Weniger Materialknappheit in der Industrie

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The production line for the assembly of new vehicles
Bild: ©dizfoto1973/stock.adobe.com

Laut einer Mitteilung des Ifo Instituts hat sich die Versorgung mit Vorprodukten in der Industrie etwas entspannt. Nach 11,2% im November berichteten im Dezember 7,5% der Unternehmen von Schwierigkeiten, benötigte Materialien für ihre Produktion zu beschaffen. „Die Verfügbarkeit von Vorprodukten in der Industrie hat sich insgesamt verbessert“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. „Die Lieferketten müssen aber weiterhin aufmerksam beobachtet werden.“

Besonders deutlich sank der Materialmangel in der Automobilwirtschaft: Nur noch 5,6% der Unternehmen hatten im Dezember Engpässe bei Vorprodukten, nach 27,6% im November. Die Situation bei den Herstellern von elektronischen und optischen Produkten verbesserte sich merklich: Der Anteil der betroffenen Unternehmen sank von 17,5 auf 10,9%. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen sank der Wert von 16,0 auf 12,2%.

Die Wirtschaftsforscher verweisen trotz der positiven Entwicklung auf ein gewisses Risiko: Die zunehmende Fokussierung vieler Chip-Hersteller auf Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz erhöhe die Nachfrage nach bestimmten Vorprodukten und Kapazitäten. Das würde einzelne Industriezweige erneut unter Druck setzen. Vor diesem Hintergrund sieht das Ifo Institut in der aktuellen Entspannung zwar ein positives Signal, aber noch keine nachhaltige Stabilisierung der Lieferketten.



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