Mission KI und Xayn entwickeln KI-basiertes Prüfsystem für sicheren Datenaustausch

Dr. Leif-Nissen Lundbaek, CEO Xayn (links) und Dr. Peyman Khodabakhsh, Projektleiter MISSION KI bei acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (rechts).
Dr. Leif-Nissen Lundbaek, CEO Xayn (links) und Dr. Peyman Khodabakhsh, Projektleiter MISSION KI bei Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (rechts). – Bild: ©MISSION KI/Heiko Laschitzki.

Daten sind die Grundvoraussetzung für KI-Innovationen. Doch oft bestehen bei Unternehmen Unsicherheiten beim Teilen und Nutzen von Daten. Um die Attraktivität von Datenräumen und den datenraumübergreifenden Austausch von Daten zu erhöhen, entwickelt das Berliner KI-Startup Xayn im Rahmen der Initiative Mission KI ein KI-basiertes Sicherheits- und Qualitäts-Monitoring. Die neue Anwendung soll Datenraumnutzern automatisch anzeigen, wenn im Datenaustauschprozess ein Verstoß gegen Compliance-Vorgaben vorliegt oder Cyberrisiken bestehen und so die Sicherheit und Datenqualität grundlegend verbessern.

Xayn hat mit Noxtua die nach eigenen angaben erste souveräne europäische Rechts-KI mit eigenem Sprachmodell entwickelt, die eine datenschutzkonforme Alternative zu US-amerikanischen KI-Systemen bietet. Im Rahmen von MISSION KI kündigt Xayn an, seine Technologie für den Datenaustausch zwischen Unternehmen in Datenräumen weiterzuentwickeln. Dafür setzt das Unternehmen auf der Technologie von Noxtua auf. Ziel des Prüfsystems ist es, die Einhaltung der EU-Gesetzgebung für die Datenökonomie wie des Data Act, des Data Governance Act und des Digital Operational Resilience Act (DORA), aber auch einzelner branchenspezifischer Gesetzgebungen während des Datenaustauschs kontinuierlich zu überprüfen und sicherzustellen. Auch Datenraum-spezifische Vorgaben zur Regelung des direkten Datenaustauschs (Peer-to-Peer-Datenaustausch) werden mit der Lösung automatisch überprüft. Xayn plant, die Software zur Überwachung der regelkonformen Datennutzung bis Ende des Jahres zu entwickeln und dafür verschiedene Architektur-Varianten zu erarbeiten.

Das Team von MISSION KI entwickelt und testet das KI-Prüfsystem gemeinsam mit Xayn laufend in verschiedenen Datenräumen. Unterstützt werden die Partner dabei von der Allianz. Der Versicherungskonzern stellt für die Tests umfangreiche Datensätze zur Verfügung und bringt sich mit seiner Compliance- und Security-Expertise in das Projekt ein. Es ist das Ziel, Datenräumen nach Projektende die neue Anwendung als Open Source-Version zur Verfügung zu stellen.

Mission KI wird die Ergebnisse des Projekts voraussichtlich im Frühjahr 2025 veröffentlichen. Die Initiative möchte Datenräume als Datenbasis für KI-Innovationen stärken. Die hier entwickelte Lösung stärkt die Qualität und Konformität von Daten in Datenräumen und liefert somit eine wichtige Grundlage für neue, wertvolle KI-Anwendungen.