
Dieser Herausforderung widmen sich mehrere Fraunhofer-Institute im Leitprojekt ‚Swap – Heterogene, auslastungsoptimierte Roboterteams und Produktionsarchitekturen‘, in dessen Rahmen die Swap-IT-Architektur entwickelt wurde. Wie die Projektbeteiligten mitteilen, ermöglicht diese eine Transformation von starr verketteten Einzweck-Produktionssystemen zu flexiblen und dynamischen Verbünden von Bearbeitungsstationen. Im Vordergrund stehen modular aufgebaute Produktionssysteme, die sowohl zentral als auch dezentral organisierte Komponenten unterstützen. Die Module lassen sich an die Anforderungen der Produktionsumgebung anpassen und können mit geringem Aufwand weiterentwickelt werden, heißt es weiter.
Um eine gemeinsame Architektur zu entwickeln, bündelten die Fraunhofer-Verbünde Produktion, Light & Surfaces sowie IUK-Technologie ihre interdisziplinären Kompetenzen. Als Anwendungsmöglichkeiten nennen die Beteiligten etwa Automobilproduktion, Maschinenbau, Flugzeugbau und Elektrotechnik.
Architektur und Beschreibungssprache als Open Source
Ein wichtiger Schritt in Richtung umsetzungsreifes Cyber-Physisches Produktionssystem ist die auftragszentrierte Produktionsumgebung, in der Produktionsaufträge mittels eigens entwickelter Beschreibungssprache, der Production Flow Description Language (PFDL), orchestriert und an die Bearbeitungsstationen ausgeliefert werden. Diese PDFL formalisiert Produktionsaufträge und steuert vollautomatisch Aufträge ein. Die Produktionsressourcen können mit der Architektur dynamisch zur Laufzeit allokiert werden, was eine schnelle Reaktion auf Ausfälle oder kurzzeitige Auftragsspitzen erlaubt. Sowohl Architektur als auch PFDL der Swap-IT stehen künftig Open-Source für einen Ausbau zur modularen Produktionsarchitektur zur Verfügung.
Im Rahmen eines Industrieworkshops am 26. September wollen die Beteiligten die bisherigen Ergebnisse präsentieren und in Referententandems mit Industrievertretern im Hinblick auf unterschiedliche Einsatzszenarien evaluieren. Schwerpunkt der ersten Hälfte ist die Diskussion des erreichten Standes im Kontext der industriellen Anforderungen. Im zweiten Teil soll eine komplette, nach dem Swap-IT-Ansatz gesteuerte, Prozesskette vorgestellt werden. Auch der Austausch mit den künftigen Anwenderinnen und Anwendern wird Teil des Workshops sein.






































