Der verlässliche und sichere Betrieb von Anlagen und Systemen ist in der industriellen Produktion ein zentraler Aspekt. Die Entwicklung des Internets hat diese Welt der industriellen Fertigung revolutioniert.

Es bringt extreme Vorteile für die gesamte Fertigungsindustrie, aber auch neue Sicherheitsrisiken. Jede Vernetzung von Industrieanlagen mit dem Internet bildet potenziell ein neues Einfallstor für schädliche Software oder Hackerangriffen. Das Konzept der OT (Operational Technology) Security soll diese Verbindung der industriellen Welt mit dem Internet sicher gestalten helfen. Nach Erkenntnissen von TÜV Rheinland, dauert es im Durchschnitt knapp 200 Tage, bis ein Unternehmen bemerkt, dass es Opfer eines Cyber-Angriffs geworden ist. Sind Hacker erst einmal eingedrungen, können sie unentdeckt Daten abziehen oder manipulieren und großen Schaden zufügen. Im Sommer 2018 hat TÜV Rheinland ein global tätiges Industrial Cybersecurity Center of Excellence mit Sitz in Kuala Lumpur gegründet. Das Kompetenzzentrum befasst sich mit den Bedürfnissen von Unternehmen für mehr Cybersicherheit. Im Fokus stehen dabei Industrieunternehmen, produzierende Unternehmen, Anlagenbetreiber, Energieversorger sowie Transportunternehmen. Auch wurde ein OT Security Lab gegründet, welches eine sichere und kontrollierte Umgebung bietet, um Schwachstellen in industriellen Systemen erkennen zu können und Cyber-Sicherheitsbedrohungen zu simulieren. TÜV Rheinland bietet seit März 2019 auch Zertifizierung im Bereich industrieller Cybersecurity an. Fachkräfte werden auf drei Ebenen bewertet: nach ihrer Ausbildung und beruflichen Karriere, ihren technischen Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit. Hierbei sind bereits die Einstiegsvoraussetzungen sehr hoch: Teilnehmerinnen und Teilnehmer weisen eine Erfahrung von mindestens zehn Jahren im Bereich Cybersecurity vor, davon fünf Jahre als Führungskraft.






































