Der Einsatz von KI zur Unterstützung strategischer Unternehmensentscheidungen spielt bei 21 Prozent (ASUG: 20 Prozent, UKISUG: 21 Prozent) der Befragten eine Rolle. Zur Entwicklung neuer generativer KI-Produkte und -Dienstleistungen nutzen 31 Prozent (ASUG: 26 Prozent, UKISUG: 27 Prozent) KI-Technologie, während 31 Prozent (ASUG: 19 Prozent, UKISUG: 31 Prozent) der befragten Unternehmen kostenpflichtigen KI-Abonnement-Dienste nutzen. „Unternehmen setzen wie sich hier zeigt zunächst auf bewährte Anwendungsfälle, indem sie z. B. bestehende Prozesse optimieren, um einen schnellen und eindeutig messbaren Mehrwert zu generieren. Das ist in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nicht überraschend. Zudem erfordert die Entwicklung neuer Produkte oder kreativer Dienstleistungen mit KI zusätzliche Expertise, welche wie bereits erwähnt in vielen Unternehmen derzeit noch fehlt“, so Hungershausen.

03 Anwendungsfaelle
Bild: DSAG Deutsche SAP Anwendergruppe e.V.

65 Prozent (ASUG: 61 Prozent, UKISUG: 59 Prozent) der Befragten halten KI für nützlich, wenn es darum geht, Anomalien in Integrationsabläufen zu erkennen. 62 Prozent (ASUG: 61 Prozent, UKISUG: 58 Prozent) sehen einen Nutzen in KI bezogen auf die Erstellung von Integrationsflüssen bzw. von Logiken zwischen SAP- und Non-SAP-Anwendungen. 57 Prozent (ASUG: 55 Prozent, UKISUG: 66 Prozent) sehen einen Nutzen in KI, wenn es darum geht, Finanzanalysen zusammenzufassen.

Für Unternehmen und Organisationen, die ein KI-Projekt in Erwägung ziehen, sind laut derStudie mehrere Faktoren elementar. Für 95 Prozent (ASUG: 92 Prozent, UKISUG: 97 Prozent) der Befragten sind Transparenz und Klarheit über den Einsatzort und die Datenbasis der KI von großer Bedeutung. 89 Prozent (ASUG: 91 Prozent, UKISUG: 93 Prozent) legen zudem großen Wert auf faire Preismodelle. 89 Prozent (ASUG: 84 Prozent, UKISUG: 78 Prozent) der Teilnehmenden halten es für unerlässlich, dass KI-Lösungen nahtlos in bestehende Systeme integriert werden können. Auf SAP bezogen, erachten 71 Prozent (ASUG: 61 Prozent, UKISUG: 47 Prozent) die Möglichkeit, KI unabhängig vom Betriebsmodell betreiben zu können, als entscheidend. „Die Flexibilität, unabhängig vom SAP-Betriebsmodell agieren zu können, ist vor dem Hintergrund entscheidend, dass SAP die Bereitstellung von Innovationen für S/4HANA langfristig bis 2040 zugesichert hat“, erläutert Jens Hungershausen. Was für die S/4HANA Private Cloud gilt, sollte auch für S/4HANA On-Premises mit identischem Leistungsumfang zur Verfügung stehen.

Hoher Bedarf an Wissensaufbau

„Erstaunlich ist, dass fast ein Drittel der Unternehmen noch keine offiziellen Pläne hinsichtlich der Nutzung von KI hat. Vor dem Hintergrund des bereits länger anhaltenden Hypes habe ich damit gerechnet, dass mehr Unternehmen über das Diskussionsstadium hinaus wären“, sagt der DSAG-Vorstandsvorsitzende. Warum das nicht der Fall ist, könnte laut Umfrage daran liegen, dass z. B. die Auswahl der richtigen KI-Tools für die bestehenden Bedürfnisse als herausfordernd angesehen wird. Das gab die Hälfte (ASUG: 41 Prozent, UKISUG: 44 Prozent) der Befragten an. 27 Prozent (ASUG: 34 Prozent, UKISUG: 36 Prozent) wiederum denken, dass ihnen die notwendigen Fähigkeiten fehlen, um KI-Tools vollständig zu nutzen, während 24 Prozent (ASUG: 21 Prozent, UKISUG: 25 Prozent) monieren, dass es nicht genügend hochwertige KI-Tools gäbe.

Sicherheit, Datenqualität und Governance als Hindernisse

Nach Ansicht der Studienverantwortlichen scheint der zunehmende Einsatz von KI-Technologie bei den Befragten für gemischte Gefühle zu sorgen. So gaben 61 Prozent (ASUG: 52 Prozent, UKISUG: 54 Prozent) an, gleichermaßen begeistert wie besorgt zu sein. Begeisterung löst vor allem die Möglichkeit aus, Zeit zu sparen. Bedenken haben die Befragten im DACH-Raum vor allem hinsichtlich der Themen Sicherheit, Datenqualität und Governance.

Potenzial von KI

Zudem zeigen die Umfrageteilnehmer ein gespaltenes Bild, was die Meinungen zum Potenzial von KI betrifft: 57 Prozent (ASUG: 48 Prozent, UKISUG: 52 Prozent) der Befragten sehen zwar Vorteile, empfinden KI jedoch als überbewertet. Zwei Prozent (ASUG: 5 Prozent, UKISUG: 6 Prozent) sind der Meinung, dass das Potenzial von KI stark überschätzt wird, während 37 Prozent (ASUG: 37 Prozent, UKISUG: 32 Prozent) glauben, dass KI die Branchen revolutionieren wird. 4 Prozent (ASUG: 10 Prozent, UKISUG: 11 Prozent) der Befragten sind sich unsicher, wie sie das Potenzial von KI einschätzen sollen.

Laut der Studienverantwortlichen verdeutlicht die Umfrage, dass KI-Technologien zunehmend an Bedeutung gewinnen, es aber großen Nachholbedarf in Bezug auf Expertise und Implementierung gibt. Während viele Unternehmen sich in der Lernphase befinden und erste Pilotprojekte durchführen, scheinen Herausforderungen wie fehlende Fachkräfte, finanzielle Mittel und technische Infrastruktur, insbesondere im Mittelstand, große Hindernisse zu sein. Die Befragten sehen KI vor allem als Werkzeug zur Prozessoptimierung und Datenanalyse, doch Sicherheitsbedenken sowie Anforderungen an Datenqualität und Governance dämpfen die Euphorie.

Seiten: 1 2



  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Im aktuellen IAB-Arbeitsmarktbarometer stehen die Zeichen auf Entspannung. Beide Komponenten des Indexes gaben im März positive Signale.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

  • UiPath übernimmt Cloud Elements

    UiPath übernimmt Cloud Elements

    Cloud Elements gehört ab sofort zu UiPath. Durch die Akquisition kann der RPA-Anbieter zukünftig Benutzeroberflächen- und API-basierte Automatisierung auf einer Plattform anbieten.

    mehr lesen: UiPath übernimmt Cloud Elements

  • Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

    Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

    CEOs unterschiedlicher Unternehmen haben sich zur CEO Alliance 2020 zusammengeschlossen, um Europa zu einer führenden Region in Sachen Klimaschutz zu machen.

    mehr lesen: Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

  • Cognizant übernimmt ESG Mobility

    Cognizant übernimmt ESG Mobility

    Cognizant übernimmt ESG Mobility und will dadurch seine Expertise im Bereich autonome und vernetzte Mobilität ausweiten.

    mehr lesen: Cognizant übernimmt ESG Mobility

  • Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

    Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

    Die Robert Bosch GmbH gibt Veränderungen in der Geschäftsführung bekannt. Uwe Rasche und Michael Bolle verlassen das Unternehmen. Somit werden die Zuständigkeiten innerhalb der Geschäftsführung neu geordnet.

    mehr lesen: Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

  • Mehr Resilienz durch Digital Workplace

    Mehr Resilienz durch Digital Workplace

    In einer Studie von Campana & Schott geben zwei Drittel der Befragten an, dass digitale Arbeitsplätze Resilienz und Effizienz steigern. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer hat bereits solche Arbeitsplätze eingeführt.

    mehr lesen: Mehr Resilienz durch Digital Workplace

  • Forschung am digitalen Zwilling

    Forschung am digitalen Zwilling

    Das Projekt IoT4DigitalTwin ist Teil der europäischen Initiative IoT4Industry im Rahmen des Programms Horizon 2020. Geprom Connecting Inustries und Gefasoft GmbH haben ein Konsortium gebildet mit dem Ziel, einen digitalen…

    mehr lesen: Forschung am digitalen Zwilling

  • Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

    Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

    2019 hat sich die Open Industry 4.0 Alliance auf der Hannover Messe gegründet. Das mittlerweile 74 Mitglieder umfassende Konsortium stellt zur diesjährigen Messe einen eigenen App Store vor.

    mehr lesen: Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

  • Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

    Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

    Wibu-Systems hat sein Portfolio erweitert, sodass Hersteller ihre Python-Anwendungen einfach und flexibel plattformunabhängig mit CodeMeter schützen können.

    mehr lesen: Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

  • Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

    Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

    Im November steht industrieller 3D-Druck in Frankfurt im Fokus. Dann öffnet die Formnext ihre Tore — als Präsenzveranstaltung. Zusätzlich ist ein digitales Angebot geplant.

    mehr lesen: Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

  • Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?

    Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?

    In einer aktuellen Deloitte-Studie betrachten 86 Prozent der deutschen Technologiekonzerne Nachhaltigkeit als einen wichtigen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit. Jedoch nehmen etwa zwei Drittel der darin befragten Unternehmen eine Diskrepanz zwischen Anspruch…

    mehr lesen: Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?

  • Hyperkonvergente Infrastrukturen mit Potenzial für den Mittelstand

    Hyperkonvergente Infrastrukturen mit Potenzial für den Mittelstand

    Das Beratungsunternehmen Techconsult hat gemeinsam mit Gridscale untersucht, wie mittelständische Unternehmen die Modernisierung ihrer IT-Infrastrukturen vorantreiben. Die daraus resultierende Studie gibt Einblicke, mit welchen Herausforderungen sich die Unternehmen bei ihrer…

    mehr lesen: Hyperkonvergente Infrastrukturen mit Potenzial für den Mittelstand