wird von vielen Unternehmen noch immer nicht vollständig genutzt. Kompetenzen wie Variantenmanagement und die Verwaltung von BOMs (eBOM, mBOM, sBOM und recyclingBOM) bieten ein großes Potenzial für die intelligente Entwicklung der immer komplexeren Produkten. Mit Kombination der Tools für die Produktentwicklung und Ausnutzung aller Funktionalitäten kann der Konstruktionsprozess weiter optimiert werden. Dafür ist es wichtig, bereits in der frühen Designphase die Grundlagen für die Verknüpfung von Informationen zu legen. Erst dadurch ist es möglich, einmal angelegte Produktstrukturen und Daten durchgängig und transparent zur Verfügung zu stellen und effektiv nutzen können, ohne diese mehrfach anzulegen.

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