Wo stehen Industrieunternehmen beim KI-Einsatz?

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Industrial Organizations Shift Research
Bild: IFS Deutschland GmbH

IFS ist der Frage nachgegangen, wie weit Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Einsatz von künstlicher Intelligenz sind. Demnach haben viele Unternehmen den Einstieg bereits geschafft.

Mit 43% befindet sich die größte Gruppe der befragten Unternehmen derzeit in der Pilotphase. Knapp 27% geben an, KI bereits in einzelnen Bereichen produktiv im Einsatz zu haben, während 4% die Technologie breiter ausgerollt haben. Aus den Ergebnissen deutet IFS, dass viele Industrieunternehmen die Experimentierphase hinter sich gelassen haben und nun praktische Erfahrungen sammeln. Der flächendeckende Einsatz von KI befinde sich jedoch noch am Anfang.

Als größtes Hindernis für die Skalierung von KI nennen 55% der Befragten Herausforderungen bei der Datenqualität und dem Datenzugriff. Dahinter folgen die Integration in bestehende IT-Systeme (38%) sowie fehlende klare Anwendungsfälle beziehungsweise ein nicht eindeutig nachweisbarer Return on Investment (37%). Für die Studienverantwortlichen liegen die größten Hürden somit weniger in der Technologie selbst als in den Voraussetzungen für ihren produktiven Einsatz.

Zeitersparnis durch KI-Einsatz

Wie sich Investitionen in KI bereits auszahlen, zeigt ein Blick auf die genannten Mehrwerte: Vier von fünf Unternehmen berichten von konkreten Zeitersparnissen durch den Einsatz von KI. Am häufigsten liegen diese bei ein bis drei Stunden pro Woche (35%), 11% der Befragten geben eine Ersparnis von mehr als sieben Stunden wöchentlich an. Die Ergebnisse deuten laut IFS darauf hin, dass viele Pilotprojekte bereits einen messbaren operativen Nutzen schaffen und damit eine wichtige Grundlage für eine spätere Skalierung bilden.

Das größte Potenzial von KI sehen die befragten Unternehmen in der Optimierung der Lieferkette (32%), gefolgt von Verbesserungen im Asset Management (20%) sowie im Kundendienst (15%). Den Studienautoren zufolge verdeutlichen die Antworten, dass Industrieunternehmen in der DACH-Region KI vor allem dort einsetzen wollen, wo sie die operative Effizienz steigern, Prozesse stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen kann.

Beim Blick nach vorn überwiegt unter den Befragten Optimismus: Bei der Frage, wie zuversichtlich Unternehmen sind, KI schnell genug einführen zu können, um wettbewerbsfähig zu bleiben, stufen 51% ihre Zuversicht als ‚hoch‘ oder ’sehr hoch‘ ein. 14% zeigen sich hier skeptisch (’sehr gering‘ oder ‚gering‘).

„Die Umfrage unterstreicht, dass KI längst keine Zukunftstechnologie mehr ist. Viele Unternehmen erzielen bereits heute messbare Zeitersparnisse und Effizienzgewinne“, kommentiert Sebastian Spicker, Managing Director DACH bei IFS. „Jetzt gilt es, diese Erfolge systematisch auszubauen und KI dort zu verankern, wo sie den größten Mehrwert für Prozesse, Mitarbeitende und Kunden schafft.“

Hinweis: Für die Studie wurden im Rahmen der Veranstaltung IFS Connect DACH 2026 in München 91 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrer ‚KI-Readiness‘ befragt.



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