Surfshark bescheinigt Deutschland hohe digitale Lebensqualität

copy germany profile dql 20241
Bild: Surfshark B.V

Im vom VPN-Anbieter Surfshark veröffentlichten Digital Quality of Life Index (DQL) 2024 erreicht Deutschland weltweit den 1. Platz. Der Index betrachtet, wie gut Deutschland in Bezug auf die allgemeine digitale Lebensqualität im Vergleich zu anderen Nationen abschneidet. Demnach hat sich die Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze verbessert. Laut Surfshark spiegelt das Ergebnis das deutsche Engagement für die Entwicklung der digitalen Infrastruktur wider. Deutschland nehme eine Vorreiterrolle ein, wenn es darum gehe, den technischen Fortschritt zu nutzen, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

„Im vergangenen US-Wahljahr, in dem die digitale Welt den politischen Diskurs und die gesellschaftlichen Werte geprägt hat, und angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl ist es wichtiger denn je, die digitale Lebensqualität in den Vordergrund zu stellen. Digitale Teilhabe sorgt dafür, dass Bürgerinnen und Bürger informiert bleiben, und trägt dazu bei, demokratische Prozesse zu schützen und Innovationen zu fördern“, erklärt Monika Sackute, DACH Country Managerin bei Surfshark. „Hervorzuheben ist, dass Deutschland seinen DQL-Index sowie die Teilergebnisse in den einzelnen Kategorien seit 2020 kontinuierlich verbessert hat. Dies gelang beispielsweise Großbritannien als weiterer großer europäischer Volkswirtschaft nicht.“

Deutschland vor Finnland und Frankreich

Von den fünf Kategorien des Index, die jeweils zu 20 Prozent in das Gesamtergebnis eingehen, schneidet Deutschland bei der Erschwinglichkeit des Internets am besten ab (Platz 1). Die größten Probleme weißt Deutschland demnach mit Platz 51 bei der Internetqualität auf. Im Bereich digitale Sicherheit landet Deutschland auf Platz 4, im E-Government auf Platz 9 und in der digitalen Infrastruktur auf Platz 11.

Im Gesamtindex liegt Deutschland damit vor Finnland (2.) und Frankreich (3.). Insgesamt stuft der Index die europäischen Länder bei der digitalen Lebensqualität weltweit als führend ein. Darüber hinaus, so die Autoren, lässt sich feststellen, dass auf globaler Ebene Investitionen in E-Government und digitale Infrastruktur den größten Einfluss auf die digitale Lebensqualität haben.

E-Government: Die Kategorie E-Government zeigt, wie fortschrittlich und digitalisiert die Behördendienste eines Landes sind. Außerdem geht in die Bewertung mit ein, inwieweit ein Land auf künstliche Intelligenz vorbereitet ist. Die Länder mit der höchsten Bereitschaft zur Einführung von KI-Technologie seien auch eher gegen nationale Cyber-Bedrohungen gewappnet, so die Autoren. Im Index belegt Deutschland Platz 9, ein Sprung nach oben von dreizehn Plätzen im Vergleich zum letzten Jahr. Damit lässt Deutschland 112 Länder hinter sich.

Digitale Sicherheit: In der Kategorie digitale Sicherheit (E-Security) wird gemessen, wie gut ein Land auf die Bekämpfung von Cyberkriminalität vorbereitet ist und wie fortschrittlich die Datenschutzgesetze eines Landes sind. Deutschland liegt hier knapp hinter Belgien, Estland und Litauen auf Platz 4. Alle Länder in den Top 10 sind Mitglieder der Europäischen Union und profitieren in der Bewertung von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Internetqualität: In der Kategorie Internetqualität schneidet Deutschland mit Platz 51 am schwächsten. Entscheidend sind hier sowohl die Schnelligkeit und Stabilität als auch das Wachstum des mobilen und stationären Internets. Zwar hat sich die Geschwindigkeit des deutschen mobilen Internets um zwölf Prozent erhöht, dennoch werden im Durschnitt nur 120 Mbit/s erreicht. Im Vergleich dazu liegt das weltweit schnellste mobile Internet in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei 430 Mbit/s. Das Festnetz-Internet in Deutschland kommt mit einer Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 164 Mbit/s. Im schnellsten Breitbandnetz in Singapur kann dagegen mit 347 Mbit/s gesurft werden.

Erschwinglichkeit des Internets: Die Kategorie untersucht, wie lange Menschen arbeiten müssen, um sich die jeweils billigsten Angebote für Breitbandinternet leisten zu können. Deutsche müssen 14 Minuten im Monat für einen Breitbandinternetanschluss arbeiten. Nur in Bulgarien sind die Kosten niedriger. Das billigste mobile Netz kostet in der Bundesrepublik monatlich 28 Minuten und 47 Sekunden Arbeitszeit. Damit liegt Deutschland hier auf Platz 10. Werden die Kosten für beide Parameter – mobiles sowie das Festnetz-Internet – übergreifend betrachtet, erreicht Deutschland den Spitzenplatz.

Digitale Infrastruktur: In dieser Kategorie wird bewertet, wie hoch die Internetdurchdringung und die Bereitschaft zur Nutzung der Technologie ist. Deutschland verfügt demnach über eine hohe Internetdurchdringung von 92 Prozent, was Platz 29 weltweit entspricht. Im Bereich der Nutzungsbereitschaft landet Deutschland auf Platz 9.



  • ctrlX Automation: mehr Partner und neues OS-Release

    ctrlX Automation: mehr Partner und neues OS-Release

    Auf einer Pressekonferenz hat Bosch Rexroth die News und Neuheiten zu ctrlX Automation vorgestellt.

    mehr lesen: ctrlX Automation: mehr Partner und neues OS-Release

  • Cyberagentur lässt mobilen Quantencomputer bauen

    Cyberagentur lässt mobilen Quantencomputer bauen

    Infineon Technologies wurde gemeinsam mit dem Technologiepartner Oxford Ionics in einem Ausschreibungsverfahren der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) als eines von drei Konsortien ausgewählt, binnen drei Jahren einen…

    mehr lesen: Cyberagentur lässt mobilen Quantencomputer bauen

  • Körber Supply Chain Software übernimmt MercuryGate

    Körber Supply Chain Software übernimmt MercuryGate

    Körber Supply Chain Software, ein Joint Venture von Körber und KKR und Anbieter von End-to-End Supply-Chain-Software schließt die Übernahme von MercuryGate International, einem Anbieter von Transportmanagementsystemen (TMS), ab.

    mehr lesen: Körber Supply Chain Software übernimmt MercuryGate

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • FMB-Veranstalter rücken Nachhaltigkeit in den Fokus

    FMB-Veranstalter rücken Nachhaltigkeit in den Fokus

    Die FMB steht in den Startlöchern und aktuell (Stand Anfang September) sind mehr als 350 Aussteller zur Messe von 5. bis 7. November 2024 angemeldet.

    mehr lesen: FMB-Veranstalter rücken Nachhaltigkeit in den Fokus

  • Fragmentierte Regulierung: Verpasst die EU den Anschluss im KI-Zeitalter?

    Fragmentierte Regulierung: Verpasst die EU den Anschluss im KI-Zeitalter?

    Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Technologie – darunter auch Börje Ekholm, Präsident und CEO des 5G- und Mobilfunkausrüsters Ericsson – haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem die Unterzeichnenden die…

    mehr lesen: Fragmentierte Regulierung: Verpasst die EU den Anschluss im KI-Zeitalter?

  • DFKI optimiert Systementwicklung mit hybrider KI und menschlichem Feedback

    DFKI optimiert Systementwicklung mit hybrider KI und menschlichem Feedback

    Die jüngsten Entwicklungen in der Robotik lassen die Vision von Robotern, die als persönliche Assistenten und Interaktionspartner für den Menschen komplexe Aufgaben übernehmen, näher rücken.

    mehr lesen: DFKI optimiert Systementwicklung mit hybrider KI und menschlichem Feedback

  • Wie steht es um Quantentechnologie aus Deutschland?

    Wie steht es um Quantentechnologie aus Deutschland?

    Deutschland hat bei der Forschung zu Quantentechnologien eine weltweite Vorreiterrolle und kann führend in der Entwicklung und Anwendung von Quantum Computing werden.

    mehr lesen: Wie steht es um Quantentechnologie aus Deutschland?

  • Online-Vorschau zur It-sa Expo&Congress

    Online-Vorschau zur It-sa Expo&Congress

    Am 8. Oktober, zwei Wochen vor der It-sa Expo&Congress (22. bis 24. Oktober), findet der Digital Preview Day statt. Das digitale Event bietet Fachvorträge und Präsentationen von Ausstellern. Der Digital…

    mehr lesen: Online-Vorschau zur It-sa Expo&Congress

  • Eine Forschungsinfrastruktur für digitale Zwillinge

    Eine Forschungsinfrastruktur für digitale Zwillinge

    1,66Mio.€ für die Entwicklung digitaler Zwillinge: Durch die erfolgreiche Beteiligung an einem landesweiten Wettbewerb stehen für das Projekt Explore in den kommenden drei Jahren Fördermittel bereit, um eine standortübergreifende Forschungsinfrastruktur…

    mehr lesen: Eine Forschungsinfrastruktur für digitale Zwillinge

  • Servicequalität der ERP-Anbieter in der Kritik

    Servicequalität der ERP-Anbieter in der Kritik

    Viele Unternehmen steuern mit ERP-Systemen ihre wichtigsten Geschäftsprozesse.

    mehr lesen: Servicequalität der ERP-Anbieter in der Kritik

  • Eclipse Foundation gründet Open Regulatory Compliance Working Group

    Eclipse Foundation gründet Open Regulatory Compliance Working Group

    Die Eclipse Foundation, eine der weltweit größten Open-Source-Foundations, hat die Open Regulatory Compliance Working Group (ORC WG) ins Leben gerufen.

    mehr lesen: Eclipse Foundation gründet Open Regulatory Compliance Working Group