SmartFactory-KL veröffentlicht OpenSMI als Open-Source-Lösung

Focused plant worker in overalls with protective helmet on head
Bild: ©dusanpetkovic1/stock.adobe.com

Wie können Maschinen unterschiedlicher Hersteller einheitlich mit Softwareanwendungen kommunizieren? Die Smart SmartFactory-KL adressiert diese Frage mit der Open-Source-Lösung OpenSMI (Open Smart Machine Interface). Mit dem neu veröffentlichten OpenSMI-Client wächst das Ökosystem nun um eine weitere Komponente. Ziel ist es, den Integrationsaufwand in der industriellen Produktion zu reduzieren und eine flexible, herstellerunabhängige Vernetzung zu unterstützen.

OpenSMI macht Maschinenfähigkeiten als standardisierte Funktionen – sogenannte Skills – verfügbar. Anwendungen können damit auf unterschiedliche SMI-konforme Maschinen nach demselben Prinzip zugreifen, ohne deren herstellerspezifische Implementierung kennen zu müssen.

Offene Schnittstelle zwischen IT und Produktion

OpenSMI ist Teil der IT/OT-Kopplungsebene der SmartFactory-KL-Referenzarchitektur. Technische Grundlage ist der etablierte Kommunikationsstandard OPC UA for Machinery, den die SmartFactory-KL um eigene Bausteine, insbesondere ein Skill-Modell, erweitert hat. Dieses beschreibt Maschinenfähigkeiten als aufrufbare Funktionen mit definierten Parametern, Zuständen und Rückgabewerten.

Als einen Skill beschreibt SmartFactory-KL beispielsweise das Bewegen einer Achse, das Öffnen eines Greifers oder den Transport eines Werkstücks. Anwendungen können vor der Ausführung prüfen, ob eine Aufgabe grundsätzlich möglich ist und ob die erforderlichen Voraussetzungen aktuell erfüllt sind. Ein definierter Zustandsablauf macht den Fortschritt für unterschiedliche Anwendungen einheitlich nachvollziehbar.

Steuerungsstrukturen bleiben erhalten

Betont wird weiter, dass bestehende Steuerungsstrukturen erhalten bleiben und OpenSMI als Adapter vor eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) gesetzt werden kann. Die eigentliche Prozesssteuerung und sicherheitskritische Abläufe verbleiben weiterhin in der Steuerung.

„In der industriellen Produktion sollte nicht jede Maschine ihre eigene Sprache sprechen müssen. Unser Ziel mit OpenSMI ist es, Maschinenfähigkeiten so zu beschreiben und bereitzustellen, dass unterschiedliche Anwendungen sie unabhängig vom Hersteller auf einheitliche Weise nutzen können. Damit reduzieren wir den Integrationsaufwand und schaffen die Grundlage dafür, Produktionsabläufe flexibler zu gestalten und neue Anwendungen – etwa mit KI-Agenten – einfacher einzubinden. Indem wir OpenSMI als Open Source veröffentlichen, möchten wir andere Entwickler und Unternehmen einladen, das Konzept zu nutzen, weiterzuentwickeln und gemeinsam voranzubringen“, betont Carsten Harms, Entwickler von OpenSMI bei der SmartFactory-KL.

Aktuell drei Komponenten, weitere sind geplant

Das OpenSMI-Ökosystem umfasst derzeit drei Komponenten:

Seiten: 1 2



  • Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Die Unternehmen der deutschen Informationswirtschaft sind oftmals unzufrieden mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des ZEW. Demnach überwiegen in jedem zweiten Unternehmen…

    mehr lesen: Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

  • Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M wollen künftig als Technologiepartner für die IoT-Datenbank CrateDB zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Crate.io und M&M Software kooperieren

  • Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um 7% auf 1,7Mrd.€ erhöht. Der Auftragseingang lag bei 1,8Mrd.€ (2018: 1,7Mrd.€).

    mehr lesen: Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

  • Worauf CIOs achten sollten

    Worauf CIOs achten sollten

    Nicht Wachstum, sondern die Sicherung der Unternehmenszukunft steht während der Corona-Pandemie im Fokus der Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Gartner hat diesbezüglich acht Maßnahmen identifiziert, die CIOs ergreifen sollten.

    mehr lesen: Worauf CIOs achten sollten

  • Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    ITK-Unternehmen bewerten Geschäftslage noch als befriedigend, blicken aber pessimistisch in die Zukunft. Der Digitalindex des Branchenverbandes Bitkom rutschte auf den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung.

    mehr lesen: Digitalindex rutscht auf Tiefststand

  • Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Etwa 55 Prozent der deutschen Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt. Darunter nicht nur Firmen, die stark von der Pandemie betroffen sind. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft…

    mehr lesen: Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

  • Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Mit einem Stand von 93,5 Punkten weißt das IAB-Arbeitsmarktbarometer den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung im Jahr 2008 auf.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

  • KI und ERP für verbesserten Service

    KI und ERP für verbesserten Service

    Durch die Kooperation zwischen Proalpha und Empolis können Unternehmen ihren Servicemitarbeitern Wissen kontextsensitiv zur Verfügung stellen. Konkret wird Empolis Service Express in das ERP-System von Proalpha integriert.

    mehr lesen: KI und ERP für verbesserten Service

  • Ein FTS für kleine Unternehmen

    Ein FTS für kleine Unternehmen

    In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen das Startup Flexlog und das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover ein besonders günstiges und flexibles Fahrerloses Transportsystem entwickeln, das noch dazu ganz einfach…

    mehr lesen: Ein FTS für kleine Unternehmen

  • Handel mit China stark beeinträchtigt

    Handel mit China stark beeinträchtigt

    Zwar konnten die deutschen Elektroexporte im Februar 2020 mit einem Volumen von 16,7 Milliarden Euro noch ein leichtes Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen. Jedoch gingen die…

    mehr lesen: Handel mit China stark beeinträchtigt