Siemens gliedert eMobility-Geschäft aus

Siemens plant, sein eMobility-Geschäft auszugliedern. Im Jahr 2018 bündelte das Unternehmen seine Ladeaktivitäten für Elektrofahrzeuge und überführte diese 2022 in eine eigene Geschäftseinheit.

Elektroautos sind per Kabel an den Ladesaeulen angeschlossen
Bild: ©Ronald Rampsch/stock.adobe.com

Die Ausgliederung von Siemens eMobility soll dem Geschäft unternehmerischen Freiraum geben, um sich zu einem agileren, stärker fokussierten und effizienteren Anbieter zu entwickeln. So könne Siemens eMobility die Chancen auf dem schnell wachsenden und dynamischen Markt für Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge besser nutzen.

Neben Investitionen in die eigene Entwicklung im Bereich eMobility hat Siemens zuletzt mehrere Übernahmen vorgenommen, unter anderem von Heliox, einem Spezialisten für DC-Schnellladesysteme mit Fokus auf dem Laden von eBus- und eLKW-Flotten. Durch die bevorstehende Ausgliederung werden Siemens eMobility und Heliox in einer eigenen rechtlichen Struktur zusammengeführt.

„Mit der neuen Aufstellung ist das eMobility Geschäft in der Lage, sich auf Geschäftsfelder mit hohem Potenzial und auf strategisch relevante Regionen zu konzentrieren und dadurch die Profitabilität zu steigern. Es hat mehr Freiraum, den Fokus auf seine geschäftlichen Stärken zu legen. Dieses Geschäft wird gut positioniert sein, um neue Partnerschaften einzugehen, den Kundenzugang über neue Vertriebskanäle zu erweitern und die Kapazitäten in neuen Endmärkten auszubauen“, sagte Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Siemens Smart Infrastructure.

Siemens eMobility bietet IoT-fähige Hardware, Software und Services für AC- und DC-Ladestationen von 11kW bis 1MW für eine Vielzahl von Anwendungen. Heute verfügt das Unternehmen über Produktions- und F&E-Standorte in Deutschland, Portugal, den Vereinigten Staaten, Indien und den Niederlanden.