Wenig Frauen in der Cybersicherheit

Professional woman interacts with agentic AI hologram and whiteboard. Innovation future of work and digital transformation concept. Real people
Bild: ©Suzi Media/stock.adobe.com

Sophos hat zum International Women in Engineering Day am 23. Juni auf den Frauenanteil in der Cybersicherheit in Deutschland verwiesen. Nach Angaben des Unternehmens sind 14,6% der Cybersecurity-Fachkräfte in Deutschland weiblich. Sophos bezeichnet diesen Wert als den niedrigsten Anteil in Europa. Zudem heißt es in der Mitteilung, der weltweite Frauenanteil liege bei etwa 22 bis 25%. Den EU-Durchschnitt bei Führungspositionen gibt das Unternehmen mit 35% an.

Hürden und Fachkräftemangel

Laut Sophos übersteigt die Zahl offener Stellen in der Cybersicherheit weltweit mittlerweile vier Millionen. Das Unternehmen verknüpft diese Zahl mit Angaben zur Geschlechterverteilung und verweist auf ungenutztes Potenzial. In der Mitteilung heißt es weiter, Frauen sähen in der Cybersicherheit Chancen, aber kaum Perspektiven. Als Hürden beim Wiedereinstieg nennt Sophos 59% nach Statista. Zudem verweist die Mitteilung auf fehlende Netzwerke mit 52% und auf traditionelle Rollenbilder in Unternehmen mit 53%, jeweils nach Bitkom.

Grundlagen im Unternehmen schaffen

Sophos hat dazu eine Mitarbeitering befragt. Rebecca Taylor ist seit 2022 Analystin und Bedrohungsexpertin bei der X-Ops Counter Threat Unit und sagt: „Ich glaube, eine der größten Herausforderungen bleibt die ‚performative Vielfalt‘. Unternehmen konzentrieren sich auf Einstellungsziele und sichtbare Initiativen, versäumen es jedoch, sich damit auseinanderzusetzen, was passiert, nachdem Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppenmitglieder eingestellt wurden. Es ist zwar fantastisch zu sehen, dass Unternehmen sich auf Maßnahmen zur vielfältigen Personalbeschaffung konzentrieren, doch die Bemühungen, diese Personen zu halten und weiterzuentwickeln, sobald sie im Unternehmen sind, sind ebenso wichtig.

Deshalb führt Repräsentation allein ohne gleichberechtigten Zugang zu anspruchsvollen Aufgaben, Führungskräfteentwicklung, Lohntransparenz und psychologischer Sicherheit nicht zu Inklusion“, so Rebecca Taylor. Weiter sagt sie: „Ebenso wichtig ist es, als sichtbare Fürsprecher, Verbündete und Vorbilder aufzutreten, Talente zu fördern, Beratung anzubieten und sicherzustellen, dass Frauen einen gleichberechtigten und fairen Platz am Tisch haben – dann werden wieder mehr Frauen erkennen, dass es in der Tech-Branche Platz für sie gibt.“

Aktionstag und Hintergrund

In der Mitteilung wird der International Women in Engineering Day als jährlicher Aktionstag am 23. Juni beschrieben. Er würdige Ingenieurinnen weltweit und sei von der Women’s Engineering Society ins Leben gerufen worden. Seit 2017 habe die UNESCO die Schirmherrschaft übernommen. Sophos hat nach eigenen Angaben seinen Hauptsitz in Oxford, Großbritannien.

Seiten: 1 2



  • Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Rund 37 Prozent der produzierenden Unternehmen wollen Homeoffice auch nach der Corona-Krise nutzen. Vor Ausbruch der Pandemie waren es nur etwa 25 Prozent der Fertigungsbetriebe, wie eine repräsentative Umfrage des…

    mehr lesen: Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

  • Erwartungen für August steigen deutlich

    Erwartungen für August steigen deutlich

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten, also 12,2…

    mehr lesen: Erwartungen für August steigen deutlich

  • Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Die internetbasierte Veranstaltung IT meets OT am 08. September 2020 bietet Hintergrundwissen zu den zentralen Aspekten von OT- und IT-Architekturen. Dabei werden Fragen adressiert wie: Warum ist Integrität das Schutzziel…

    mehr lesen: Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

  • Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric hat den MES-Anbieter Proleit AG erworben. Mit diesem Schritt will der französische Konzern seine Kompetenzen bei der Software-gestützten Automatisierung erweitern.

    mehr lesen: Schneider Electric übernimmt Proleit

  • Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Im Juli ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex erneut gestiegen — der dritte Anstieg in Folge. Die Bitkom-Branche blickt zudem wieder in die Zukunft. Die Erwartungen an das nächste halbe Jahr liegen wider…

    mehr lesen: Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

  • Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Siemens stellt sein Topmanagement um: Roland Busch übernimmt ab Oktober die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2021. Auf der Hauptversammlung nächsten Februar löst Busch Topmanager Joe Kaeser als Vorstandsvorsitzenden ab. Digital…

    mehr lesen: Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

  • Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Die durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur wurde durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich getroffen. Das zeigt sich auch am deutlichen Orderminus im Maschinen- und Anlagenbau.

    mehr lesen: Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

  • Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Mit Alexander Kläger hat SAP Deutschland seit dem 1. August einen neuen Geschäftsführer. Der 49-Jährige ist seit 2012 für den Software-Konzern tätig.

    mehr lesen: Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

  • Schwachstellen priorisieren und beheben

    Schwachstellen priorisieren und beheben

    Mit der Vulnerability Mitigation App (VMA) stellt Tufin eine Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, Bedrohungen zu priorisieren und auf diese Weise eine effektive Fehlerbehebung und automatisierte Risikominderung zu…

    mehr lesen: Schwachstellen priorisieren und beheben

  • Emotet ist zurück

    Emotet ist zurück

    Bereits im Februar 2020 berichteten wir von einem Cyberangriff mit dem Trojaner Emotet auf das Berliner Kammergericht. Mehr als 160 Tage nach der letzten bekannten Verbreitung der Schadsoftware konnten Sicherheitsforscher…

    mehr lesen: Emotet ist zurück

  • Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Das Internet der Dinge setzt sich in großem Stil durch, weil die potenziellen Vorteile immens sind. Ob es sich um Gebäude- und Straßenlichtsensoren, Überwachungskameras, IP-Telefone, Point-of-Sale-Systeme, Konferenzraumtechnik und vieles mehr…

    mehr lesen: Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

  • Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    In jedem dritten Unternehmen (28 Prozent) gab es im letzten Jahr mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Das sind 2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Meist handelte es sich dabei…

    mehr lesen: Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen