Wann kommen die Humanoiden?

DSC8703 Bearbeitet
Bild: Delta Electronics

Je nachdem, wen man fragt, scheint die Alltagstauglichkeit humanoider Roboter fast erreicht oder eine entfernte Utopie zu sein. Auch wenn große Fortschritte in Hard- und Software gemacht wurden, so stehen unter anderem noch Fragen zu Kosten- und Sicherheitsaspekten im Raum. Warum das Vorankommen der Entwicklung von humanoiden Robotern auch für den deutschen Mittelstand sowie den Maschinenbau in Gänze wichtig ist, erklärt Michael Mayer-Rosa, Head of Intelligent Robot Systems (IRS) bei Delta Electronics mit Sitz in Stuttgart, in einem Statement.

Humanoide in vielen Roadmaps

„Vollständig autonome, überall sicher einsetzbare Humanoide sind auf der Roadmap unzähliger Roboterhersteller zu finden“, schreibt Mayer-Rosa. Man könne hier wirklich von einem Wettlauf zum Mond sprechen, denn die Markteinführung eines solchen Systems wäre tatsächlich die Mondlandung der Robotik.

„Diese wird eines Tages auch gelingen“, ist sich Mayer-Rosa sicher. Der Robotik-Experte rät jedoch dringend davon ab, in der Bewertung der gesamten Entwicklung, den Blick nur auf dieses Endziel zu richten, dessen Erreichung einige Zeit entfernt ist. „Der Weg ist hier mindestens so wertvoll, wie das Ziel“, schreibt er in seinem Satement. Die zahlreichen Entwicklungen im Bereich der Soft- und Hardware, welche die Forschung rund um Humanoide mit sich bringen, seien extrem hilfreich für andere Bereiche der Automation. Die gesamte Robotikbranche profitiere schon jetzt von der Energie und den Ideen, die in humanoide Projekte fließen.

Nur mit KI sinnvoll

Nach Ansicht von Mayer-Rosa sind Humanoide Roboter nur sinnvoll nutzbar, wenn sie auf KI basieren. Diese wiederum müsse aber sicher sein. Die Humanoiden müssten zudem kompakt konstruiert werden. Außerdem bräuchten die humanoiden Roboter ein hohes Maß an kognitiven Fähigkeiten, Energieeffizienz und Flexibilität. „Viele dieser Aspekte haben zugleich große Bedeutung für klassische Industrieroboter, Leichtbauroboter und Cobots“, so Mayer-Rosa.

Von den großen Entwicklungssprüngen bei den Humanoiden könnten beispielsweise auch mittelständische Unternehmen profitieren, die erst noch in die Nutzung von Robotern einsteigen wollten. Durch den aktuellen Entwicklungsboom würden auch für den deutschen Mittelstand klassische Roboter leistungsfähiger, sicherer, smarter und unter dem Strich wirtschaftlicher. Die gesamte Automatisierungsbranche werde dadurch befeuert.

Fortschritte bewerten

Mayer-Rosa: „Man darf den Erfolg der Humanoiden-Entwicklung also nicht nur daran bemessen, wann beziehungsweise ob der ‚perfekte Humanoide‘ marktreif ist, sondern man muss die Fortschritte danach bewerten, wie die gesamte Automatisierungs- und Robotik-Branche von den vielen kleinen und großen Entwicklungsschritten profitiert.“

Seiten: 1 2



  • Peter Schmidt wird Chief Revenue Officer bei iPoint

    Peter Schmidt wird Chief Revenue Officer bei iPoint

    Compliance-Software-Pionier Peter Schmidt wird Chief Revenue Officer bei iPoint Auf der neu geschaffenen Position des Chief Revenue Officer soll Peter Schmidt das internationale Geschäft bei iPoint-Systems voranbringen. Der strategischen Neuausrichtung…

    mehr lesen: Peter Schmidt wird Chief Revenue Officer bei iPoint

  • IT-Dienstleister steigern Umsatz

    IT-Dienstleister steigern Umsatz

    Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder hat im Rahmen der Studie ’Der Markt für IT-Beratung und IT-Services in Deutschland’ 83 IT-Dienstleister in Deutschland analysiert. Demnach konnten 65 Prozent von ihnen ihren…

    mehr lesen: IT-Dienstleister steigern Umsatz

  • Neuer Bedrohungsakteur PuzzleMaker

    Neuer Bedrohungsakteur PuzzleMaker

    Bereits im April entdeckten Kaspersky-Experten eine Reihe extrem zielgerichteter Cyberattacken gegen mehrere Unternehmen, die zuvor unentdeckte Google-Chrome- und Microsoft-Windows-Zero-Day-Exploits nutzten.

    mehr lesen: Neuer Bedrohungsakteur PuzzleMaker

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Dan Smoot wird CEO bei Riverbed

    Dan Smoot wird CEO bei Riverbed

    Riverbed ernennt Dan Smoot zum President und CEO und will damit die nächste Wachstumsphase vorantreiben.

    mehr lesen: Dan Smoot wird CEO bei Riverbed

  • Fachkräftemangel im Maschinenbau verschärft sich wieder

    Fachkräftemangel im Maschinenbau verschärft sich wieder

    Im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt der konjunkturelle Aufschwung deutlich an Fahrt. Doch nun rücken wieder zunehmend Fachkräfteengpässe in den Fokus der Unternehmen. Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA unter rund…

    mehr lesen: Fachkräftemangel im Maschinenbau verschärft sich wieder

  • T-Systems CTO steht Board of Directors der Gaia-X Association vor

    T-Systems CTO steht Board of Directors der Gaia-X Association vor

    Maximilian Ahrens, CTO von T-Systems, wurde zum Vorsitzenden des Board of Directors der Gaia-X-Initiative gewählt.

    mehr lesen: T-Systems CTO steht Board of Directors der Gaia-X Association vor

  • Instabile Lieferketten machen Unternehmen zu schaffen

    Instabile Lieferketten machen Unternehmen zu schaffen

    Durchschnittlich 1Mio.€ Verlust Instabile Lieferketten machen Unternehmen zu schaffen Seit Anfang 2020 sind auch die Lieferketten weltweit immer instabiler und anfälliger geworden. Der Nachschub von Komponenten wie etwa Chips oder…

    mehr lesen: Instabile Lieferketten machen Unternehmen zu schaffen

  • SAP und TeamViewer arbeiten zusammen

    SAP und TeamViewer arbeiten zusammen

    Durch die strategischen Partnerschaft zwischen TeamViewer und SAP soll u.a. die AR-Lösung Frontline in das SAP-Angebot integriert werden.

    mehr lesen: SAP und TeamViewer arbeiten zusammen

  • Konsortium für Quantencomputing gegründet

    Konsortium für Quantencomputing gegründet

    Mit dem QUTAC haben sich zehn Unternehmen in einem Konsortium zusammengeschlossen um industrielle Anwendungen für Quantencomputing zu entwickeln.

    mehr lesen: Konsortium für Quantencomputing gegründet

  • Remote Work in der Fertigungsindustrie

    Remote Work in der Fertigungsindustrie

    Okta hat im Rahmen einer Studie ermittelt, wie Arbeitnehmer künftig arbeiten wollen. Demnach möchten sie ihr Arbeitsmodell zukünftig selbst wählen. Einige glauben jedoch nicht, dass ihr Arbeitgeber ihnen diese Flexibilität…

    mehr lesen: Remote Work in der Fertigungsindustrie

  • Siemens kauft Nextflow Software

    Siemens kauft Nextflow Software

    Transiente Strömungssimulation mit Simcenter Siemens kauft Nextflow Software Siemens erwirbt das französische Startup Nextflow Software. Durch die Integration deren CFD-Technologie ins Xcelerator-Portfolio sollen Anwender komplexe Applikationen mit transienten Strömungen und…

    mehr lesen: Siemens kauft Nextflow Software