WSCAD-CEO Dr. Zein: „Ein echter Produktivitätsgewinn für das gesamte Team“

347092 Christian Angerer HA15473 color 2
Bild: WSCAD GmbH

Wie entstand die Idee, einen KI-Assistenten zu implementieren?

Axel Zein: Wir wurden 2023 durch OpenAI und insbesondere ChatGPT inspiriert. Schnell erkannten wir das Potenzial eines KI-Assistenten für unsere Anwender. In einem vertraulichen Pilotprojekt haben wir zunächst die Machbarkeit geprüft und anschließend mit der Entwicklung begonnen. Weniger als zwölf Monate später konnten wir den WSCAD AI Copilot unseren Kunden bereitstellen. Da wir eine KI-Lösung für alle zugänglich machen wollten, haben wir bewusst entschieden, für den AI-Copilot in unserer E-CAD-Software keine zusätzlichen Gebühren zu erheben – obwohl allein der Betrieb mit Kosten verbunden ist.

Das Tool richtet sich gleichermaßen an Experten und Gelegenheitsanwender. Wie adressiert das Tool diese unterschiedlichen Kenntnisstände? Gibt es beispielsweise verschiedene Rollen?

Zein: Die Bedienung eines KI-Tools muss so intuitiv wie möglich gestaltet sein. Ein gutes KI-Tool erkennt automatisch anhand der Fragestellungen, ob es mit einem Experten oder einem Gelegenheitsanwender interagiert. Wenn der Nutzer selbst angeben müsste, auf welchem Wissensstand er sich befindet, wäre das ein gravierender Fehler in der Softwareentwicklung.

Der Copilot ist darauf ausgelegt, die Produktivität seiner Anwender zu steigern – unabhängig von deren Erfahrungslevel. Studien zeigen, dass der Produktivitätsschub bei Nutzern mit geringem bis moderatem Kenntnisstand besonders ausgeprägt ist. Das liegt daran, dass die KI komplexe Aufgaben übernehmen kann, deren Ablauf dem Gelegenheitsanwender oft nicht einmal bekannt ist. Ein Beispiel: In der Software eines Wettbewerbers sind 21 Klicks erforderlich, um eine Stückliste zu erstellen – eine Aufgabe, die in jedem Projekt anfällt. Ein Gelegenheitsanwender muss dabei jedes Mal die exakte Reihenfolge einhalten, was zeitaufwändig ist und zu Fehlern führen kann. Beim AI Copilot hingegen reicht der Befehl: „Erstelle mir die Stückliste“, und die Aufgabe ist in wenigen Sekunden erledigt. Dadurch können Gelegenheitsanwender Aufgaben übernehmen, die zuvor ausschließlich Experten vorbehalten waren – ein echter Produktivitätsgewinn für das gesamte Team.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Expertenaufgaben. Z.B.: „Finde die Fehler in meinem Projekt“. Anstatt jede Seite des Schaltplans selbst prüfen zu müssen, identifiziert der Copilot automatisch Verbindungen, die ins Leere laufen, oder Symbole ohne zugewiesene Artikel. Der Experte kann sich anschließend auf das Sichten und Korrigieren der identifizierten Fehler konzentrieren. Dabei bleibt die Verantwortung beim Elektrokonstrukteur.

Was sind die nächsten Entwicklungsschritte für den Co-Piloten?

Zein: Wir haben zahlreiche Ideen, wie wir mithilfe künstlicher Intelligenz Arbeitsprozesse in der Elektrokonstruktion weiter automatisieren und den Alltag unserer Anwender erleichtern können. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen und integrieren auch ihre Vorschläge und Anforderungen in die Weiterentwicklung unserer KI-Software.



  • Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Die Unternehmen der deutschen Informationswirtschaft sind oftmals unzufrieden mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des ZEW. Demnach überwiegen in jedem zweiten Unternehmen…

    mehr lesen: Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

  • Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M wollen künftig als Technologiepartner für die IoT-Datenbank CrateDB zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Crate.io und M&M Software kooperieren

  • Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um 7% auf 1,7Mrd.€ erhöht. Der Auftragseingang lag bei 1,8Mrd.€ (2018: 1,7Mrd.€).

    mehr lesen: Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

  • Worauf CIOs achten sollten

    Worauf CIOs achten sollten

    Nicht Wachstum, sondern die Sicherung der Unternehmenszukunft steht während der Corona-Pandemie im Fokus der Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Gartner hat diesbezüglich acht Maßnahmen identifiziert, die CIOs ergreifen sollten.

    mehr lesen: Worauf CIOs achten sollten

  • Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    ITK-Unternehmen bewerten Geschäftslage noch als befriedigend, blicken aber pessimistisch in die Zukunft. Der Digitalindex des Branchenverbandes Bitkom rutschte auf den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung.

    mehr lesen: Digitalindex rutscht auf Tiefststand

  • Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Etwa 55 Prozent der deutschen Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt. Darunter nicht nur Firmen, die stark von der Pandemie betroffen sind. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft…

    mehr lesen: Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

  • Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Mit einem Stand von 93,5 Punkten weißt das IAB-Arbeitsmarktbarometer den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung im Jahr 2008 auf.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

  • KI und ERP für verbesserten Service

    KI und ERP für verbesserten Service

    Durch die Kooperation zwischen Proalpha und Empolis können Unternehmen ihren Servicemitarbeitern Wissen kontextsensitiv zur Verfügung stellen. Konkret wird Empolis Service Express in das ERP-System von Proalpha integriert.

    mehr lesen: KI und ERP für verbesserten Service

  • Handel mit China stark beeinträchtigt

    Handel mit China stark beeinträchtigt

    Zwar konnten die deutschen Elektroexporte im Februar 2020 mit einem Volumen von 16,7 Milliarden Euro noch ein leichtes Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen. Jedoch gingen die…

    mehr lesen: Handel mit China stark beeinträchtigt

  • Ein FTS für kleine Unternehmen

    Ein FTS für kleine Unternehmen

    In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen das Startup Flexlog und das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover ein besonders günstiges und flexibles Fahrerloses Transportsystem entwickeln, das noch dazu ganz einfach…

    mehr lesen: Ein FTS für kleine Unternehmen