Jürgen Hamm von NetApp: „Damit der Mittelstand nicht abgehängt wird“

Was ist die Idee des AAS Dataspace for Everybody und wie grenzt sich dieser eventuell auch von anderen X-Projekten, wie etwa Manufacturing-X, ab?

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Bild: NetApp Deutschland GmbH

Jürgen Hamm: Wir grenzen uns nicht ab, sondern unterstützen die X-Projekte. Der Dataspace for Everybody ist für jene Unternehmen gedacht, die nicht den finanziellen Rahmen und das Skillset haben, um sich selbst mit dem Thema Datenräume außeinanderzusetzen. Die Idee dahinter ist, die Komplexität für diese Unternehmen zu reduzieren und ihnen so einen schnellen Einstieg zu ermöglichen. Die Projektpartner liefern alles, was dafür nötig ist – von Technologie über Beratung bis zu Implementierung.

Warum sind niedrige Einstiegshürden wichtig?

Haben Unternehmen entsprechende Expertise, dann dauert es aus der Erfahrung heraus – beispielsweise im Fall von Catena-X – etwa zwei bis vier Wochen, bis Unternehmen die Plattform produktiv nutzen können. Stellen Sie sich nun vor, Sie sind ein kleines mittelständisches Unternehmen und produzieren ein Bauteil, dass ein Automobilhersteller nutzen und künftig über Catena-X beziehen möchte. Der Schritt hin zum Datenraum ist für ein mittelständisches Unternehmen, das über keine Expertise auf diesem Gebiet verfügt, schwieriger umzusetzen. Mit dem Dataspace for Everybody gelingt dies per Knopfdruck.

Wie hängen der digitale Zwilling bzw. die Verwaltungsschale mit dem Dataspace zusammen?

Vereinfacht gesagt stellen Datenräume bzw. die X-Projekte einen Marktplatz dar, auf dem Unternehmen – rechtlich abgesichert – Informationen austauschen können. Der digitale Zwilling, bzw. die Twin Registry ist Teil der Referenzarchitektur eines solchen Datenraums. Warum? Man kann mit einem digitalen Zwilling nicht nur eine Maschine, sondern auch Personen und Prozesse digital abbilden. Benötigt ein Unternehmen für ein Fertigungsverfahren beispielsweise ein Teil von einem anderen Hersteller, bei dem vielleicht gewisse Spezifikationen austegauscht werden sollen, kann dies relativ leicht über den digitalen Zwilling realisiert werden. In diesem Zusammenhang spielt auch der digitale Produktpass eine Rolle. Zusätzlich sind die Themen Carbon Footprint sowie der Battery Pass Bereiche, die wir aktuell als Treiber für den digitalen Zwilling sehen.

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