Und welchen Umfang bietet das Angebot?

Zunächst bietet der Dataspace for Everybody eine kostelose Testmöglichkeit für IDTA-Mitglieder. Jedes Unternehmen kann so testen, ob der eigene Use Case funktioniert. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Informationen mit jedem geteilt werden, der sich in diesem Datenraum bewegt. Jedoch geht es hier nicht darum, Produktivdaten oder IPs zu teilen, sondern darum, Erfahrungen zu sammeln.

Haben Unternehmen eine Software bzw. eine App für den Dataspace entwickelt und wollen ein Stück weitergehen, können wir die Architektur von Anfang an so aufbauen, dass wir die vorhandene Infrastruktur virtualisiert auftrennen können (Secure Multi Tendency). Dadurch arbeiten die Unternehmen zwar auf der selben Infrastruktur, sehen sich jedoch nicht.

Eine dritte Möglichkeit richtet sich an Unternehmen, die einen hybriden Ansatz verfolgen oder eine Campusarchitektur betreiben. In diesem Fall können wir von einer Maschine des Anwenders eine Verbindung bis zu uns aufbauen – hier spricht man von einem gehärteten Zugang. Die größte Herausforderung für dieses Szenario liegt in der Cybersicherheit. Wir wissen, wie das technisch umsetzbar ist; es muss aber mit der IT-Abteilung des Anwenderunternehmens abgeklärt sein. Das ist kein leichter Schritt und kostet mindestens 2/3 der Projektlaufzeit.

Ein weiteres Angebot sind Workshops, in denen wir Blueprints für Unternehmen erarbeiten, die dann beim Anwender umgesetzt werden können.

Wie ist die Resonanz bisher und welche weiteren Schritte sind geplant?

Wir sind mehr als zufrieden. Stand heute haben wir etwa 20 Anwender, die auf dem geteilten Dataspace testen, vier auf dem privaten. Hinzu kommen noch weitere Anfragen. Was die weiteren Schritte angeht, so wollen wir näher an die X-Projekte herankommen. NetApp beteiligt sich z.B. an Semiconductor-X. Und auch im Catena-X-Umfeld sehen wir Projekte. Das Problem ist die hohe Einstiegshürde: Große Unternehmen können das leisten, kleine aber nicht. Deswegen der Dataspace for Everybody und der damit verbundene Wunsch der Plattform Industrie 4.0, dieses Thema anzugehen, um den Mittelstand nicht zu verlieren. Denn ohne den ist auch der große Autobauer hilflos.

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