Wo die Prioritäten der europäischen Pharmaindustrie liegen

Automated line for marshalling bottles of drugs
Bild: ©Isaac74/stock.adobe.com

Hexagon hat bei Forrester Consulting eine Studie mit dem Titel ‚Transforming Pharmaceutical Manufacturing: Overcoming Hurdles With Digital Innovation‘ in Auftrag gegeben. Die Zahlen sollen Aufschluss über die Prioritäten und Herausforderungen von Pharmaherstellern in Europa geben. Daraus einige Ergebnisse:

  • Investitionen in Cybersicherheit, KI und Automatisierung: Auf die Frage nach ihren Investitionsprioritäten in den kommenden 12 Monaten nannten mehr als drei von fünf Befragten Automatisierung von Cybersicherheit (68 Prozent) und KI für vorausschauende Wartung (65 Prozent), physische Automatisierung (61 Prozent) und KI für native Sprachschnittstellen (61 Prozent).
  • Datensilos hindern Entscheidungsfindung: Zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) gaben an, dass Datensilos eine fundierte Entscheidungsfindung in ihrer Organisation beeinträchtigen.
  • Audits stellen Organisationen vor Herausforderungen: 55 Prozent der Befragten haben Schwierigkeiten, ihre betriebliche Effizienz aufrechtzuerhalten, und 53 Prozent fühlen sich nicht in der Lage, die Einhaltung von Vorschriften ohne Weiteres nachzuweisen. Ähnlich verhält es sich mit der Verwaltung von Änderungen mit überprüfbarer Rückverfolgbarkeit. Für 53 Prozent ist dies eine Herausforderung.
  • Cybersicherheit von OT und IoT: 59 Prozent der Befragten planen, ihre Ausgaben für IoT zur Überwachung von Anlagen und Echtzeitdaten zu erhöhen. 68 Prozent möchten zudem verstärkt in Cybersicherheit investieren. Die Integration von IoT und Cybersicherheit verbessert die Echtzeit-Überwachung und -Verwaltung von Anlagen und schützt diese gleichzeitig. Dabei bleibt die betriebliche Kontinuität und Compliance gewährleistet.

17 Prozent der Befragten gaben an, derzeit einen digitalen Zwilling in ihren Anlagen zu nutzen. Den Studienautoren zufolge hinkt die Pharmaindustrie anderen Branchen damit hinterher. Bei neuen Projekten setzen jedoch vier von fünf der befragten Unternehmen (79 Prozent) digitale Zwillinge ein, um die Zusammenarbeit und Genauigkeit bei Entwürfen zu verbessern.

Adam Cross, Industry Director, Pharmaceuticals & Life Sciences bei Hexagon, geht davon aus, dass digitale Zwillinge in Zukunft schnell an Akzeptanz gewinnen werden. Grund dafür sei, dass Unternehmen zunehmend versuchten, Silos aufzubrechen und Compliance-Herausforderungen zu bewältigen.

Hinweis: Forrester befragte insgesamt 161 Entscheidungsträger im Bereich Fertigungstechnologie auf Managementebene und darüber, die für Fertigungsprozesse, Qualitätssicherung und Tests in Pharmaunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 1Mrd.US$ verantwortlich sind. 14 Prozent der Befragten arbeiten in deutschen Pharmaunternehmen. Die Datenerhebung erfolgte zwischen Dezember 2024 und Januar 2025.



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