Wann kommt der Q-Day?

Cyber security and data protection on internet. Shield, secure access and encrypted connection protecting online information. Password protected system. Cybersecurity technology. crypto encryption
Bild: ©alones/stock.adobe.com

Fortschritte im Bereich des Quantencomputings könnten die Wirksamkeit aktueller Verschlüsselungsverfahren aushebeln. Das zeigt eine neue Studie des Capgemini Research Institute.

Demnach rücken besonders Angriffe nach dem Prinzip ‚Harvest-now, decrypt-later‘ das Thema Quantensicherheit in den Fokus. Dabei handelt es sich um das Sammeln verschlüsselter Daten, um sie später mit Hilfe von Quantencomputern zu entschlüsseln.

Auch regulatorische Anforderungen und ein sich wandelndes Technologieumfeld setzen das Thema Quantensicherheit auf die Agenda vieler Organisationen. Trotz wachsender Sensibilisierung innerhalb der Branche unterschätzen viele Unternehmen nach Ansicht von Capgemini weiterhin die Risiken, die mit Quantencomputing einhergehen.

Kryptografische Algorithmen schon in fünf Jahren obsolet?

Der Studie zufolge zeigen sich rund zwei Drittel (65%) der befragten Unternehmen besorgt über die zunehmende Bedrohung durch ‚Harvest-now, decrypt-later‘-Angriffe. Jedes sechste Early-Adopter-Unternehmen geht davon aus, dass Quantencomputing innerhalb der nächsten fünf Jahre in der Lage sein wird, heute gängige kryptografische Algorithmen – die den Großteil der digitalen Kommunikation und Daten weltweit absichern – zu brechen. Etwa sechs von zehn dieser Unternehmen rechnen damit, dass dieser sogenannte Q-Day mit einem Zeitraum von zehn Jahren kommen wird.

Wer sind die Treiber?

Auch wenn heutige Quantencomputer noch nicht in der Lage sind, gängige Verschlüsselungsverfahren zu knacken, treiben insbesondere sicherheitskritische Branchen wie Verteidigung und Finanzwesen die Einführung quantensicherer Methoden voran. Konsumentenorientierte Sektoren wie Konsumgüter und Einzelhandel hingegen zeigen laut Studie bislang weniger Dringlichkeit.

Klassische und Post-Quantum-Kryptografie in Kombination

Die Mehrheit der mehr als 1.000 befragten Unternehmen (70 Prozent) plant, ihre Systeme mit einer Kombination aus klassischer und Post-Quantum-Kryptografie (PQC) zu schützen. PQC gilt als die derzeit beste Option zur Absicherung gegen Risiken durch Quantencomputer. Fast die Hälfte der Early Adopters befasst sich bereits mit entsprechenden Anwendungen, prüft deren Machbarkeit oder testet erste Pilotprojekte. Für 70 Prozent der Unternehmen sind regulatorische Vorgaben ein zentraler Treiber für den Umstieg auf PQC.

Seiten: 1 2



  • Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Rund 37 Prozent der produzierenden Unternehmen wollen Homeoffice auch nach der Corona-Krise nutzen. Vor Ausbruch der Pandemie waren es nur etwa 25 Prozent der Fertigungsbetriebe, wie eine repräsentative Umfrage des…

    mehr lesen: Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

  • Erwartungen für August steigen deutlich

    Erwartungen für August steigen deutlich

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten, also 12,2…

    mehr lesen: Erwartungen für August steigen deutlich

  • Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Die internetbasierte Veranstaltung IT meets OT am 08. September 2020 bietet Hintergrundwissen zu den zentralen Aspekten von OT- und IT-Architekturen. Dabei werden Fragen adressiert wie: Warum ist Integrität das Schutzziel…

    mehr lesen: Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

  • Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric hat den MES-Anbieter Proleit AG erworben. Mit diesem Schritt will der französische Konzern seine Kompetenzen bei der Software-gestützten Automatisierung erweitern.

    mehr lesen: Schneider Electric übernimmt Proleit

  • Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Im Juli ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex erneut gestiegen — der dritte Anstieg in Folge. Die Bitkom-Branche blickt zudem wieder in die Zukunft. Die Erwartungen an das nächste halbe Jahr liegen wider…

    mehr lesen: Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

  • Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Siemens stellt sein Topmanagement um: Roland Busch übernimmt ab Oktober die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2021. Auf der Hauptversammlung nächsten Februar löst Busch Topmanager Joe Kaeser als Vorstandsvorsitzenden ab. Digital…

    mehr lesen: Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

  • Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Die durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur wurde durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich getroffen. Das zeigt sich auch am deutlichen Orderminus im Maschinen- und Anlagenbau.

    mehr lesen: Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

  • Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

    Mit Alexander Kläger hat SAP Deutschland seit dem 1. August einen neuen Geschäftsführer. Der 49-Jährige ist seit 2012 für den Software-Konzern tätig.

    mehr lesen: Alexander Kläger ist neuer SAP Deutschland-Chef

  • Schwachstellen priorisieren und beheben

    Schwachstellen priorisieren und beheben

    Mit der Vulnerability Mitigation App (VMA) stellt Tufin eine Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, Bedrohungen zu priorisieren und auf diese Weise eine effektive Fehlerbehebung und automatisierte Risikominderung zu…

    mehr lesen: Schwachstellen priorisieren und beheben

  • Emotet ist zurück

    Emotet ist zurück

    Bereits im Februar 2020 berichteten wir von einem Cyberangriff mit dem Trojaner Emotet auf das Berliner Kammergericht. Mehr als 160 Tage nach der letzten bekannten Verbreitung der Schadsoftware konnten Sicherheitsforscher…

    mehr lesen: Emotet ist zurück

  • Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Das Internet der Dinge setzt sich in großem Stil durch, weil die potenziellen Vorteile immens sind. Ob es sich um Gebäude- und Straßenlichtsensoren, Überwachungskameras, IP-Telefone, Point-of-Sale-Systeme, Konferenzraumtechnik und vieles mehr…

    mehr lesen: Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

  • Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    In jedem dritten Unternehmen (28 Prozent) gab es im letzten Jahr mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Das sind 2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Meist handelte es sich dabei…

    mehr lesen: Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen