Weniger offene Stellen im dritten Quartal

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Bild: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB

Im dritten Quartal 2025 gab es bundesweit 1,03 Millionen offene Stellen – ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal um 24.700 oder rund 2%. Im Vergleich zum dritten Quartal 2024 liegt die Zahl der offenen Stellen um 246.100 oder rund 19% niedriger. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Westdeutschland waren im dritten Quartal 2025 rund 840.700 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland rund 192.300. „Die Arbeitsmarktnachfrage kommt weiterhin nicht in Schwung und stagniert auf niedrigem Niveau“, sagt Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Laut IAB-Erhebung kamen bundesweit auf 100 von den Betrieben ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 288 arbeitslos gemeldete Personen. Das sind 68 Arbeitslose mehr als noch im Vorjahresquartal sowie 11 Arbeitslose mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation gegenüber dem Vorquartal ist sowohl Folge des Rückgangs der offenen Stellen als auch einer gestiegenen Zahl von Arbeitslosen. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation als ein Maß für mögliche Personalengpässe am Arbeitsmarkt liegt im dritten Quartal 2025 in Ostdeutschland nun bei durchschnittlich 354 und in Westdeutschland bei 273 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen. „Die Zahl der Arbeitslosen pro offene Stelle liegt damit wieder nahe bei dem Wert, der in der Covid 19-Rezession erreicht wurde“, so Kubis weiter.

80% beziehungsweise 824.900 offene Stellen im dritten Quartal 2025 waren sofort zu besetzen, das heißt sie waren zu diesem Zeitpunkt unbesetzt. Die Vakanzrate, die das Verhältnis dieser sofort zu besetzenden offenen Stellen zur gesamten betrieblichen Nachfrage nach Personal abbildet, lag damit im dritten Quartal 2025 bei 2,3%. Im Vorquartal lag der Wert bei 2,4%, im Vorjahresquartal bei 2,9%. „Gegenüber dem Höchstwert von 4,5% im vierten Quartal 2022 hat sich die Vakanzrate fast halbiert und ist ebenso ein Indikator für einen schwächelnden Arbeitsmarkt“, erklärt Kubis.

Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung seit 1989 das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im dritten Quartal 2025 lagen Antworten von 8.591 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Stellenerhebung sind unter iab-forum.de verfügbar. Der IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf ist unter www.iab-forum.de abrufbar. Dieser wird laufend aktualisiert.



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