VDMA erwartet Produktionsrückgang

Umsatz im deutschen Maschinenbaumarkt 2024
Umsatz im deutschen Maschinenbaumarkt 2024 – Bild: VDMA e.V.

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erwartet auch im kommenden Jahr einen Produktionsrückgang, und erstmals seit vielen Jahren droht in der Branche wieder ein – wenn auch leichter – Stellenabbau.

Die schwierige konjunkturelle Lage des Maschinen- und Anlagenbaus spiegelt sich in wichtigen Kennziffern wider. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres kamen 8 Prozent weniger Bestellungen in die Bücher. Die Kapazitätsauslastung sank im Oktober auf 79,1 Prozent. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau ist in den ersten zehn Monaten nach teils vorläufigen Zahlen um 6,8 Prozent gesunken. „Für das Gesamtjahr 2024 rechnen wir unverändert mit einem Produktionsminus von real 8 Prozent zum Vorjahr“, sagte der VDMA-Präsident. Im kommenden Jahr dürften sinkende Zinsen nicht nur dem Konsum, sondern auch der globalen Investitionsbereitschaft zugutekommen und eine konjunkturelle Erholung einleiten. Doch ein fulminanter Aufschwung der Weltkonjunktur ist nicht zu erwarten. „Zentrale Belastungsfaktoren wie Kriege und Protektionismus sowie Strukturbrüche bleiben uns erhalten. Wir müssen also weiterhin mit viel Gegenwind rechnen und bestätigen daher unsere Prognose, wonach der Maschinen- und Anlagenbau 2025 ein reales Produktionsminus von 2 Prozent verbuchen wird“, sagte Kawlath.

Laut einer aktuellen Umfrage unter gut 500 Mitgliedsfirmen rechnen 61 Prozent der Befragten mit einem Stellenabbau in den kommenden 12 Monaten und nur 20 Prozent mit Stellenaufbau. „Insbesondere große Unternehmen sind pessimistisch“, sagte der VDMA-Präsident. Nur im Nachwuchsbereich gebe es unverändert mehr Betriebe, die Stellen aufbauen wollen, als solche, die einen Abbau planen. „Unterm Strich rechnen wir mit einem leichten Stellenabbau im nächsten Jahr“, bilanzierte Kawlath.

Drei von vier Unternehmen wollen US-Geschäft ausweiten

Mit dem Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump im Januar 2025 muss sich auch der Maschinen- und Anlagenbau im US-Geschäft auf neue Turbulenzen einstellen. „Die Ära Trump 2.0 wird mit einiger Sicherheit disruptiver als die erste Amtszeit. Wir sind auf mehr Störungen vorbereitet, glauben aber, dass der US-Markt nach wie vor Chancen für uns bieten wird“, sagte Kawlath.

Er berief sich dabei auch auf eine aktuelle VDMA-Umfrage unter 560 Mitgliedsfirmen:

Demnach wollen die meisten Unternehmen (72 Prozent) ihr USA-Geschäft ausweiten bzw. ein solches aufnehmen. Dabei ausschlaggebend sind insbesondere drei Gründe: Marktgröße (89 Prozent), wachsender Markt (72 Prozent , Nähe zum Kunden (61 Prozent).

Rund die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen, die eine Intensivierung ihres USA-Geschäfts planen, möchte dies in Form von Produktion oder Montage tun.

US-Importzölle in Höhe von 10 bis 20 Prozent auf alle Importe hätten dabei einen starken (49 Prozent) oder sehr starken Einfluss (19 Prozent) auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen



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